1381 - Standard A - beendet !

Partie beendet am 13.11.2020 (F1904), Draw (7er)
Spielleitung: Timo Schwiersch
 

Zürcher Allgemeine Tageblatt
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217 | EOG-Kommentar von Joachim, den ich hier in seinem Namen poste:

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Ich verstehe die Gedanken von Silly zu meinem Ausstieg vollkommen! Von außen betrachtet sieht es tatsächlich so aus, als ob ich leichten Herzens die Partie 1381 an den Nagel gehängt habe. Das allerdings ist ein Irrtum, wie auch die persönlichen Gespräche am Telefon mit Martin beweisen.

Ich war ziemlich verzweifelt, weil ich nur unter Schmerzen die Tastatur bedienen bzw. das Tablet nutzen konnte. Eine Zeitlang musste ich daher textlich extrem kurz schreiben, bis es dann überhaupt nicht mehr funktionierte. Während des Aufenthalts in der Hautklinik in Bad Bentheim nahm ich daher intensiven Kontakt zu Martin auf. Seine Hilfe in der Zeit ist nicht mit Gold aufzuwiegen. Ich habe ihm die Probleme, die ich hatte, geschildert und er war sofort bereit, mir zur Seite zu stehen.
Schließlich war der Punkt erreicht, an dem nichts mehr gelingen wollte. Ich bat Martin - zudem war es mir merkwürdigerweise nicht möglich, in der Klinik per Tablet Nachrichten zu verschicken bzw. zu empfangen - die anderen Mitspieler zu informieren, dass ich aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr mitspielen kann.
In der Tat hatte ich das generell bzw. beide laufenden Partien damit gemeint, bezogen auf die 1380 und 1381. Keinesfalls hatte ich mir eine "Rosine", wie es Silly so schön formuliert hat, herausgepickt, indem ich die 1380 weiterspielte. Vielmehr hat mir Martin zugeredet, dass ich bitte wenigstens die Partie 1380 weiterspiele. Ganz einfach aus dem Grund, da praktisch nicht verhandelt wurde und extrem wenig Nachrichtenverkehr zwischen den Spielern lief. Ich konnte mich also darauf beschränken, nur die Züge abzugeben. Martin bot mir sogar an, dies telefonisch vorzunehmen.
Die 1381 zu verlassen, fiel mir unheimlich schwer. Es war die mit Abstand interessanteste Partie, bei der ich bislang mitspielen durfte, ganz abgesehen von den Mitspielern, die ich durch die Bank sehr schätzen gelernt habe. Matthes kannte ich schon von meiner Einsteigerpartie. Ein eloquenter und scharfsinniger Geist. Das pure Vergnügen, mit ihm in einer Partie zu sein. Martin als Spielleiter aus der 1380 wurde mein Vertrauter in der Partie 1381 mit vielen interessanten und lehrreichen Hinweisen, mit Fragen nach dem warum, wieso und weshalb, die allesamt kompetent beantwortet und weitergesponnen wurden. Attila war für mich neu als Mitspieler und es entstand ein reger, hochinteressanter Austausch über die verschiedensten Themen, was ebenfalls für Silly Gültigkeit hat. Danke euch allen nochmals für dieses wirklich spannende und interessante Spiel. Es ist mir wirklich unglaublich schwer gefallen, aus der Partie auszusteigen. Aber es wäre euch nicht gerecht geworden, wenn ich nur mit halber Intensität an dem Spiel weiter mitgewirkt hätte. Und das wäre in höchstem Maße euch gegenüber unfair gewesen!

Ich hoffe, durch meine Zeilen ein wenig Licht ins Dunkel gebracht zu haben und freue mich über jeden, dem ich in Zukunft in einer Partie Dippy begegnen werde!

22.11.2020, 03:36 Uhr, Verfasser: Schweiz
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216 | EoG von Russland

Ja, das war eine Partie, wie ich sie auch noch nicht erlebt hatte. Danke, dass ich als Ersatz fuer Russland einsteigen durfte. Grosse Namen waren an Bord, Stefan kannte ich persoenlich aus meinen ersten Hannover-Gleisdreieck-Treffen so ca ab 2006, andere aus der Post.

Von Beginn an war ich herausgefordert. Derart viel Presse, und ich wurde auch noch aufgefordert, alles zu lesen. Vieles natuerlich nicht verstanden. Das mit dem Kapitulationsvertrag bewog mich, dem Spielleiter die Frage zu stellen, ob es hier Sonderregeln gaebe, die in der Presse verborgen seien...)

Die Presse war einzigartig.

Russland stand denkbar unguenstig da. Von Oesterreich umzingelt, die tuerkische Flotte im Schwarzen Meer, im Norden nur Feinde. Es gab eigentlich keine Verbuendete. Ausser Oesterreich.

Gerne haette ich das erwaehnte Buendnis mit Martin weitergefuehrt, aber nun kommen wir auch gleich zum Punkt: die Kommunikation. Martin gab mir in seinen strikten Mails zu verstehen, dass er nicht viel von mir hielt. Er fuehrte die juengste Vergangenheit in einem anderen Spiel an und manches mehr. Und er versprach, das Buendnis weiterzufuehren, aber es klang mehr eine Duldung (oder Ausweglosigkeit) heraus. So konnte ich ihm nicht wirklich vertrauen.

Ich war ziemlich ratlos, und da war der Dialog mit Silly deutlich entspannter und besser, obwohl er mich letztlich auch bedrohte. Dann sah ich noch Stefan so herausragend stehen, dass ich zunaechst von einem bevorstehenden Stabb ausging. Doch seine auf Harmonie und Gleichgewicht zielende Art zu Schreiben liess mich etwas enttaeuscht stehen.

Buchstaeblich in letzter Minute warf ich an Silly die Frage auf, ob wir nicht gemeinsame Sache machen. Der wollte das nur im Einvernehmen mit Stefan. Und eine Minute spaeter kam das Einvernehmen! Ich glaubte zunaechst, das war ein weiterer Bluff. Doch da ich das Risiko liebe, zog ich entsprechend und bestaetigte alles. Das ging dann auch auf, und die Kommunikation mit Martin wurde noch schwieriger.

Der Rest ist Geschichte. Matthes zog im Einklang mit England und Frankreich, und so blieb uns nur dieser Viererpakt und das Ziel eines 7erDraw. Um ehrlich zu sein waere das nicht das Ziel gewesen, in die Partie einzusteigen. Doch da Russland nach wie vor wenig stabil und, wegen der Flotten im Sueden, kaum Aussicht auf eine Strategie hatte, willigte ich ein und verhielt mich auch entsprechend.

Ich mag „Anweisungen“ bzw „Befehle“ nicht, ausser wenn ich Sie selbst gebe, aber dann sind sie ja von mir. So mochte ich auch das dirigistische nicht in unseren Absprachen. Doch da die Erwartungen stets bestaetigt wurden, konnte ich diese nicht weiter kritisieren.

Schade, dass das Spiel so geendet hat. Ich sage das, weil ich die Presse so ausserordentlich schaetze und gerne, bei einem Zerbrechen des WT, weitergespielt haette.

Um so mehr hat es mir die Presse angetan, auch weil ich selbst gern schreibe (und damit Dippy auch gerne neu aufstellen wuerde). Doch wie steigt man in die Presse ein, wenn sie von zwei Geschichten und wenigen Figuren bestimmt wird? Man mischt weitere dazu.

Offiziell eingefuehrt wurde ich in 116. Mit 125 stieg ich ein, wollte provozieren. Ist aber ein Schuss in den Ofen gewesen. Das Spieglein-Bild dominierte. Also habe ich in 137 dann den Hohlspiegel und Silly-Con eingebracht. Die Idee mit den Spiegelproduzenten in 146 fand ich gut. Daher habe ich die Story mit den Army-Shops und dem Bedarf von Italien aufgebaut. Dann habe ich in 150 mich selbst in eine Anstalt einliefern lassen wegen der Kriegserklaerung von Matthes, die gegenstandslos war (jedenfalls zum damaligen Zeitpunkt). Sodann wollte ich mit Kitty in 163 eine neue Figur fuer Russland einfuehren. Das fuehrte immerhin zu Olga in 169. Ich versuchte es mit Chantal fuer Frankreich in 170. Ich wollte Pfloecke einschlagen, zwischen denen ich dann eine story aufbauen koennte.
Das grauenhafte Gedicht von Matthes in 174 konnte ich mit der Frankfurter Buchmesse in 176 bekaempfen, womit ich eigentlich auch das Triple sprengen wollte. Ging aber nicht. Dann versuchte ich es in 177 mit dem Schweizer Geheimdienst fuer die Spiegel-Story. In 178 fuehrte ich den Grafen Vronski ein, und hoffte, Attila aufzubringen, doch niemand schnallte die Figuren aus Anna Karenina…
In 189 brachte ich dann das Rotschoepfchen ins Spiel, auf Matthes bezogen. Keiner beantwortete die Frage, wer der Jaeger sei, der Rotschoepfchen rettete. Russland war es jedenfalls nicht, so die 190-193. Immerhin gab es Dank von Matthes in 192. Und dann wurde StP ja auch besetzt…
196 war dann noch ein Versuch, das Maerchen im Mathias-Richling-Stil abzufassen, dessen Maerchenkunst mich seinerzeit wirklich begeistert hatte (Information: im sueddeutschen Raum bekannt, in SWR kommt gelegentlich seine Show, ist aber leider abgenutzt als Onemanshow mit den ewigen Provinzfuersten Kretschmer/Strobl ).
Als der Fanta-Reigen immer weiter ging, und ich auch beruflich viel zu tun hatte, hatte ich nicht mehr genug Energie fuer Kreatives..

Doch zusammenfassend war dies eine der besten Partien, die ich erleben konnte. Die Mischung aus Presse und privaten Mails sind das, was Spiel ausmacht.

Danke an alle und insbesondere an den Spielleiter.
Christian




15.11.2020, 13:27 Uhr, Verfasser: Russisches Reich



215 | Ich bin in letzter Zeit sehr viel auf Plattformen unterwegs gewesen, auf denen die ZATs in 24 Stunden auf einen zukommen. Das kann schon mal viel Spaß machen, aber auf der anderen Seite fehlt genau das, was wir hier in dieser Runde erlebt haben. Paranoia durch viel zu viele Nachrichten, Offtopic Kommunikation im Forum und eine gewisse Entspanntheit bei der Zugabgabe.

Ich bedanke mich v.a. für die öffentliche Unterhaltungen in dieser Runde. Selten so viel Spaß gehabt. Ich glaube, dass wir in dieser Konstellation aber auch perfekt zusammengepasst haben. Sehr viel Kompetenz am Brett, niemand spielt die beleidigte Leberwurst (außer als taktisches Mittel) und einfach äußerst kommunikativ und aus Freude am Spaß dabei. Danke!!!

Nun zur Partie selbst.

Ich kenne Stefan sehr gut. Er hat mich eigentlich zu Dippy gebracht. Als ich Ende 2003 zufällig auf Ludo gelandet bin und sehr lange keine Partien wegen der Weihnachtszeit begonnen haben, hat er mich mit 2-3 anderen Spielern in die Geheimnisse des Spiel mit diesem sehr lustigen Live-Tool eingeführt. Wir hatten dann auch bei der einen oder anderen Gelegenheit die Chance FTF miteinander zuspielen. V.a. die Weltmeister in Berlin mit Edi Birsan ist mir noch gut in Erinnerung. Das waren Zeiten. Wir waren jung, schön und voller männlicher Energie :P

Silly kenne ich ebenfalls von Dippy, habe hier aber viel verschwommenere Erinnerungen, tja doch nicht mehr so jung, nur noch schön und männlich sei mal dahingestellt.

Ansonsten kannte ich nur Matthes als SL von einer kurz zuvor gespielten Partie. Seine ZAT-Kommentare fand ich da schon sehr gut. Aber was hier so kam, ist schon große Kunst. Hut ab und ich bin echt neidisch.

F:
Zu Hendrik habe ich sehr schnell einen sehr guten Draht gefunden. Das kann aber trügerisch sein. Hier sprechen nur die Züge eine unausweichliche Wahrheit, also musste man abwarten. Dennoch war mir nach H01 klar, dass ich das Spiel mit ihm beenden würde, sofern er mich nicht stabbt oder sich eine unausweichlich gute Gelegenheit bieten würde. Und letztendlich haben wir das Spiel ja auch zusammen beendet. Danke dafür ;)
Ich melde mich auch noch wegen der Programmierung von Dippy - versprochen!

E:
Da ich wusste, dass er als SL schon mächtig eloquent daherkam, war mir klar, dass er auch als Spieler ähnliche Leistungen vollbringen kann. Meine ersten Antworten von anderen Mitspielern am Brett haben meine Befürchtungen bestätigt, womit für mich klar war, dass er als erster vom Brett wegmuss. Daher war es auch gut, dass ich mich so früh auf Hendrik verlassen konnte.

Mein Rumgeheule vor H1901 mit dem sicheren Angriff auf mich, war auf meinen eigenen Mist gewachsen. Ich fand mich selber ein wenig eklig, aber ich musste die kleine verletzliche Queen spielen. Ich bin mir nicht sicher, ob ich damit wirklich Erfolg hatte :)

I:
Wie immer eine Ehre mit meinem Jedimeister am Tisch zu sitzen. Hoffe, ich bin weiterhin ein würdiger Padawan. Ich verspreche, dass ich in Zukunft nicht schleimen werde ;)
Dass Hendrik und ich Matthes letztendlich nicht angegriffen haben, hat mit I zu tun. Er ist und bleibt ein alter Hetzer. Aber das macht er immer mit Schirm, Charme und Melone ;) - Mist, jetzt ist die Schleimspur doch wieder da. Nicht mal einen einzigen Satz lang, habe ich mein Versprechen halten können. Ist das jetzt eine gute oder schlechte Eigenschaft für Dippy?

R:
Joachim und ich haben recht viel geschrieben. V.a. anfangs war mir nicht ganz klar, ob er ein alter Hase ist oder vielleicht doch einer ist, der etwas Unterstützung braucht. Irgendwie kam bei mir der gute Samariter durch und wir haben sehr viel über Verhandlungsstrategien und Zugideen geschrieben. Hat mir viel Spaß gemacht. Ich hoffe nur, dass er mich jetzt nicht als Oberlehrer in Erinnerung behält ;)

Mit Christian hatte ich ehrlich gesagt überhaupt keinen Kontakt. Hatte hauptsächlich mit meiner immer weniger werdenden Zeit und privaten Dingen zu tun. Zu diesem Zeitpunkt war aber auch schon klar, in welche Richtung das Spiel sich entwickelt. Daher bestand jetzt kein großer Bedarf. Vielleicht hätten wir dich zwar noch auf unsere Seite bringen können, aber das hat sich, soweit ich mich richtig erinnere, nach der Kommunikation mit D/F sich ziemlich schnell erledigt gehabt.

Ö:
Ja, wir hatten dann tatsächlich zu wenig Kontakt. Meine Befürchtung war, wenn ich ehrlich bin, dass Ö/D eine unzertrennliche Einheit ist und jegliche Kommunikation mit dir gleich bei Matthes landet. Und weil ich mich früh auf Hendrik eingelassen habe, wollte ich vermeiden zu viel Subtext zu schreiben.
Wir holen das aber nach!

T:
Wir hätten auch mehr verhandeln sollen. Wobei du von uns allen am Brett eher als der Philosoph bekannt bist. Du bist weise genug, nur dann zu reden, wenn es sich auch lohnt ;)

Was die öffentlichen Nachrichten betrifft, so kann ich mich auch nicht mehr erinnern, was alles von mir kam. Sicherlich die Antwort in Gedichtform (JWG), Queen Mum, Aishe und Olga und noch so mancher Schwachsinn, aber an die großartigen epischen Nachrichten von Matthes komme ich nicht ran.

Nochmal: hat extrem viel Spaß gemacht und ich bedanke mich bei allen. Auch natürlich bei Timo, der einen überragenden Job gemacht hat.

Gerne wieder!
Attila, Queen von England, Mater Europae.

14.11.2020, 10:54 Uhr, Verfasser: Großbritannien



214 | EOG FrankreichMeine letzte Partie ist knapp 4 Jahre her, ich spiele sehr gerne, aber sehr unregelmäßig. "Meinen" Stil habe ich auch noch nicht gefunden, sodass ich in jeder Partie gerne mal etwas neues ausprobiere. In dieser Partie kannte ich Matthes von meinem letzten Spiel (dort haben wir das Doppel bis zum Ende durchgezogen, obwohl die letzten 2 Züge ein 100% sicheres Solo für mich drin war) und Stefan vom Namen (der muss also gut sein!), den Rest nicht was wie ich nun weiß definitiv an mir liegt, eure Namen sollte jeder Diplomacy-Spieler kennen! Ich habe jedenfalls direkt zu Beginn jedem von Matthes und meinem Erfolg vor 3-4 Jahren erzählt, aber klar gemacht dass jetzt alles anders ist und dementsprechend offensiv eröffnet. Das war mit Matthes natürlich abgesprochen, genau wie Mun, was Stefan jedoch gleich durchschaut hat.

In der Kommunikation mit Stefan habe ich 2 Mal mit meinem Stil gebrochen, und dreise Drohungen und unverschämt hochnäsige Nachrichten verschickt, nur um hinterher einzuknicken und sich zu entschuldigen. Meine Hoffnung war, ihn so erst von Mun, und dann später in der Partie vom WT abzulenken. Hat leider nicht funktioniert, dafür ist er zu gut, aber ansonsten haben meine Mails wohl oftmals einen Nerv getroffen. Sorry nochmal ;-)

Ähnlich wie Stefan wollte ich mir zu Beginn alles offenhalten, und so habe ich den abgesprochenen Angriff auf Matthes genutzt, mich zusammen mit Attila gegen ihn zu verbünden. Ich war mir ziemlich sicher beide auf meiner Seite zu haben, und stand dann nach dem ersten Jahr mit +3 VZ super da.

Ich habe meine Optionen abgewogen und mich entschlossen, mit Attila zusammen Matthes vom Feld zu räumen. Unter anderem auch, da ich mich mit Martin super verstanden hatte und ihn gerne mit nach Deutschland geholt hätte. Sorry Matthes, zu dem Zeitpunkt ging der Angriff auf dich 100% auf meine Kappe, Stefan hatte nichts damit zu tun.

Aber dann... dann wurde es mir anscheinend zu viel. Stefan machte mich mit seinen vielen Mails verrückt, Matthes hat perfekt mitgemacht und ich war mir auf einmal sicher, dass Attila mich stabben würde (seine F ENG die ich dort stehen haben wollte machte mir plötzlich Angst). Die Chance hat Matthes genutzt und uns Dreien zum WT geraten. Hut ab, du wärst sonst weg gewesen, und das WT hast du so sicher gegen Stefan und die drei anderen eingeschworen, dass wir am Ende so ein dickes Bündnis hatten dass es auf einen 7er hinauslief!

Stefan schrieb in seinem EOG, dass die Spielverzögerung mit Schuld am WT war. Nein, wenn ich mich recht erinnere waren wir uns schon vorher einig, Matthes Mail war überzeugend genug und deine vielen Mails um uns (bzw. mich) paranoid zu machen *noch* erfolgreicher als du dachtest. Ich war mir sicher dass Stefan Martin stabbt, und ich habe ehrlich nicht damit gerechnet, dass Martin, Stefan, Silly und Joachim/Christian so schnel und so geschlossen zusammenfinden. Wahnsinn, da würde ich ja wirklich gerne eure berüchtigten 27 Mails vom Wochenende lesen!

Klarer Gewinner der Partie ist Matthes für mich, vom frühen Ausscheiden zum Draw, und noch dazu mit Ankündigung! Ich hatte eine Menge Spaß in dieser Partie, viele tolle private Mails und natürlich die ZAT. Und 'ne Menge gelernt, von jedem von euch. Vielen Dank für die tolle Runde, echt toll in einer so hochkarätigen Partie mitspielen zu dürfen!

Welche ZAT-Artikel von mir waren kriege ich ehrlich nicht mehr sicher zusammen. Viele die offenkundig von Frankreich waren stammen aus meiner Feder, aber nicht alle! Die Worte habe ich mir aber gerne in den Mund legen lassen ;-)

Viele Grüße
Hendrik

14.11.2020, 09:55 Uhr, Verfasser: Frankreich



213 | EOGTach zusammen,

was soll ich sagen. Hättet ihr den Kap-Vertrag direkt mal unterschrieben, dann wären wir jetzt nicht hier. Aber so ist es jetzt nunmal. ;)

Ich habe so eine Partie PBEM noch nicht erlebt. Was da in der ZAT los war. Das mit dem Kap-Vertrag war eine flixe Idee, einfach nur lustig und das dann eigentlich ALLE mit eingestiegen sind, ist echt super.
Ich hab Sissi abgeworben... Hiermit möchte ich sie nach Spielende auch gerne zurück geben.
Ist auch noch heile! Paar Gebrauchsspuren aber so ist das nunmal. ;)

Ein wenig schade fand ich, dass außer mir glaube ich, keiner seinen Namen unter die Artikel geschrieben hat. Da hätte ich noch Spaß dran gehabt.
Ich hab auch viele Komplimente für Beiträge bekommen, die nicht von mir waren, das war auch herrlich.
Am Ende hab ich die ZAT auch selber schleifen lassen - hatte auch weniger Zeit auf der Arbeit.

Vielen Dank außerdem an Timo fürs leiten. War sicher nicht so einfach, wg. Ersatzspieler und Verzögerungen und ich denke du hast das alles super gelöst. Danke nochmal.

Zur Partie:
Ich leg mal die Karten auf den Tisch. Viele von uns kannten uns schon vorher, für mich ist das kein Problem und ich muss sagen, ich habe in die Anmeldungen geguckt, gesehen wer da schon eingetragen ist und mir gedacht: Das wird geil! Meld dich an... und dann ging es auch schon los.

Deutschland war als Land für mich ok. Spiele ich eigentlich gerne, weil ich auch gerne viele Optionen habe.
Eingeleitet habe ich eine schöne Achse: Russland, Deutschland, Frankreich. Alle gegen den Briten. Das war unser Plan.
Fasziniert hat mich, dass Silly mit der Türkei darauf ziemlichen Einfluss hatte. Nur Indirekt natürlich.
Dadurch das er schwer unter Druck war und ich nicht wollte das Russland im Norden zu stark wird, habe ich trotz Zusage im Herbst Schweden gebounced. Das verlangte auch Attila... Naja... einen Freund weniger, einen mehr. Komplette Änderung wegen eines Bounce.

Hendrik hatte die Idee den München-Vertrags (ja Stefan, du hattest recht. Ja Attila, du hattest Recht), war komplett abgesprochen.
Ich wüsste nur gerne woher du Attila das Misstrauen her bezogen hast. Da bin ich nicht hinter gekommen.

Ich war auch wirklich von eine I/T überzeugt. Ich hätte 100€ drauf gewettet, dass du Stefan Österreich stabbst. Hast du ja auch fast H1902 oder?

Ich hab Attila gegenüber die Türe so weit geöffnet... ich glaube ich hatte schwer Glück das Attila mich nicht gestabbt hat. Wäre mein Untergang gewesen. Gut das du nicht auf Stefan gehört hast. Es wäre aber richtig gewesen. Ich spiele aber auch oft nicht so, Loyalität ist wichtig. Russland war nicht mehr auf unserer Seite, der Plan Attila anzugreifen war noch da aber irgendwie kleiner. Die meiste Zeit hatte ich dann mit Hendrik zu tun.

Dann kam irgendwann der Punkt, an dem ich nicht mehr wirklich weiter wusste. Ich konnte nichts mehr liefern und dann hat mir Stefan super in die Karten gespielt.
Stefan, du hast so viel geschrieben und geflüstert. Du hast Attila und Hendrik so schön gegeneinander und gegen mich ausgespielt. Chapeau!
Ich glaube, du hast es irgendwann übertrieben. Das habe ich genutzt. Ich habe Attila und Hendrik gezeigt, dass sie sich fast ausschließlich auf deine Mails stützen und vorgeschlagen uns nicht mehr gegeneinander ausspielen zu lassen und ein WT aufzubauen.

Das war wirklich mein letzter Strohhalm in der Partie zu bleiben - hat ja auch geklappt.
Das war die mit Abstand spannendste Auswertung.
Deine Züge aus F1902 waren auch deutlich Stefan und H1902 habe ich fast komplett richtig geraten. Ich hatte allerding A TYR - TRI geraten und ich wette dann wäre die Partie vielleicth auch noch mal vollkommen anders abgelaufen.

Von da an... 3 gegen 4. Der Rest ist klar. Die vier haben sich zusammengesetzt, wir drei haben uns zusammengesetzt. Jeder hat die Grenzen dicht gemacht. Stalemate und bekanntes Ergebnis. Das konnte man ja auch einfach durchrechnen.

Der Wechsel von Russland hat der Partie nicht gut getan. Ist aber bitte kein Vorwurf gegen dich Joachim, jeder wird mal krank. Besonders für Martin hat es mir leid getan. In unserer letzten Partie war es eigentlich genau dasselbe.
Es ist nie schön - aber manchmal macht man da nix.

Schön ist auch immer das Spiel mit Joachim, wir beide (ich weiß nicht ob ihr anderen auch) schreiben immer im Rollenspiel-Style. Das sind auch immer tolle Mails zu lesen.

In dem Sinne - wir sehen uns in einer neuen Partie sicher irgendwann mal wieder.
War mit Abstand die beste Partie seit langer Zeit und ein kleiner Lichtblick in 2020.

Schöne Grüße
Matthes

P.S. - Alles geschriebene ist meine Sicht der Dinge. Da mag so mancher einen eigenen Eindruck haben. Würde mich freuen weitere EOG zu lesen.

14.11.2020, 06:36 Uhr



212 | F 1904EoG Türkei

Hi Ho zusammen,

jetzt muss ich doch auch noch einmal die Feder ergreifen und einen EoG lancieren. Wer Lob und offene Kritik verträgt, liest einfach weiter, jeder andere ignoriert die folgenden Zeilen und denkt sich seinen Teil, denn auch ich bin nicht unfehlbar ;-)

Zunächst zur ZAT: meine Güte, was habt Ihr für Zeit investiert, das war ja irre! Ich habe nur ab und an mal was eingestreut - teilweise anonym und manchmal offiziell. Aber Euer Enthusiasmus ... mein lieber Scholli! Mein persönliches Highlight war der Fake-News Kommentar wegen meines Zugs CON S Joe Biden - grandios! Ich habe geschrieben vor Lachen!

Zum Spiel:
Mein Plan stand von Anfang an fest. Ich wollte etwas anderes als Standard eröffnen. Schwer genug als Türke, denn die Optionen sind dann alle gegen den Zaren gerichtet. Mit Joachim war schnell BLA als DMZ ausgehandelt (wundert mich noch immer, das das durchging) und dann war ARM auch folgerichtig. Mit I und Ö lief es höflich und distanziert, wie halt immer zu Beginn. Warum Stefan aber so sicher war, dass ich den ARM-Plan verfolgte, weiß ich nicht. Er hat da wohl zwischen den Zeilen gelesen und gleich geplaudert.

In F 1901 stand ich perfekt für einen Türken mit Angriff auf den Zaren. Aber ich hatte nicht mit zweierlei gerechnet:
a) wer als Türke so gut eröffnet, erzeugt ein derartiges Misstrauen bei 6 Nationen, das ist nicht mehr feierlich. Jeder warnt vor der "Zecke in der Ecke", die man nicht groß werden lassen darf, sonst gewinnt er ...
b) Österreich wollte einfach nicht auf den Zug aufspringen.

Letzteres verstehe ich, Martin, noch immer nicht. Muss damit zusammenhängen, dass Du auch Deinen Masterplan bis H 1901 hattest, den Du nicht verlassen wolltest. Und nur, weil ich Dich nicht eingeweiht hatte (wir kannten uns ja bis dahin nicht, daher war ich doch eher vorsichtig), heißt das ja nicht, dass Ö/T nicht super hätte laufen können! Hast Dich von Stefan ziemlich vor den Karren spannen lassen :-)

In H 1901 erklärte ich Joachim ausführlich, warum ich entgegen der Absprache gezogen hatte. Ich gab mir viel Mühe, aber die Antwort war - wie so häufig - nur ein Zweizeiler. Joachim: ich weiß, dass besondere Umstände vorlagen. Aber eine Erläuterung wäre gut gewesen - nicht selten machte der Satz von "wer nicht schreibt, soll halt No Press spielen" die Runde.

Die Kommunikation mit allen anderen Mitspielern lief glänzend. Italien und ich tauschten Dinge aus ... mein lieber Herr Gesangsverein! Und auch mit Martin lief das hervorragend. Trotzt aller Gegensätzlichkeiten am Brett.

Was sich in H 1901 andeutete, wurde in F 1902 zur bitteren Wahrheit: R/I/Ö spielen gegen mich und wollen mich vom Brett drängen. Zu diesem Zeitpunkt hätte ich um mich keinen Pfifferling mehr gegeben! Zwar versuchte ich, Joachim von einem Angriff auf Martin zu überzeugen ... zwecklos, siehe oben.

Stefan, Du hast mich mit der A TYR in den Wahnsinn getrieben. So etwas passives habe ich noch nicht erlebt. Für das Ergebnis war das gut, aber gerade in H1901/F1902 schlug ich meinen Kopf mehrfach aufs Keyboard! Wie oft habe ich den Stab herbeigeredet ... und Deine "Hektikaktion" kurz vor Schluss, ja, das war großes Kino, da war auch ich jetzt perplex!
Jedenfalls habe ich durch Deinen EoG Einblicke in Deine Strategien erhalten - na warte beim nächsten Mal!!! ;-)

Eher am Rande verfolgte ich - mangels Einflussmöglichkeiten - die Entwicklungen um D/F/R. Ich war schon sehr früh überzeugt, dass hier ein Zusammenspiel stattfindet. Aber die verschiedenen Ebenen (siehe EoG von Attila und Matthes) waren mir nicht klar. Ich konzentrierte mich auch eher aufs nackte Überleben. Und da versuchte ich alles in der Kommunikation mit Martin und Stefan. Und es bewahrheitet sich immer wieder, dass man am Ball bleiben muss, sehr oft gibt es eine zweite Chance.

Der Wendepunkt der Partie war dann - Surprise Surprise - der Ausstieg von Joachim. Und hier muss ich, es tut mir leid Joachim, deutliche Kritik loswerden. Du bist noch Mitspieler in 1380 und liegst da aktuell auf Rang 3, beim Ausstieg sogar glaube ich auf 2.
Dass Du hier Rosinenpickerei begehst nach dem Motto "ich weiß, dass ich aufhören sollte, ach, dann bleibe ich in 1380 drin und gebe die schlecht laufende Partie 1381 ab" stößt mir echt bitter auf. Entweder ist man raus, weil es gesundheitlich nicht geht oder spielt weiter. Argumente wie 1380 ist nicht so kommunikationsintensiv oder so verfangen da echt nicht. Hier halte ich es mit meiner Mutter, die immer gesagt hat: "Immer vorsichtig sein, ein bisschen schwanger geht halt nicht!"

Und dann stieg Christian ein. Lief die Partie für mich schon schlecht, so schenkte ich sie innerlich zu diesem Zeitpunkt ab. Mit Christian hatte ich in den vergangenen Jahren so meine Erfahrungen gesammelt, so dass ich nicht erfreut war. Und die letzten 2 Begegnungen bei NP liefen ja auch für mich ;-)
Und der Einstieg war dann wie erwartet holprig "zieh ab bitte" (aus BLA) ist nicht das, was ich lesen mag. Aber gut, harsche Kritik daran ausgesprochen und Mund abgewischt. Änderte nichts ... es kamen Ultimaten ("Das ist deine letzte Chance zur Vertrauensbildung." oder "Das gibt's nur einmal. Bitte schnell antworten."), die mich ratlos zurückließen. Christian, zwar haben wir uns am Ende doch zusammengerauft, aber der Weg dahin war steinig. Und wenn ich dann von Dir E-Mails anderer Spieler weitergeleitet bekomme, ruft das Ärger hervor. Tut mir leid, aber das geht gar nicht. Auch das habe ich dann klarstellen müssen.

Daher war diese Partie für mich in F 1903 an einem Punkt angelangt, an dem mir der Spaß fast vergangen war.

Doch dann sah ich die Chance, eine 4er Combo gegen das WET hinzudengeln. Und das haben wir dann sehr gut und diszipliniert aufs Brett geknallt! Dass wir das gehalten haben, erfüllt mich mit Stolz und ich habe sowas noch nicht gespielt. Daher Chapeau an alle anderen 3 für die Zusammenarbeit. Und hier hat mich Christian dann wieder überzeugt mit seinem Willen, das durchzuziehen und den taktischen Vorschlägen.

Natürlich habe ich mit Attila überlegt, ob er oder/und ich hier stabben und dann ein 5er Draw - sorry an Christian und Matthes - stehen soll. Aber um welchen Preis? Jeder von uns beiden hätte das eigene Bündnis verraten und nur, damit 2 Spieler weniger an dem Draw beteiligt sind? Nein, schließlich haben wir das auch beide nicht weiter verfolgt.

Hendrik: Kommunikation auch gut, aber leider kaum Berührungspunkte. Deiner Aktion gegen Stefan verdanke ich aber auch mein Überleben, denn es machte seine Verlagerung nach Westen erforderlich. Und da zeigte sich dann auch wieder die ganze Erfahrung von Stefan, der auf ein VZ verzichtete, um so aber die Westfront abzusichern.

Puh, der EoG ist länger geworden, als gedacht. Aber es war auch eine außergewöhnliche Partie mit Euch gewesen! Dafür noch einmal vielen Dank, "ich werde 1381 stets in positiver Erinnerung behalten!".

Und wenn sich jemand ungerechtfertigt behandelt fühlt, dann bitte ich wegen möglicher mißverständlicher Wortwahl um Entschuldigung - im Kern aber stehe ich zu meiner Ausführung ;-)


Gruß
Sultan Silly





14.11.2020, 00:54 Uhr, Verfasser: Osmanisches Reich



211 | EOG 1381Österreich - Ungarn

Ich war mit Austria gestartet und hatte in meinen Augen einen richtig guten Start. Joachim als Russen kannte ich schon, Matthes als Deutschen auch, alle anderen Spieler waren für mich in Dippypartien Neuland.
Mit Stefan klappte es wunderbar, ich hatte direkt einen Draht zu Stefan. Mit gewisser Freude betrachtete ich zu Anfang die Spannungen zwischen England und Russland, so dass ich davon ausgehen konnte, dass Gal F1901 freibleiben würde. Mit Silly schrieb ich zwar auch nett und freundlich, aber eher unverbindlich.
F 1901 bekam ich dann von Italien den Hinweis, dass Silly die Armenieneröffnung wählen würde. Das entsprach nicht dem, was Silly mir erzählte und so beschloss ich dann so lange wie möglich mit Italien und Russland gegen die Türkei vorzugehen.
Dann fiel Joachim leider krankheitsbedingt aus und ich bekam mit Christian einen neuen Russen.
Ich hielt für Italien A/I für erfolgsversprechender als A/T und vertraute Stefan weiter vermutlich etwas zu blind. Bei Christian hoffte ich mal, dass er sowohl die Vorgeschichte der Partie als auch seine zwei Flotten rund um die BLA richtig einschätzen konnte
Es kam alles ganz anders, der Stabb an Austria ging richtig schief (ich hätte auch Tyr-Tri gezogen, weil Bud-Vie nicht unwahrscheinlich war) Tolle mails mit Frankreich und ausgesprochen konstruktive mails des Viererbündnisses waren die Folge.
Jetzt an Euch alle ein paar Einzelworte
England: Schade, dass wir so wenig Kontakt miteinander hatten. Aber wenn, war der immer spannend und zum Schluss war die Luft ja ein wenig raus.
Deutschland: Ein wenig Bedenken hatte ich schon, nachdem unsere letzte Partie so gnadenlos schiefgelaufen ist. Aber die war wirklich klasse, wo Du im Nachhinein alles recht gehabt hattest. Noch einmal ein Extradanke für das Füllen der ZAT.
Italien: Ich war mir die ganze Zeit sicher, vermutlich zu sicher, dass wir ein sicheres Bündnis haben. Aber ich hatte mich immer gefreut, Emails von Dir lesen zu dürfen. Und das war häufig.
Türkei: So diplomatisch und so strategisch habe ich selten Emails bekommen. Da war ich doch beeindruckt. Das ist mir wirklich schwer gefallen, standhaft bei meinem Plan zu bleiben, die grauen Steinchen aus dem Spiel zu nehmen.
Russland (1): Es freut mich, dass es Dir wieder gesundheitlich besser geht. Die Zusammenarbeit mit Dir war vertrauensvoll und ich habe es wie Du selbst bedauert, dass Du die Partie nicht zu Ende spielen konntest
Russland (2): Ich bin kein Freund davon, wenn man eine Partie als Ersatzspieler übernimmt, den kompletten Bündnisverlauf der Partie auf den Kopf zu stellen, um dann mit einem Zug, der sowohl sich selbst als auch den Bündnispartner in die Tiefe reisst, aufzuwarten. Ohne vorher vernünftige Alternativen mit ihm durchgespielt zu haben.
Aber nach H1902 waren wir dann Bündnispartner, das hat gut geklappt, und Deine Beiträge in dem Bündnis waren auch alle gut.

Die restlichen beiden Mitteilungen kommen aus gegebenen Anlass von Fanta

Timo: Dank Dir für die Spielleitung. Das hat ja eine Weile gedauert, bis ich Dich als Franz wiedererkannt habe.
Papa (Frankreich): Schade, dass die Partie schon vorbei ist. Das war so klasse, Deine mails zu lesen und auch mir zu überlegen was ich an Dich schreibe. Und ja, ich hätte besser auf Dich hören sollen, als Du mich vor Stefan gewarnt hattest. Wird nicht wieder passieren. Ehrentöchterchenwort.

Alle: ich freu mich auf weitere Partien mit Euch, war eine ganz tolle Partie, sowohl auf als auch neben dem Spielfeld

Zur ZAT: Auch ich hatte meine Favoriten: Da wäre Aysel und Olga zu nennen, auch das Märchen vom Rotschöpfchen hatte was. Aber den Vogel hatte wirklich Matthes mit seinem unterschriebenen Kapitulationsvertrag abgeschossen.
Aber natürlich erhebt die Liste keinen Anspruch auf Vollständigkeit

Martin und Fanta

13.11.2020, 19:40 Uhr, Verfasser: Österreich-Ungarn, geä. 13.11.2020, 19:45 Uhr



210 | EOG 1381EOG Italien

Nach mehreren Jahren Pause hatte ich mich mal wieder für eine Standard Partie angemeldet, nachdem ich mangels Zeit für Verhandlungen häufig dem NoPress fröhne. Nun sollte es mal wieder so weit sein und als ich die Partie in meiner Eigenschaft als Herr über die Anmeldungen freigab, war die Freude schon mal groß: Matthes, Attila und Silly kannte ich schon und hatte sie alle sehr positiv in Erinnerung.

Meine Länderpriorisierung erfolgte nach gewohnt sorgfältiger Überlegung ("Mir doch egal") und dann stand ich da mit Italien und verhandelte los. Der Draht zu Attila, Matthes und Silly war dann auch direkt erwartet gut und mit Hendrik klappte es auch gleich hervorragend. Bei Martin hab ich bis in den späten H1901 hinein gebraucht, um mit ihm warm zu werden, weil ich mich erst an seinen Stil gewöhnen musste, aber sobald das geklappt hatte, haben wir manchmal aus Versehen sogar rumgeblödelt. Joachim war, im Gegensatz zu allen anderen, von Anfang an recht schweigsam unterwegs. Vielleicht fiel das aber auch nur auf, weil der Rest so viel kommuniziert hat.

Als Italiener mag ich es, im ersten Zug nach Tyr zu ziehen, um ins Gespräch zu kommen, also hab ich das direkt mal allen angekündigt und dann auch brav durchgezogen. Einen Plan hatte ich nicht wirklich, sondern wollte erstmal sehen, wie sich alles entwickelt. I/Ö halte ich für stark und hätte ich auch gerne gespielt, allerdings war der Kontakt zu Silly dermaßen gut, dass ich den eigentlich gar nicht angreifen wollte. Außerdem kribbelte es bei mir von Anfang an wegen F/D und wenn so ein Bündnis besteht, dann zieht man nicht gerne mit allem, was man hat, gen Türkei. So entstand dann letztlich irgendwann im H1901 die Idee, Martin ein wenig gen Türkei vorauszuschicken und ihn dann zu stabben, bevor er zu viel wächst und bevor der potentielle Partner Silly zu klein ist, um helfen zu können. Russland war durch seine krankheitsbedingte, wenige Kommunikation nicht als Partner auf meinem Radar.

Bis die Möglichkeit zum Stab an Martin bestand, war es das Ziel dafür zu sorgen, dass es bei Matthes, Hendrik und Attila kein deutliches Übergewicht durch ein Bündnis gab, dass meine Ambitionen gefährden konnte. Also wurde fleißig drauflos geschrieben, um einfach nur Mißtrauen unter den Dreien zu erzeugen und auszuloten, wer später ein guter Partner sein könnte. Rein von der Lage her, hätten es alle drei sein können, trotzdem hatte ich bis zum H1902 damit gerechnet, dass es später mal Hendrik werden könnte. Tja, so täuscht man sich.

Der Herbst 1902 war dann der entscheidende Zug der Partie: meine Möglichkeit zum Stab war gekommen und ich hatte bereits kurz nach der F1902-Auswertung meine Angriffszüge gen Martin abgegeben. Dann kam das Ausscheiden von Joachim mit dem Einstieg von Christian und so waren es drei Wochen, bis es endlich weiterging. In dieser Zeit haben E/F/D offensichtlich herausgefunden, dass ich sie immer nur gegeneinander schickte, weil einfach zu viel Zeit da war, sich darüber Gedanken zu machen. Jede neue Auswertung hätte dieses Thema unter den Dreien wieder wegschieben können, aber das war einfach Pech. Eine Stunde vor ZAT hab ich dann mal Silly "völlig überraschend" angeschrieben, ob er bei einem Stab gegen Ö dabei wäre und in einer bewusst hektischen Aktion wurde das dann mit den ohnehin vereinbarten russisch-türkischen Zügen abgestimmt. Tut mir leid für den Stress, Silly. Ich wollte einfach nicht als Planer sondern unentschlossen wirken, so als hättest du mich letztlich "überredet".

Ich hatte gegrübelt, ob der Stab mit Tyr-Tri oder Tyr-Vie erfolgen sollte, denn nach den Planungen mit Martin waren beide frei. Die Wahl war auf Vie gefallen, weil die Fortsetzung nach einem Aufbau in Ven dann einfach leichter war. Dem Plan nach wäre Martin im H03 vom Brett gewesen.....wenn nicht alles anders gekommen wäre: Martin zog spontan doch nach Vie und es gab einen Bounce. Dadurch hatte er ein VZ mehr, der Stab war ein alberner Angriff geworden und mir fehlte der Aufbau der F Nap. Es wäre höchst interessant geworden, wie die Partie gelaufen wäre, wenn dieser Zug geklappt hätte, denn durch den Aufbau der F Nap hätte ich Hendriks Angriff komplett alleine abwehren können und hätte nicht mal Tunis verloren. Im Weiteren hätten Silly, Christian und ich uns weiter um Martin kümmern können, aber dann wäre die Stalemate nicht so schnell geschlossen worden. Wahrscheinlich hätte das Western Triple dann noch War/Mos zusätzlich bekommen und dann wäre die Linie zu gewesen. Ob man dann einen Rum/Sev-Russen noch rausgenommen hätte? Vielleicht. Aber wäre mehr passiert? Ich glaube nicht. Alle drei aus dem Westen machten erschreckend klar deutlich, dass sie das Bündnis nicht mehr wechseln würden und einzig Attila hätte vielleicht noch Gelegenheit gehabt. Schwierig.

Nach einer schönen Auftaktmail von Martin an T/R/I nach der Auswertung fanden wir uns tatsächlich nach anfangs ein wenig Geruckel zu einem guten Viererbündnis zusammen, welches einfach nur die Stalemate schließen wollte. Jeder hat ein bisschen verzichtet, Rücksicht genommen und Wege vorgeschlagen und dann standen die Züge meistens sehr gut, von vereinzelten längeren theoretischen Erörterungen über Möglichkeiten des WT, die die selber nicht mal gesehen haben, mal abgesehen. Danke dafür, ihr drei - Das war konstruktiv.

7er-Draw im F1904 war am Ende die einzig mögliche Lösung, denn die Partie war einfach verfahren und keiner konnte oder wollte ernsthaft das Bündnis wechseln.

Was gab es noch: ach ja, die Presse. Geil. Zu Anfang hab ich das Geschreibsel mit ein wenig Skepsis beobachtet, mich dann aber doch hin und wieder und letztlich immer mehr dazu aufgerafft, ein wenig Blödsinn in die Z.A.T. zu schreiben. Ich hab dabei versucht, keine stringente Agenda zu verfolgen, sondern mich nur darauf konzentriert, die von den anderen aufgezeigten Handlungsstränge auf völlig verschiedene Art und Weise anzuspielen und klitzekleine Informationsbrocken zwischen den Zeilen anzukündigen. So hab ich beispielsweise meinen Zug Tyr-Vie mehrfach selber in der Presse vorgeschlagen. Meine Lieblingsbeiträge zwischen all diesen tollen Beiträgen waren der handgemalte Kapitulationsvertrag von Matthes und die erste Nachricht von Queen Mum über ihren Sohn ähm...ihre Tochter...also King oder Queen Attila (War die Nachricht von dir, Attila?). Wen meine Pressebeiträge interessieren: Es waren die Nummern 6, 26, 33, 34, 36, 37, 45, 47 (Da bin ich mir nicht mehr sicher, die könnte auch von wem anders sein), 58, 75, 85, 86, 90, 91, 92, 106, 123, 131, 135, 145, 146, 154, 155, 180 und 181

Timo: Danke fürs Spielleiten. Ich hoffe, du hattest deinen Spaß mit uns Pappnasen. Wir hatten ihn jedenfalls mit dir.

Matthes: Es war mir ein Fest mit dir zu planen, rumzublödeln und beidseitig zu intrigieren. Wir wussten vermutlich von Anfang an, dass wir diesmal nicht zueinander finden, haben aber trotzdem intensiv geschrieben und uns alle Möglichkeiten offengehalten.

Attila: Tut mir leid für die Queen, die hab ich dir in der Presse angedichtet. Hab gerne mit dir geschrieben, auch wenn du manchmal versucht hast, ziemlich tiefe Schleimspuren in deinen Mails zu hinterlassen.

Hendrik: Großartig war es. Rumblödeln, angiften, Blödsinn schreiben, rumpöbeln. So muss es sein.

Silly: Du musst anfangs manchmal an mir verzweifelt sein, weil ich anscheinend so sehr gezaudert hab. Ich wollte einfach unentschlossen erscheinen. Trotzdem haben wir viele tolle Mails, von ganz lang bis immer wieder Einzeiler alle zwei Minuten geschrieben. Schön wars.

Martin: Ich hab gebraucht, bis ich mich an dich gewöhnt hab, aber dann ging es super. Das du einfach deine Züge unabgesprochen änderst und mir dadurch meinen Stab ruinierst, werde ich dir ewig nachtragen. So kann ich nicht arbeiten :ö) Gerne wieder.

Joachim: Wir hatten nur wenig Kontakt, daher fällt mir eine Aussage schwer. Du hast aber sichtlich darunter gelitten, dass hier viele intrigante Meister unterwegs waren, denen du mangels Erfahrung ein wenig ausgeliefert warst.

Christian: Wir haben für fünf bis zehn Jahren häufiger gegeneinander gespielt und damals warst du, entschuldige, dass ich das so sage, furchtbar unberechenbar und unkommunikativ, daher war ich nach deinem Einstieg mächtig skeptisch. Die Zeiten haben dich offensichtlich geändert und genau so konstruktiv und kommunikativ würde ich mir dich weiterhin wünschen. Mach bitte weiter so. Du hast die Rolle als Ersatzspieler gut ausgefüllt.

Liebe Leute, das waren schon wieder viel zu lang, aber die Partie ist ein langes Fazit wert. Danke an alle.

Stefan

13.11.2020, 19:06 Uhr, Verfasser: Italien



209 | EOG 1381EOG von Sissi.
Ich habe die Haare schön.
Ich möchte mich bei meinem neuen Kaiser, Kaiser Matthes für die freundliche Behandlung bedanken. Auf solche Lobpreisungen habe ich in meiner ganzen Zeit in Österreich gewartet. Man verkannte dort offenbar sowohl meine Klugheit als auch meine Schönheit.
Trotzdem muss ich Martin danken, der mir die Kommunikation erst ermöglichte. Fast alle Spiegelgeschichten sind über ihn lanciert worden.

Dass er so wenig um mich gekämpft hat, habe ich wohl dieser Fanta zu verdanken. Mit der war er wohl schon verbandelt, als ich das erste Mal mit Matthes zusammen war. Aber offenbar musste er noch ein wenig auf sie warten, bis sie aus den Diensten einer anderen Partie (GB 29) entlassen wurde

Ansonsten war Martin noch für alle Beiträge der Berliner Schulen verantwortlich. Und ja, unter die vorgeschoben formalen Ablehnungen von den berechtigten Drawanträgen meines Matthes hätte er schon seinen Namen schreiben können

Noch ein letztes Mal den Spiegel

Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die schönste im ganzen Land
Das seid ihr, werte Kaiserin

Wer denn auch sonst?

Aber jetzt, wo überall Friede Freude Eierkuchen ist, werde ich mir neue Ziele suchen. Tut mir leid, Matthes

Sissi

noch Kaiserin von Deutschland

13.11.2020, 18:55 Uhr, Verfasser: Österreich-Ungarn, geä. 13.11.2020, 18:55 Uhr



208 | Gerade ist die letzte der verbliebenen Draw-Abstimmungs-Antworten eingetrudelt und - auch wenn ein Spieler zwischenzeitlich etwas unentschlossen war - es wurde tatsächlich eine Einigung erzielt.

Somit ist es beschlossen:

Partie 1381 endet vor dem Frühjahr 1904 mit einem 7er Draw.

Herzlichen Glückwunsch zu diesem historischen Frieden in Europa und ich hoffe, ihr hattet alle genau so viel Spaß beim Spielen wie ich beim Lesen eurer Pressemitteilungen 😂

13.11.2020, 11:08 Uhr, Verfasser: Schweiz

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