1318 - Standard C - beendet !

Partie beendet am 30.12.2014, Kapitualation Austria 17, Italien 17
Spielleitung: Thorsten Hartmann
 

Zürcher Allgemeine Tageblatt
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83 | 1908EOG Italien:

Ich hatte Diplomacy vor vielen Jahren mit nur drei Mitspielern in der 4er-Krücke gespielt und da geht es - wer das kennt - vor allem um taktisch gewiefte Züge, da praktisch immer zwei gegen zwei spielen und wenig dazwischen zu verhandeln ist. Nun, das durfte ich hier ganz anders kennenlernen: Mit nur drei Einheiten zu Beginn und sechs Mitspielern geht es wirklich um "Diplomacy". Die ist mir in einem Punkt auch gelungen: Trotz der üblichen Feindschaft zwischen I und ÖU ein Vertrauensverhältnis aufzubauen und dieses mit stets sehr konkreten Abmachungen und einem offenen Austausch bis zuletzt aufrecht zu halten.

Die Allianz war - weil so ungewöhnlich - von Anfang an mein Ziel, aber die Umstände halfen nach: Der Erstkontakt mit F hat irgendwie nicht geklappt, es folgte kein einziges weiteres Mail. D zeigte sich der ÖU-I-Freundschaft nicht abgeneigt. OR war im Kommunikationsverhalten nicht ernst zu nehmen. ÖU hingegen brillierte in Umgang, Taktik und Strategie. Hut ab, da kommt ein starker Spieler auf Ludomaniac zu!

Taktisch durfte ich einmal gegen F aufwarten, als ich seine Armee nach MAR zurückmarschieren ließ, danach habe ich die eine oder andere Chance versäumt, an dieser Front selbstständig durchzubrechen. Eine etwas eingerostete Spielweise verbunden mit zu wenig Engagement aufgrund paralleler privater Ereignisse machten mich schnell zum Junior-Partner in der Allianz mit D und ÖU.

Der deutsche Stab an ÖU zu einer Zeit, als ich dann doch schon etwas weiter gekommen war, hat mich diplomatisch wieder aufgewertet. Interessanterweise wurde ich von D nicht so umgarnt, wie ich das erwartet hätte. Ja, die Zugfolge war von D gut gemacht, aber ohne starke Verbündete geht halt wenig. Und diesen Verbündeten hat ÖU aktiv gesucht und gefunden.

Dass keine Stalemate-Line zustande kam ist unter anderem meinem einzigen diplomatischen Winkelzug in der Partie geschuldet, nämlich E - trotz diplomatischer Verstimmung von Anfang an - noch ein wenig bei der Stange zu halten, um dann erst recht seine Gewinne in F wegzunehmen. Nichts für ungut, Marc, aber irgendwo mussten meine Flotten ja hin ;-)

Nach den Durchbrüchen in Ost und West war das Spiel nur noch Formsache, die verbleibenden diplomatischen Aktionen (mit R und E) hat ÖU ganz im Sinn der Allianz übernommen. Ja, das Solo steht im nominellen Wert ganz oben, aber ich finde, dass ein 2er-Draw - gerade dieser beiden Nationen - diplomatisch einen viel höheren Stellenwert hat. Ich habe soeben ein Glaserl Sekt darauf erhoben :-)

Danke an alle fürs Mitspielen!

30.12.2014, 20:44 Uhr, Verfasser: Italien



82 | 1908EOG Austria:

Dies war meine erste Diplomacy Partie ueberhaupt und ich hatte ein unheimliches Glueck in vielerlei Hinsicht. Meine erste Mail hatte ich an Italien geschrieben, da ich ueber den schlechten Ruf meiner zugelosten Nation und den Grund - die Grenze von Trieste und Venedig – gelesen hatte. Dies war der fuer mich spielentscheidene Volltreffer, da wir uns von Anfang an sehr gut verstanden haben und auch mein Mangel an Spielerfahrung verziehen wurde. So blieb mir viel Zeit und ein freier Ruecken, waehrend der Startphase Regeln zu lesen und abgeschlossene Partien auf dem ausgezeichneten Tool von Christian zu studieren. Der naechste glueckliche Zufall war die fuer die Ostmaechte verheerende Kombination aus Eroeffnungszuegen – Tuerke und Russe griffen sich an und ich hatte es auf den Russen abgesehen, waehrend sich der Tuerke selbst diplomatisch ins Abseits manoevrierte. Und zuletzt waren Italien und Oesterreich im Glueck, dass ihr gewiefter und sehr erfolgreicher deutscher Dreibundpartner, statt den langweiligen und garantierten Dreierdraw abzuarbeiten, einen extrem riskanten und mutigen Stab probiert hat, der sehr viel Wuerze und Spass in die Partie gebracht hat. Neben der hervorragenden Spielleitung von Thorsten also hiermit mein herzliches Dankeschoen an Christian, fuer die Moeglichkeit, abgeschlossene und aktuelle Partien so uebersichtlich und attraktiv verfolgen zu koennen; Italien fuer die Freundschaft, den Beistand und die Ratschlaege; und Deutschland fuer die anspruchsvolle Herausforderung!

Aber zurueck zum Spielverlauf. Wie erwaehnt bildete sich frueh ein Central Triple um ein entmilitarisiertes Tirol, das insbesondere von Deutschland und mir schnell genutzt wurde. Ohne Druck aus dem Osten gelang es dem Kaiserreich, in lockerer Allianz mit England von Burgund bis St Peterburg zu expandieren, waehrend ich eine sehr eigenartige Beziehung mit Russland unterhielt, ich der Aggressor und gleichzeitig Partner, da mit dem osmanischen Reich diplomatisch einfach nicht zu rechnen war. Ich haette Deutschland gerne aktiver im Westen gesehen, da es im Osten sehr rund lief und Italien Hilfe brauchte, bei Marseille durchzubrechen. Der Kaiser war aber –wohl zurecht- um meine Armeen besorgt, sollte das osmanische Reich vollstaendig fallen, und kam “in Freundschaft” dichter und dichter. Ein gut abgepasster, 2 VZ – Stab an England etablierte Deutschland dann als staerkste Grossmacht und wir fingen an, uns diplomatisch skeptischer zu sehen, auch wenn der besonnene Dritte im Bunde, Italien, uns gut zusammenhielt. Trotz dieser steigenden Spannung war ich so frei, meine Zuege im Osten mit den Partnern zu teilen, was Deutschland die Chance fuer einen kleinen, fast unauffaelligen, aber enscheidenen Stab bieten sollte. Und so verlor ich im Herbst 1903 Sevastopol an den fast besiegten Tuerken, der Tirolvertrag wurde gekuendigt, Italien musste die folgenschwere aber moralisch richtige [und sicherlich fuer Konrad leichte! :-)] Entscheidung treffen, mit dem schwaecheren Nichtaggressor im Bund zusammenzustehen. Und obwohl der Cut von Support von aussen wie ein kleinerer Stab ausgesehen haben muss, brach danach die Hoelle los. Es war sicherlich allen Beteiligten klar, was diese strategisch gewaehlte Unterstuetzung meines Erzfeindes zum kritischen Zeitpunkt bedeutet hat. Die folgenden drei Runden waren mit Sicherheit die entscheidene und heisse Phase unseres “grossen Krieges”. Russland, England und sogar die stark dezimierte und politsch isolierte 3. Republik konnten gegen den “Aggressor” als Verbuendete gewonnen werden, das osmanische Reich war keine Hilfe, und als der Ueberraschungseffekt verpufft und der Ausbruchversuch gescheitert waren schon im Herbst, gab es noch viele spannende Gefechte und Manoever aber die Entscheidung war praktisch gefallen. Fuer Italien machte sich die richtige Entscheidung im kritischen Moment meines Erachtens dann mit der Eroberung von Muenchen bezahlt und danach fiel den koeniglichen Truppen (und vor allem Flotten!) Westeuropa wie eine Kette von Dominos zu Fuessen.

Ein Solosieg war fuer uns beide zuletzt keine Option, solange unser Buendnis zum Zweierdraw zu Ende gefuehert werden kann - und diese hochgradig spannende erste Partie haette m.E. alles andere als einen glorreichen und entspannten Zieleinlauf auch nicht verdient gehabt. Ich kann mir vorstellen, dass einige dies nicht verstehen werden – aber wir empfanden die knapp zwei Jahre dauernde entscheidene Schlacht als ein so kritisches Ereignis, dass null Punkte fuer den militaerischen Beitrag eines Partner in dieser Phase durch eine kleine Unachtsamkeit im Endspiel einfach pervers gewesen waere. Und jetzt bleibt uns die Motivation erhalten, in einer A- oder B-Partie unser erstes Solo zu holen!

30.12.2014, 17:10 Uhr, Verfasser: Österreich-Ungarn, geä. 30.12.2014, 17:51 Uhr



81 | H1908Hallo,

der nächste ZAT ist am 30.12.2014 um 20:00h

Ich danke Dir, Marc, für die Teilnahme an der Partie.

Es liegt ein Draw Antrag eines Spielers vor:

Austria: 17
Germany: 0
Italy: 17

Alle drei verbliebenen Spieler haben bis zum nächsten ZAT Zeit, ihre Stimme abzugeben. Keine Stimmabgabe zählt als "nein". Sobald alle Stimmen abgegeben wurden, also auch vor dem ZAT, wird das Ergebnis des Antrages bekannt gegeben.

Gruß Thorsten

27.12.2014, 20:09 Uhr



80 | F1908Hallo Zusammen,

wegen den Feiertagen ist der nächste ZAT am 27.12.2014 um 20:00h.

Wenn ich einen Fehler in der Auswertung habe, teilt es mir bitte mit.

Ich wünsche Euch ein fröhliches Weihnachtsfest.

Gruß
Thorsten

23.12.2014, 21:01 Uhr



79 | H1907Hallo Zusammen,

ich danke Dir, Frank, für das Einspringen und Deine Führung des russischen Reiches.

der nächste ZAT ist am 23.12.2014 um 20:00h.

Wenn ich einen Fehler in der Auswertung habe, teilt es mir bitte mit.

Gruß
Thorsten

20.12.2014, 10:52 Uhr

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