ST1183 - Standard

Partie beendet am 13.09.2010, 2er-Draw D und R

Letzte Auswertung, Spielzug F1918

NationZügeRückzügeAuf- und Abbauten

Austria

F Aegean Sea Support F Ionian Sea
A Albania Support A Serbia - Trieste (*Disbanded*)
A Armenia - Smyrna
A Bulgaria - Greece
F Ionian Sea Support F Naples (*Cut*)
F Naples Support F Ionian Sea (*Disbanded*)
A Serbia - Trieste (*Dislodged*)

A Serbia - Bulgaria


Germany

F Belgium Hold
A Berlin Hold
A Denmark Hold
F Gulf of Lyon Support F Tyrrhenian Sea
F Liverpool Hold
F North Africa - Tunis (*Fails*)
A Piedmont - Marseilles
A Rome - Naples
A Trieste - Albania
A Tuscany - Venice
A Tyrolia - Trieste
A Venice - Apulia
A Vienna Support A Tyrolia - Trieste



Russia

F Adriatic Sea Support A Trieste - Albania
A Budapest - Serbia
A Galicia Support A Rumania
A Livonia - Moscow
A Marseilles - Spain
F Mid-Atlantic Ocean - Western Mediterranean
A Moscow - Sevastopol
A Rumania Support A Budapest - Serbia
F Sevastopol - Black Sea
A Sweden Hold
F Tunis - Ionian Sea (*Fails*)
F Tyrrhenian Sea Support A Rome - Naples
A Ukraine Support A Moscow - Sevastopol
A Warsaw Hold


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Jan
Steyer

Martin
Vucetic

Andreas
Kaiser

Tobias
Franke

Marco
Hopp

Johannes
Meyer

Björn
Neumann

H19003(2)3(2)3(2)3(2)3(2)4(1)3(2)
H19014(3)4(3)6(1)4(3)4(3)5(2)4(3)
H19025(3)4(5)6(2)5(3)4(5)7(1)3(7)
H19037(1)4(5)7(1)5(4)3(6)6(3)2(7)
H19048(1)3(6)7(2)5(4)4(5)6(3)1(7)
H19058(1)3(6)6(2)5(4)5(4)6(2)1(7)
H19068(1)3(6)6(2)5(4)5(4)6(2)1(7)
H19078(1)4(5)6(2)4(5)6(2)6(2)0(7)
H19088(1)3(6)7(2)5(4)6(3)5(4)
H19098(1)2(6)7(2)5(5)6(3)6(3)
H19109(1)1(6)7(2)5(4)5(4)7(2)
H191110(1)0(6)6(3)6(3)5(5)7(2)
H191210(1)3(5)8(2)5(4)8(2)
H191311(1)1(5)10(2)3(4)9(3)
H191411(2)0(4)12(1)0(4)11(2)
H19159(3)13(1)12(2)
H19168(3)13(1)13(1)
H19177(3)13(2)14(1)

Gewinne, Verluste & Tendenzen

 6. Platz4. Platz 4. Platz 7. Platz
Erläuterung: Versorgungszentren(Platzierung)


 Letzter Artikel in der Z.A.T.
EOGEOG-Kommentar aus Deutschland:

Nun ist sie also vorbei, die Partie 1183. Lange ging sie, wahrlich lange - und ich ging eigentlich davon aus, dass hier noch etwas länger gespielt werden musste, da nach meinen Prognosen Österreich-Ungarn erst im Herbst 1920 sein letztes VZ verloren hätte. Fast schon ein wenig schade, dass diese Partie nicht in Gänze ausgespielt wurde, denn das hätte die Partie wohl noch ein Ticken denkwürdiger gemacht. Aber auch so war sie in meinen Augen denkwürdig.

Sie startete für mich eher schlecht als recht. Leider wollte Frankreich nicht den Sealion spielen, wobei die Konstellation ideal dafür gewesen wäre. Russland erhob nicht so hohe Ansprüche im Norden und Italien wollte gegen Österreich ziehen. Leider hat sich Andreas kurz vor ZAT nicht getraut, so dass ich kurzerhand umdisponiert habe. Mein einzig festes Bündnis war zu Anfang ein Bündnis mit Österreich-Ungarn - für Deutschland nicht ungewöhnlich. Im Herbst 01 habe ich mich dann zu einem zu offensiven Zug gegen Russland hinreißen lassen, der mich fast schon die Partie gekostet hätte. Ich bouncte Schweden und zog aus MUN nach SIL. Wäre an sch gut gewesen, hätte der Brite sein Wort gehalten und wäre er ebenfalls gegen Russland gezogen. Stattdessen bouncte er mich in HOL und ich stand mit nur einem Aufbau für DEN da. Die Situation war eher unbefriedigend. Frankreich hatte 3 zusätzliche Aufbauten bekommen und war scheinbar Englands bester Freund - und meinen einzigen potentiellen Partner im Norden habe ich nicht gerade freundlich behandelt. Hier stellte sich Österreich-Ungarn als wahrer Bündnispartner heraus, der viel zwischen mir und Russland vermittelt hat. Zusätzlich hatte ich das Glück, dass Italien (mit Marco als Ersatz) gegen Frankreich zog. In den folgenden Zügen eroberte ich mit Russlands Hilfe Skandinavien zurück und fing langsam an, mich auf niedrigem Niveau zu stabilisieren. Zeitgleich eroberten Österreich-Ungarn und Russland das Osmanische Reich. Zu diesem Zeitpunkt wurde mir klar, dass bald einer von den beiden vom anderen gestabbt werden würde. Da Russland dann einen Fehler bei einem Abbau machte, war der Weg frei für Österreich-Ungarn. Schon in dieser frühen Phase des Spiels kam es zu ersten Spannungen mit Österreich-Ungarn, da Jan etwas freizügig mit eigentlich vertraulichen Informationen umging. Aufgrund meiner an der Westfront gebundenen Armeen, musste ich jedoch diese Kröte schlucken und buckeln.

Im Herbst 1904 kam dann das große böse Erwachen. Russland stabbte mich und ich sah mich einem F+E+R-Bündnis ausgesetzt. Dank italienischer Hilfe und einem fehlendem Rückzug von Frankreich konnte ich aber ein wenig Zeit retten und mich vor einem all zu schnellen Untergang wehren. Zeitgleich kam bei mir das Gefühl auf, dass ich für Österreich-Ungarn nur noch Kanonenfutter bin. Ich sollte die Jungs im Westen lange genug aufhalte, während er in aller Ruhe einen Stab an mich vorbereiten kann. Ob dem wirklich so war, kann ich nicht beurteilen. Zumindest wurden Italien VZ geschenkt und ich sollte alleine irgendwie klar kommen und drei Gegner auf einmal aufhalten (mit einer englischen Flotte in HEL, einer russischen Armee in DEN und einer französischen Armee in BEL). In dieser Phase glühte die Tastatur. Russland hatte ich schon im Herbst 1905 für etwas deutschfreundlichere Züge gewinnen können und ihm dafür einen Armee-Aufbau in MUN statt einer Flotte in BER versprochen (für seinen extra verunglückten Zug nach BAL musste Johannes dann auch noch Spott vom nicht gerade souveränen ersten Spielleiter entgegen nehmen). Damit war der Anfang gemacht. In nervenaufreibenden folgenden Tagen haben wir dann kurz vor ZAT das eigentlich unmögliche wahr gemacht: ein 4er-Bündnis zwischen England, Frankreich, Russland und Deutschland.

Hier habe ich volles Risiko gespielt, da ich nun meine gesamten Einheiten nach Osten geworfen habe. Für die anderen wäre es nun ein leichtes gewesen, meine letzten VZ einzusammeln. Aber es fehlte ihnen an den notwendigen Armeen, um Österreich-Ungarn dauerhaft wirkungsvoll in die Schranken zu weisen. Diese Tatsache konnte ich nutzen und mich als überlebenswichtigen Partner dieses 4er-Bündnis erweisen. Im Folgenden haben wir Erfolge errungen, die jedoch auf sehr wackligen Boden standen, da England sich nicht ruhig verhalten konnte. Es war eigentlich jedem klar, dass hier irgendwann ein Stab aus England erfolgen musste. Doch warum auf einen Stab warten, wenn man ihn nicht selbst ausführen kann? Angriffspläne gegen Aron waren schon geschmiedet, als er plötzlich aus der Partie ausstieg. Sein Nachfolger Martin hatte demnach keine echte Chance gehabt.

Ab da lässt sich die Partie leicht erzählen. Es kämpften Russland, Frankreich und Deutschland auf der einen Seite und Österreich-Ungarn und Italien auf der anderen Seite. Richtig vorwärts kam keine Allianz, was auch an handwerklichen Fehlern von Frankreich lag (es wurde wieder kein Rückzug definiert). Da die taktische Arbeit in unserem Bündnis sowieso vornehmlich von Johannes uns mir bewältigt wurde, war recht schnell klar, dass man Frankreich als Bauernopfer benutzen kann, um irgendwie wieder Bewegung in die starren Fronten zu bekommen. Wir boten Österreich-Ungarn ein 3er-Draw an. Die Antwort war, dass wir in Vorleistung treten müssten und Jan es sich dann überlegen würde, was er macht. Also stabbten wir Frankreich - was fehlte war eine Drawzusage von Jan. Zu diesem Zeitpunkt ging in von einem 4er-Draw aus, was auch durchaus ein gerechtes Ergebnis gewesen wäre.

Dann die Überraschung im Herbst 1913. Jan stabbte Italien, ohne uns vorher ein Zeichen zu geben. Er ließ dabei aber BUD offen, da wir an dieser Front schon lange Stillstand hatten und selten noch Bewegungsbefehle abgaben. Johannes und ich wollten nun eigentlich nur meine Armee in GAL auflösen und auf einmal zog diese durch einen standardisierten Rückzugsbefehl nach BUD ein. Die Mauer hatte einen Riss erhalten - und einen empfindlichen dazu. Im Folgenden konnten wir an dieser Front Erfolge erzielen und damit auch an den anderen Frontverläufen. Jan bot natürlich umgehend den 3er-Draw an, doch warum hätten wir darauf eingehen sollen? Der 3er-Draw war doch sowieso sicher - und nun hatten wir die Chance auf ein 2er-Draw. Hätte Jan unser damaliges Angebot angenommen, so hätte ich mich zu diesem Zeitpunkt auch mit dem 3er-Draw zufrieden gegeben. Aber nichts zu dem Angebot zu sagen und dann bei eigenem "Versagen" sich rückwirkend wieder darauf berufen, dass geht so in meinen Augen nicht, das wäre zu einfach. Die Frage war nur, kann ich Johannes wegen des 2er-Draw trauen? Und traut er mir? Die erste Frage konnte ich klar mit "ja" beantworten und ich hatte das Gefühl, anders herum war dieses Vertrauen auch da. Letztendlich mussten wir die Partie nicht bis zum bitteren Ende durchspielen, da Jan seine Niederlage frühzeitig anerkannt hat. Hätte er den erneuten russischen Flottenaufbau in SEV verhindert, seine Niederlage zum Herbst 1920 wäre nicht mehr machbar gewesen. Nachdem aber diese Hürde genommen war (wie habe ich vor dieser Auswertung gezittert), war Jans Kapitulation folgerichtig.

Rückblickend war das in meinen Augen eine Partie, die so ziemlich alles hatte, was Diplomacy ausmacht. Es wurde zu den richtigen Zeitpunkten gestabbt und das Niveau der Verhandlungen war erfreulich hoch. Das am Ende auch das Glück über eine Drawbeteiligung entschied, ist auch nicht ungewöhnlich und sicherlich ärgerlich für Jan, der aufgrund seiner Leistungen sicherlich auch eine Drawbeteiligung verdient hätte - allerdings eben nicht als Geschenk. Ich denke mal, dass Jan das sportlich sieht.

So danke ich René für seine souveräne Spielleitung trotz der allwöchentlichen Drawanträge. Auch danke dafür, dass du für Jörg eingesprungen bist. Mit Jörg hatten wir alle ein paar Problemchen, die aber vielleicht auch daher kamen, dass sich am Ende die Emotionen ein wenig aufgebauscht hatten.

Danke natürlich auch an die Mitspieler. Sorry, dass ich den Großteil am Ende stabben musste, aber ich denke, ich habe dabei keine verbrannte Erde hinterlassen - und es zeigte sich, dass es im Nachhinein immer die richtigen Entscheidungen waren. Danke an Jan für seine hartnäckigen taktischen Kniffe. Es hat nicht viel gefehlt und du wärst belohnt worden. Der größte Dank geht naturgemäß aber an Johannes. Ich denke, wir haben uns recht gut ergänzt. Die taktische Abstimmung unserer Züge hat mir immer sehr viel Spaß gemacht (inklusive der privaten Abschweifungen). Danke, dass du mir nach dem schwierigen Start noch vertraut hast - ich denke, das Vertrauen wurde zurückgezahlt.

30.09.2010, 14:50 Uhr, Verfasser: Deutsches Reich


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