1368 - Standard A - beendet !

Partie beendet am 22.08.2019,
Spielleitung: Steffen Naß
 

Zürcher Allgemeine Tageblatt
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60 | EOG Italien

Mein Spiel war ängstlich. Irgendwie hatte ich die Idee, es gab ein Bündnis R-OR und ich habe sofort versucht, ÖU, D und I dagegen zu vereinen.

Irgendwie habe ich versucht, Verteidigungslinien aufzubauen, aber mein grosser Fehler war der Angriff auf Frankreich.

Naja... dumm gelaufen. Nächstes mal besser.

Glückwunsch an Matthes, danke fürs Spiel und ein Hoch dem Spielleiter.

LG,

Erik

23.08.2019, 22:22 Uhr
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59 | ÖsterreichMoin,

erstmal herzlichen Glückwunsch an D. Dem Spielverlauf zu Folge, und der Tatsache geschuldet, dass mein 2er Draw (D/E) abgelehnt wurde, habe ich den Stabb erwartet.

Schön auch zu lesen, wie unterschiedlich doch Wahrnehmungen sein können. Also das Spiel mal aus meiner Sicht:

Zu allererst, ich mag Ö/U so gar nicht. Neben Russland immer die beiden letzten Optionen bei miner Länderauswahl. Aber ich hatte eine lange Pause und wollte frisch Ö/U mal wieder eine Chance geben. Es sei gesagt, dass so eine richtige Liebe nicht aufkeimen will.

Meine Situation:

Interessanter Austausch mit E, direkt ein D/I/Ö Bündnis Angebot von D, Keine Reaktion von T und F, grundsätzlich unterschiedliche Haltung zu Absprachen von R, 2 Zeilen von I.

Mit Deutschland und England war der Kontakt die meiste Zeit des Spiels über vorhanden. Leider hatte ich unter der Woche nicht so viel Zeit, wie ich eigentlich brauche. Ich schreibe meist eher viel und prüfe gern unterschiedliche Optionen. Dies war mit selten möglich, so dass die Absprachen meist überhastet und kurzfristig waren.

Die Kommunikation mit I war leider das ganze Spiel über sehr schmallippig. Das mag auch der Zeit bei ihm geschuldet sein, war aber für eine konkrete Absprache zwischen uns dadurch hinderlich.

Im Osten tat sich folgendes: R schrieb, was wir machen sollten, was auch grundsätzlich wie eine Forderung formuliert war. Eine Eigenart die ich nicht unbedingt sympathisch in diesem Spiel finde. Erster Zug und R tat was anderes als er geschrieben hatte. Das lief auch einen weiteren Zug so, so dass sich für mich ein Jugger herauskristallisierte. T sprach nämlich nach wie vor nicht mit mir, und daher ging ich davon aus, das R nur meine Züge dahin gehend gestalten wollte, damit R/I es leichter hätten. Eine Art zu spielen die mir nicht wirklich gefällt. Ich suche die Entscheidung eher strategisch auf der Karte, als mit Intrigen/Lügen oder wie man das auch nennt. Zwischendurch meldete sich auch F, aber nur um um Hilfe zu bitten. Da ich mit E/D fast ausschließlich sinnvollen Kontakt hatte, und ich es als meine Aufgabe sah den Jugger aufzuhalten, gab es aber keinen Grund zu helfen. Die mangelnde Kommunikation mit I sorgte leider dafür, dass ich nicht so offensiv agieren konnte, wie ich gerne wollte.

Dann kam meine arbeitsintensivste Phase, in der ich wirklich wenig kommunizierte. Und auch wenn ich D das Bündnis mit R übel nehme..:)...ich habe den Stabb erwartet und konnte ihn auch verstehen. T meldete sich dann doch plötzlich, so dass wir einige Züge gemeinsam angingen, aber im Endeffekt nur um R zu behindern. Ich bin dann meist sehr pragmatisch zum Ende hin, es gab für D und E keine Grund etwas "Überraschendes" mit mir zu vereinbaren, und betteln, nur um nach einem ungeliebten Gegner das Spielfeld zu verlassen, ist nicht meine Art.

Das Spiel ist an mangelnder und im Ton falscher Kommunikation verloren gegangen. Frühzeitigere Kommunikation zwischen mir und T hätten dieses Spiel vielleicht spannender gemacht.

Nochmal Gratulation an D, auch an E für eine sehr gute Partie, ich freu mich auf das nächste Mal. Aber definitiv als Spieler eines anderen Landes.

23.08.2019, 18:57 Uhr



58 | EOG RusslandZunächst einmal auch von mir einen herzlichen Dank für die souveräne Spielleitung und Glückwunsch an Matthes zum Sieg!

Aus meiner Sicht war das eine Partie der eher unerfreulichen Art, was offen gesagt an einem Großteil meiner Mitspieler lag.
Es ist meiner Erfahrung nach normal, dass es bei jeder Partie einen Totalausfall gibt; hier waren es aber gleich mehrere auf ganz unterschiedlichen Ebenen.

Zunächst einmal Frankreich als eigentlich natürlicher Bündnispartner Russlands, der auf meine Eröffnungsmail gar nicht reagiert und sich Verhandlungen völlig verweigert hat. Ich frage mich, warum man sich überhaupt zu einer Partie anmeldet, wenn man nicht einmal zu Beginn bereit ist, mit allen Spielern Verhandlungen zu führen. Dafür war er nach seinem Ausscheiden gleich der erste, der sich zu einer neuen Partie angemeldet hat. Viel Spaß seinen Mitspielern in spe!

Dann der Türke, der munter an alle möglichen Leute Mails weitergeleitet und gleich zu Beginn einen Juggernaut herausposaunt hat. Die Kriegserklärung an Deutschland wegen Schweden war dann eigentlich nur das Highlight. Diese Art „Diplomatie“ ist gar nicht die meine, so dass ich eher widerwillig mit ihm zusammengearbeitet habe. Andere Möglichkeiten hatte ich im Südosten aber nicht, und damit komme ich zu Österreich.

Der Österreicher weigerte sich gleich zu Beginn, irgendwelche Absprachen mit mir über GAL zu treffen, weil man das als Österreicher ja nicht tun könne. Warum, das so sein soll, bleibt wohl sein persönliches Geheimnis. Trotzdem habe ich ihn die ersten Züge nie hintergangen, auch wenn die ein oder andere Mail zugegebenermaßen relativ (!) kurzfristig war.

Dafür bekam ich gleich zu Beginn eine Mail aus Rom, die mir im Fall eines Angriffs auf Österreich drohte. Den hatte ich aber zu diesem Zeitpunkt weder vorgeschlagen noch im Sinn, so dass für mich klar war, dass ich es mit einem italienisch-österreichischen Bündnis zu tun hatte. Auch das wiederum ein Grund, mich nolens volens auf den Sultan einzulassen.

Soweit die Ausgangslage.

Dazu kamen zwei Faktoren, die ich in dieser Geballtheit auch noch nicht erlebt habe: die Hysterie wegen eines vermeintlich unumstößlichen Juggernauts (und zwar gleich von Beginn der Partie an, als ja noch gar nichts fix war) und die Hysterie wegen meiner angeblich so großen Erfahrung. Na ja... .

Das alles war dann ziemlich schnell ein Teufelskreis, aus dem ich nicht mehr herauskommen sollte.

Dazu kam noch als drittes, dass Deutschland und England eng zusammenarbeiteten und ebenfalls einen festen Juggernaut vermuteten, was dann zum Angriff auf mich führte. Anders als vom Türken behauptet, hätte mich dieses Bündnis langsam aber sicher aufgerollt, da ja auch Österreich und Italien gegen uns spielten. Das lehrte ein nüchterner Blick auf die Karte. Zudem kamen wir auch gegen Österreich und Italien nicht voran.

Dass ich den Türken gestabbt habe, statt ihn auf diese problematische Situation offen hinzuweisen, war letztlich ein Fehler, da ich ihn und seine Reaktion falsch einschätze. Dass ich damit aber die Bedingungen sowohl von Deutschland als auch von Italien und Österreich erfüllt hatte, um ihre Politik mir gegenüber zu ändern, schien mir wichtiger. Denn Deutschland wollte nach Ende der Zusammenarbeit gegen England ziehen, Italien und Österreich gegen Deutschland/ England und natürlich auch gegen den Türken. Es schien mir auch immer eine Option, mit dem Türken gemeinsam Österreich und Italien in den Rücken zu fallen, wenn diese sich erst einmal gegen GB und D gewendet haben würden. Und diese Möglichkeit sollte sich kurze Zeit später wirklich bieten. Sie wurde aber durch den Trotz des Türken nicht ergriffen. Denn es kam alles ganz anders:

Für den Sultan war die Sache nach dem Stab gelaufen. Das Tischtuch sei zerschnitten und ähnliche Phrasen bekam ich zu hören. Und Österreich waren solche taktischen und strategischen Überlegungen völlig zuwider; schon mein Zug nach GAL war aus seiner Sicht der Point of no Return gewesen; er kam mir moralisierend statt einen nüchternen Blick auf die Karte zu werfen. Italien sagte gar nichts mehr.

So wandten sich alle drei gegen mich und öffneten England und Deutschland den Weg zum Draw. Das bestmögliche Ergebnis war für mich, mich in dieses Bündnis als Juniorpartner einzuklinken unter der Zustimmung, an dem Draw am Ende nicht mehr beteiligt zu sein.

Die Verteidigung von Österreich, Italien und der Türkei war dann wirklich konfus, unkoordiniert und schwach. Den Sultan rettete nur seine Randlage und die letzte Entwicklung.

Denn dass es zu keinem Draw kam, ist eine andere Geschichte, und ich habe Deutschland nach seinem Stab gesagt, was ich davon nach dem Verlauf dieser Partie halte. Aber das muss dann jeder selbst entscheiden. Klar: Letztlich ist das Ziel des Spiels ja das Solo.

Insgesamt gesehen, war mir die Zugangsweise aller Spieler außer England und Deutschland zu diesem Spiel fremd. Meine Vorstellung von Diplomacy ist nicht, im F01 sich einen Partner herauszusuchen und dann an dessen Seite gemütlich in den Sieg zu shippern oder in den Untergang zu gleiten, auch nicht, munter E-Mails weiterzuleiten, gar nicht zu verhandeln oder gleich beleidigt zu sein, wenn eine Absprache mal nicht eingehalten wird. Das wäre dann wirklich ein langweiliges Brettspiel... . Das Interessante an Diplomacy ist doch gerade die Dynamik. Ich kann den betroffenen Mitspielern nur raten, mal auf die Chilloutcon oder auf ähnliches zu gehen. Da geht es hin und her, ohne dass das zu moralisierenden Belehrungen und zu einem trotzigen „Mit Dir spiele ich nicht mehr“ führt.
Summa summarum: Eine Partie, die nicht wirklich Lust auf mehr macht. Und doch werde ich mich wohl bald wieder ins Getümmel stürzen... hoffentlich dann in einer erfreulicheren Konstellation.

23.08.2019, 17:09 Uhr



57 | Osmanisches Reich:

Von Anfang an habe ich dem Russen gegenüber die Karten auf den Tisch gelegt und sofort die Streitigkeit Bla aus der Welt geschafft, als ich ihn reinziehen ließ und somit ihm bewies , dass mir das Ostbündnis wichtig ist und ich es durchziehen will. Am Anfang klappte alles recht gut und ich hatte schnell zwei Flotten Richtung Italien positioniert. Dann kam der Deutsche mit dem Briten und Russland merkte , dass er im Norden Probleme hate StPetersburg zu halten, also nahm er eines meiner Heimatvzs um oben eine zusätzliche Kraft aufbauen zu können, da dies an meiner Position nichts geändert hat.
Dieses eine VZ half nicht dabei Petersburg halten zu können und so sagte ich ihm , dass die da oben nur StP. einnehmen können, mehr nicht. Durch mein VZ sei er gesichert, solange wir das Bündnis aufrecht bewahren.
In der Mitte entstand ein Ö-U-Italien Bündnis, dass Angst vor dem Ost- UND Westbündnis hatte. Es kam der Tag an dem der Russe mich hintergang. Er dachte nur an sich selbst und nahm mir ein 2. Heimat-VZ. Das Bündnis und die einzigste Chance an diesem Brett etwas zu erreichen war gebrochen.
In Rom und Wien war man erleichtert, da ich nun zwangsläufig kooperationsbereit war und meine Flotten in der Heimat kämpfen mussten, um den Russen zu vertreiben. Italien versuchte sich gegen England zu verteidigen, jedoch erfolgslos. Dank der Hilfe von Österreich war ich wieder stark genug das Osmanische Reich und später Sevastopol zurückzuerobern. Russland wollte zwar wieder eine Kooperation, Konstantinopel war nicht mehr bereit dafür.
Für eine Flottenverteidigung gegen die westliche Übermacht war es zu spät.

Ich belege somit einen dankbaren 3. Platz und ja ich ärgere mich, dass der Russe zu jeder Sekunde nicht gezögert hat seinen aktuellen Bündnispartner auszunutzen damit er gut wegkommt.
Ost gegen West wäre durch das planlose Vorgehen Italiens durchaus möglich gewesen...

Ich gratuliere dem Solosieger aus Deutschland für eine sehr durchdachte Partie!! Ja und auch England hat sich gut geschlagen und belegt einen fantastischen 2. Platz!

Ich wünsche euch alles gute, hat Spaß gemacht!
Ein paar Worte zur Spielleitung: Danke für alles. Es war sehr angenehm!

Osmanisches Reich - Unabhängig bis Kriegsende!

23.08.2019, 14:30 Uhr, geä. 23.08.2019, 14:31 Uhr



56 | EOGBei Steffen habe ich mich bereits bedankt und auch Matthes zum Solo gratuliert. Ich möchte noch eine kleine Zusammenfassung der Partie aus britischer Sicht wiedergeben.

Ich habe schon lange kein Spiel mehr gemacht, weder im Netz, noch FTF.

Mit England bekam ich ein Land, welches ich schon seit ca. 35 Jahren (da war ca. meine erste Brettpartie) gerne spiele.

Die ersten Verhandlungspartner waren, geographisch schon logisch,Deutschland, Frankreich und Russland. Ich hatte von Anfang an das beste Verhältnis mit Deutschland. Mit Russland habe ich mich eigentlich nur geeinigt, dass wir uns nicht angreifen. Sehr geschickt vom deutschen Kaiser wurde ich immer vor dem Zaren gewarnt, da er ein sehr erfahrener Spieler sei.

Bei Frankreich möchte ich mich entschuldigen, dennn ich brach das Abkommen mit ihm, da ich mich für den Pakt mit Deutschland entschieden habe.

Die Idee eines 2er draw Deutschland/England gefiel mir sehr gut.

Ich hätte den 2er draw durch gezogen, obwohl ich dem deutschen Kaiser nicht gram bin, weil er mich stabbte. Na ja, zumindest nicht länger als eine halbe Stunde mich ärgerte.

Hier stellt sich die Frage nach dem Sinn des Spieles, wie es Deutschland in seiner Schluss Conclusio schrieb. Ist es das Solo? Muss/soll man auf das Solo spielen, wenn die Möglichkeit es bietet? Ich weiß nicht, ich würde sagen manchmal ja, manchmal nein. Ich habe schon Solo gewonnen und auch Bündnisse bis zum Ende gespielt.

In diesem Fall entschied sich Deutschland für das Solo und ich möchte ihn nochmals dafür gratulieren. Das kommt nicht sooft vor. Wahrscheinlich wurde seine Entscheidung noch bestärkt, dass ich zu unvorsichtig war. Manchmal fehlte mir auch die Zeit um vielleicht andere Pläne zu schmieden.

Im Endeffekt war es sehr schön wieder mal eine Diplo Partie zu spielen.

Ob mich wieder das Fieber gepackt hat, weiß ich noch nicht. Vielleicht spiele ich wieder im Herbst eine Partie und würde mich freuen, den einen oder anderen dann wieder zu sehen.

God save the king and good bye

23.08.2019, 13:08 Uhr

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