1066 - Standard B - beendet !

Partie beendet am 19.06.2008, Draw zwischen G, I und E
Spielleitung: Christian Lankenau
 

Zürcher Allgemeine Tageblatt
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- Die aktuelle Lage in Europa im Herbst 1911 - (Klick für Spielzüge)
  
82 | EoGAlexander Pontemkin, Produzent kleiner blauer Pillen mit unerwähnter Wirkung,

Mit 9 VZ bin ich in sehr komfortabler Position als Ersatzspieler gestartet. Eine russische Flotte im Bla schützte zudem meine gesamte Südfront und der Rest Europa war, wie sich zeigte, vollkommen zerstritten: GB und D überboten sich gegenseitig in Angeboten, mich auf Ihrer Seite zu ziehen, Österreich wollte mit zwei Aufbauten sich noch an Italien rächen, und selbst der noch herrschende Sultan wollte mit mir seine Feinde bezwingen.

Was die Südfront an begeht, so konnte die Situation schnell vereinfacht werden:

Zwei Halbzüge später war Österreich von der Bildfläche verschwunden, und ich stand in Ank, der Sultan Joan verschwand auch, wahrscheinlich weil er sich noch zeitgleich auf eine Partie Mensch-ärgere-Dich vorbereiten musste. Für ihn kam Sultan Sven.

Die Nordfront war hingegen komplizierter: Im Herbst 1903 hatte ich mich mental bereits für den englischen Premier Mr. Black, gespielt von Lukas, entschieden. Irgendwie war seine Argumentationsweise mir sympathischer als die von Marek. Ich hatte die Züge auch schon die Züge für einen Stab gegen Marek abgegeben, da sprach Anian, offenbar der wichtigste Verbündete von Mr. Black, dass GB die ganze Zeit von einem Großangriff auf meine Pillenfabrik sprach und dies nur im Geheimen tat. Ich glaubte Anian, dem Italiener. Lukas war mit seiner Eloquenz und britischer Beherrschtheit mir unheimlich, sodass ich die Züge in letzter Minute noch einmal änderte und diesmal die Zusagen des Deutschen, Marek, erfüllte. Mit Marek haben wir dann den GB erst einmal aus Skandinavien vertrieben, Mr. Black versuchte zwar immer noch einen Keil zwischen uns zu treiben, aber ich war froh, dass ich die Nordfront ruhig hatte, und im Süden Fortschritte machte.

Im Verlauf der Jahre boten sich Anian und Sven gleichermaßen als Verbündete an. Sie hatte sich untereinander überworfen, wobei ich nicht so ganz verstanden habe, woran dies lag, denn beide kommunizierten mit mir auf hohem Niveau, sodass ich eigentlich davon ausging, dass die beiden sich auch zusammen raufen können mussten, wenn ich meine pharmazeutische Firma weiter expandieren ließ..
Angesichts dieser Gefahr habe ich dann mir Kleinasien ganz unter den Nagel gerissen. Tat mir echt leid für Sultan Sven, der als Ersatzspieler in ziemlich aussichtsloser Situation wirklich gute Argumente vorbrachte, weshalb ich ihn nicht eliminieren sollte, aber die strategische Lage drängte mein Handeln einfach auf.

Im Norden kam Marek gut voran und vertraute mir ziemlich blind, dass ich im H 1908 seine gesamte Front unverteidigt mir vor den Füßen lag. Da Marek sich bisher mir gegenüber zwar als verlässlicher Verbündeter erwiesen hatte, er aber Mr. Black mehrfach tüchtig angelogen hatte, glaubte ich Lukas´ Beteuerungen, dass es ihm nur noch um die Vernichtung von Marek ging und er mir selbstlos zum Sieg verhelfen würde, wenn dabei eine Beteiligung von Marek ausgeschlossen wäre. Ich war mir der Gefahr meines Vorgehens bewusst, dass ich einen sicheren 2erDraw-Sieg (D+R) auf dass Spiel setzte, denn wenn ich Marek nun stabbe, dann sind die verbleibenden vier Nationen waren mir immer noch langfristig überlegen. Meine schwache Nordflotte gab dabei den Ausschlag. Hier musste ich unweigerlich unterliegen, während im Süden ich keine weiteren Fortschritte machen könnte.

Ich habe dann Lukas´ Beteuerungen geglaubt, und dabei auch Marek unterschätzt, dass er sich bei Lukas dann doch noch entschuldigte und die beiden noch einmal zusammen gerauft haben. Obwohl ich bereits in der Spitze 15 VZ besaß, ging es nun unweigerlich zurück. Auch Frontverkürzungen und Versuche, durch freiwillige Aderlässe noch einmal Verbündete zu gewinnen, waren nicht erfolgreich, Lukas, Marek und Anian signalisierten mir, dass sie an Ihrem Dreierdraw festhalten würden, weshalb ich aufgab.

Mich würde jetzt einmal die ehrliche Antwort interessieren, ob im H 1903 Lukas tatsächlich gegen meine Pillenfabrik gehetzt hat, oder ob dies eine Finte von Anian war, mich gegen GB aufzubringen.

Insgesamt eine Partie mit recht unterschiedlichen Charakteren, die in Ihrer Gesamtheit eine wirklich unterhaltsame Partie zustande gebracht haben.

Dank auch an Christian, der die Partie in gewohnter weise souverän leitete.

Auf ein Wiedersehen freut sich

Alexander Pontemkin (gespielt von Guido Linnenborn)

25.06.2008, 19:59 Uhr



81 | EoGHallo Leute nachdem die Partie vorbei ist wollte ich noch kurz eine EOG abgeben.

Die Partie an sich war teilweise sehr spannend, auch wenn meine Möglichkeiten sehr begrenzt waren.
Nach einen Bündniss mit Österreich und Erfolgen im Westen, sah es nach einen guten Partiestart aus.
Leider hatte Österreich aber vergessen seine Aufbauten abzugeben und somit brach mein Ostpartner in sich ein.
Zu meinen Glück patzte auch Frankreich und ermöglichte mir somit Landgewinne im Westen. Leider wuchs Russland im Osten so rasch und zermalmte Osmanien, dass ich meine Armeen aus dem Westen abziehen musste. Zum Glück wechselte England aufgrund der Schwäche Frankreichs auf meine Seite.
Meine Bemühungen Osmanien auf meine Seite gegen Russland zu ziehen scheiterten leider und führten sogar zum totalen Krieg zwischen Osmanien und Italien und der Unterstüzung Russlands durch Osmanien. Ab diesen Zeitpunkt war eine Expansion im Westen nicht mehr möglich und es ging nur noch darum den Untergang des westlichen Europas zu verhindern. Somit wurde das inzwischen sehr gute Bündniss zwischen England-Italien auf Deutschland erweitert. Deutschland stellte besonders anfangs einen sehr schweren Bündnisspartner dar, mit dem ich mir nicht vorstellen konnte, dass Spiel zu gewinnen, da das Vertrauen fehlte, besonders nach seinen Stab und seinen Zug nach gas. Wäre Lucas nicht gewesen so hätte Russland gewonnen. Er schaffte es Osmanien auf unsere Seite zu bringen, Russland dazu zu bringen D zu früh zu stabben und verhinderte, dass Marek und ich mir die Köpfe einschlaugen. Nun daher schreibe ich meinen Sieg im 3er Draw Lucas Diplomatie zu und weniger meinen militärischen Können.
Etwas was ich auch nicht verstehe ist, warum Russland als er vor den Toren Neapels und Rom stand und kurz vor dem Sieg, sich aus apu zurückgezogen hat. Wusste er, dass Osmanien ihn verraten würde? oder glaubte er ernsthaft, dass ich mit ihm in dieser Situation einen 2er-Draw probieren würde.
Nun insgesamt war es ganz interessant, auch wenn ich noch mehr Zeit neben meiner Arbeit gehabt hätte, vielleicht ein anderes Ende herbeigeführt hätte.
Vielleicht sieht man sich in einer anderen PArtie mal wieder.

Schöne Grüße,

Anian

22.06.2008, 17:27 Uhr



80 | H1911Hallo,
Das war sicherlich die unterhaltsamste Partie, die ich bisher bei Ludo gespielt habe.

Der Start war ausgezeichnet. Ich erhielt als Engländer 2 Aufbauten im H1901 und war der Überzeugung, dass ich zusammen mit Frankreich und Russland gegen Deutschland gehen würde. Leider lies sich der Franzose kurze Zeit später von ganzen 2 italienischen Einheiten überrennen.

Deswegen entschloss ich mich zum Stab an Frankreich und Russland im gleichen Spielzug. Der Stab an Frankreich war richtig, der an Russland mein schlimmster Fehler. Russland war dank eines unfähigen 1.Osmanen und eines Österreichers, der im H1901 seine Aufbauten vergessen hatte nur so über den Balkan gefegt und war in einer erstklassigen Position. Daher entschied ich mich StP mit einer Flotte zu nehmen. Ich bereute es sofort. Ich stand nun gegen Deutschland und das immernoch starke Russland alleine da.

Ich war froh als mit Guido ein neuer Herrscher nach Russland kam. Es stellte sich schnell heraus, dass Guido ein sehr fähiger Herrscher war und die Situation auf dem Balkan sehr gut ausnutzte. Im Norden drängte er mich zusammen mit Marek zurück. Das einzige, was mich noch am Leben hielt war, dass ich mit Anian Frankreich auseinander nahm.

Verzweifelt versuchte ich Marek gegen Russland zu treiben. Doch ich wurde 2 mal gestabt und konnte mich nur aufrecht halten, da Anian mir Spa überliess. In dieser Situation erklärten wir Guido enttäuscht von Marek zu sein und gegen ihn abzuschenken. Guido griff zu und stabte Marek, was gerade noch rechtzeitig eine Allianz gegen Russland hervorrief.

Im Mittelmeer konnten wir den neuen Sultan Sven überzeugen die Seiten zu wechseln. Er hatte bisher die ganze Zeit gegen uns mit Russland gespielt. Dies war ein wichtiger Schritt. Ich weiß nicht ob wir es ohne Svens Hilfe geschafft hätten.

Doch das Ding war noch lange nicht durch. In unsrer 4er-Allianz gab es sehr viele Unstimmigkeiten aus dem bisherigen Spielverlauf heraus. Marek gegen Anian, Anian gegen Sven und Marek gegen mich. Sie war immer kurz vorm zerbrechen, was auch an Guidos sehr geschickter Verhandlungsstrategie lag, welche jedoch Gott sei Dank nicht funktioniert hat.

Irgendwann hatten sich dann die Wogen geglättet und die Abstimmung verlief sehr gut. Guido verlor immer mehr an Boden. Zu diesem Zeitpunkt kam der 3er Draw-Antrag. Welche auch von allen unterzeichnet wurde.

Über den Draw bin ich sehr froh. Ein Bisschen leid tut es mir für Guido, denn er hat als Ersatzspieler sehr gut gespielt.

Zu den Mitspielern:
Es war eine sehr interessante Partie vor allem aufgrund der unterschiedlichen Charaktäre, die an ir teilnahmen und die alle sehr schreibaktiv waren.

Alter Osmane(Joan): Kein Kommentar!
Franzose(David): Kein Kommentar!
Österreicher(Pawel): Hat leider die Aufbauten vergessen.
Alter Russe(Thilo):Recht solide und konsequent bis zu seinem NMR.
Neuer Osmane(Sven):Harte Verhandlungsführung, aus schlechter Position heraus mit seinem Land noch spielentscheidend gewirkt. Alle Achtung!
Italiener(Anian): Eines der besten Bündnisse, die ich je gespielt habe. Sehr zuverlässige Abstimmung mit interessanten Ideen seiner Zeit. Auch Vz-Täusche innerhalb der Allianz. Dieses Bündnis hat mich lange durchs Spiel gerettet.
Deutscher(Marek):Zu Beginn hatten wir starke Probleme. Beide haben wir uns praktisch nie an unsere beiderseitigen Absprachen gehalten. Wenn ich richtig gezählt habe ich 2mal, Marek 4mal. Durch Guidos Stab kam er dann in unser Bündnis und das Verhältnis wurde gegen Ende immer besser.
Neuer Russe(Guido):Ein sehr starker Spieler. Trozdem er mein Gegner war immer ein sehr interessanter Gesprächspartner. Ich bedaure fast, dass nie eine richtige Allianz zwischen uns möglich war.

Spielleiter:
Ein besonderes Lob gebührt Christian, der die Partie sehr zuverlässig geführt hat. Ich weiß aus eigener Erfahrung wie schlechte Spielleiter eine Partie kaputt machen können. Daher weiß ich eine so tadellose Leistung sehr zu schätzen.

Ich würde mich freuen den einen oder anderen in einer Partie wieder zu treffen. Diese hat mir auf jeden Fall furchtbar viel Spaß gemacht.

Also bis zum nächsten Mal
Viele Grüße
Lucas

20.06.2008, 09:03 Uhr



79 | H1911Europa ist befriedet. Die Partie endet mit einem Draw zwischen Deutschland, Italien und England.

Großen Respekt an den Zaren, der, da Ersatzspieler, in Führung liegend dem Draw zugestimmt hat, noch dazu ohne VZ! Das trifft man nicht alle Tage.

Starkes Spiel, hat Spaß gemacht mit Euch, vielleicht sehen wir uns ein anderes Mal.

lg Christian

19.06.2008, 23:29 Uhr



78 | H1911Zürich.

Die Befehle des Herbstes 1911 sind ausgewertet.

Aufgrund der derzeitigen Lage in Europa sieht sich die Redaktion genötigt, den von Italien vorgeschlagenen Draw-Antrag auszuformulieren und zur Abstimmung zu stellen:

"Kapitulationsvertrag
Die verbliebenen Mächte Russland, Deutschland, Italien und England vereinbaren folgenden Vertrag:
Europa ist befriedet. Russland werden 0 Versorgungszentren, Deutschland 9, Italien 8 und England 7 Versorgungszentren zugesprochen. Damit endet die Partie unentschieden und die Siegpunkte werden zu gleichen Teilen unter Deutschland, Italien und England aufgeteilt. Russland erhält keine Punkte"

Stimmen alle verbliebenen Nationen in geheimer Abstimmung (Mail an mich) diesem Vertrag innerhalb 48 Stunden zu, wird er so umgesetzt.

Die Redaktion

18.06.2008, 16:57 Uhr

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