1385 - Standard C-Partie

Nächster ZAT H1907:Donnerstag, den 22.04.2021, 17:00 Uhr
vorausichtlich folgender ZAT:Donnerstag, den 29.04.2021, 17:00 Uhr
Spielleitung: Attila Zarka
 
verhindert:

Zürcher Allgemeine Tageblatt
|| neutral | unabhängig | überparteilich ||
- GreyPress -
[ << ] [ < ] - [ 66-62 ] [ 61-57 ] [ 56-52 ] [ 51-47 ] [ 46-42 ] [ 41-37 ] [ 36-32 ] [ 31-27 ] [ 26-22 ] [ 21-17 ] [ 16-12 ] [ 11-7 ] [ 6-2 ] [ 1 ] - [ > ] [ >> ]
Artikel schreiben

 

- Die aktuelle Lage in Europa im Frühjahr 1907 - (Klick für Spielzüge)
  
66 | F 1907"Mein Bester. Oder sollte ich schreiben, meine Beste?" Ein gackerndes Lachen entwich seiner inzwischen wieder trockenen Kehle. Sein letzter Schluck war schon eine halbe Stunde her.

"Keine Sorje, ich halt mich bedeckt!", hängte er aber noch an. "Ehrensache, versprochn ist versprochn. Das Wort des deutschen Kanzelers gilt!"

Plötzlich blickte der Kanzler erzürnt auf. Ihm ging in dieser Sekunde auf, welche Falle ihm der Präsident stellen wollte.

"Rüben, rote Rüben. Rot?! Ich bin ein Kaisertroier. Nix mit rot. Gelb ok, schwarz, auch grün, gerne, sauer aber gesund, aber kein rot mein lieber Präsident!"

Otto von Zack beruhigte sich aber schnell und begann zu lächeln.

"Ich denk eher an was mediterranes. Ihr versteht? Lavendel, köstlicher Duft! Kennich von früher. Tolles Mädchen.

Wartet mein Bester. Roch so nicht auch die Maid, die mich in meinem Trohnsaal besucht hat? Das war ja ne Heißblüterin. Da beiß mich doch der Storch in den Allerwertesten. Als hätte sie Rossblut in sich ... dabei war es doch nur Rosshaar!"

Der Kanzler lachte dröhnend auf und seine Pickelhaube begann bedenklich zu schaukeln. Sein röchelndes Lachen steigerte sich in einen erneuten Hustenanfall. Die Spucke abwischend zockelte er nun wieder mal los, in Richtung seines Weinkellers.

"Weinkeller, auchn Gedanke. Ich schätze, am Mittelmeer ist ein gutes Tröpfchen drin."

Sprachs, und öffnete die Tür und stapfte hinab in sein Kellergewölbe.

15.04.2021, 10:18 Uhr, Verfasser: Deutsches Reich, geä. 15.04.2021, 10:36 Uhr
Artikel schreiben



65 | Mein Allerwerterster, Otto von Zack.

Du habt Ihr mich wohl falsch verstanden, ich werde mich in Euer Land zurückziehen.

Mein Angebot ist, Ihr könnt weiterhin Eure Roten Rüben züchten, Berlin wäre zu empfehlen.

Hochachtungsvoll,

Der Präsident der Französischen Republik

15.04.2021, 09:54 Uhr



64 | F1907Hallo zusammen,

die Auswertung ist endlich online. War gestern im Dauerstress und habe es nicht geschafft mich zu melden. Sorry!
Die Auswertung verschiebt sich damit auf Donnerstag 17.00 Uhr, wenn das für euch ok ist. Wenn ihr aber lieber weiterhin Montag haben möchtet, kann ich die nächste Auswertung auch in 1,5 Wochen erst machen.

Russland hat aktuell viel um die Ohren, aber eine gelbe Karte habe ich jetzt dennoch eingetragen. Ich bin mir sicher, dass wir verhindern können, dass eine rote daraus wird ;)

Gut Brett allen weiterhin und lasst euch nicht stressen. Die Gesamtsituation ist echt bescheiden genug, Hauptsache ist, dass ihr gesund bleibt!!!

15.04.2021, 08:21 Uhr



63 | F 1907Otto von Zack ließ seine Zeitung sinken ...

"Ich frage mich, wo dieser kleine Verräter sitzt. Ob es das Sultanchen war? Oder gar der kleine Franzose? In der Größe tun sich die beiden ja nicht viel," kicherte der alte Kanzler und begann daraufhin leise zu husten. Der Kanzler beugte sich zur Seite über die Lehne seines herrschaftlichen Sessels und wollte einen dicken Sud seines Kautabaks in die immer bereitstehende kupferne Urne träufeln lassen.

Während er sich so vorbeugte und sich der dicke Sudtropfen von seinem schmalen Mund lösen wollte, unglaublich, wie lang der sich ziehen konnte, bemerkte er im Augenwinkel hinter seinem Sessel eine verhaltene Bewegung. Er erschrak, aber beherrschte sich und versuchte erst einmal, den Sud von seinem Mund zu lösen, damit er nachschauen könne.

Wer war das nur?? Er konnte gerade nicht sprechen, da sich der Sud noch immer nicht von seinem Mund gelöst hatte. Also schielte er, soweit er konnte, nach hinten, um etwas zu erkennen. Endlich löste sich der dicke braune Tropfen und "plong" landete vernehmlich in der Urne. Gekonnt war eben gekonnt.

Otto von Zack stützte sich mit seinen mageren sehnigen Armen ab und richtete sich langsam auf. Sein schwerer Mantel staubte ein wenig, als dieser beim Aufstehen Falten warf und ihm um die Füße fiel.

Zu seiner Überraschung saß dort scheinbar eine junge Dame. Wer war diese Frau? Er kannte sie nicht. Nie gesehen. Mit dem Weibsvolk hatte Otto von Zack schon länger nichts mehr am Dreizack. Das war leider ferne Vergangenheit.

"Kleines, wer seid ihr!?", knurrte er und sie schaute verschämt auf. Große braune Rehaugen hatte sie ... meiner treu, wäre er noch jünger, er hätte ihr sofort seine Blumenbeete gezeigt.

Zitternd erhob sie sich und kam aus ihrer gebückten Haltung heraus. Als sie aufrecht stand, erschien sie ihm doch ein wenig kräftig. Wahrlich kräftig. Aber gut. Mal abwarten was folgte. Sie stand unsicher auf ihren hohen Schuhen ... daher also das Zittern.

"Isch grüße Eusch meine Kanzlerr," sprach die Person mit überraschend tiefer Stimme. Der alte Kanzler rückte sich seinen Zwickel zurecht und schaute schärfer. Ihr blondes Haar wallte um Ihre Schultern, Ihre Brüste sprangen ihm durch den Stoff regelrecht entgegen, fast schon unecht, dachte er bei sich. Da kannte er sich bestens aus. Unter ihren blonden Haaren war ein kleiner, recht dunkler Haaransatz zu erkennen.

"Vonwegenblond," brummelte der Kanzler. "Sinnallegleich die Weiber!"

Das Haar wirkte ihm, jetzt wo er noch näher kam und genauer schaute, irgendwie strohiger, als er das von früheren Liebeleien kannte. Dieses Haar war mit Sicherheit nicht samtweich. Das wirkte eher wie ... Rosshaar!

"Werbiste. Ich erwarte Auskunft, Frau!" Er pflanzte sich vor ihr auf, sein Säbel schepperte an seiner Seite, als er herrisch aber mit zitternder Hand den Finger auf sie richtete. Sie ging ihm bis zur Schulter und senkte beschämt den Blick. Zumindest sollte das so wirken, vermutete der Kanzler. Zweifel nagten an ihm. Dieser Blick kam ihm irgendwie bekannt vor. Nur woher? Nun fiel es ihm wieder ein. Der Präsident!

Präsident Mathias hatte ihm vor Jahren einmal eine Audienz erteilt, das wars! Zu einer Zeit, wo dieser Präsident noch gute Nachbarschaft heuchelte. Echt jetzt? Ein Kerl? Dieser Kerl?

Während das offensichtlich unechte Weibsbild den Kopf senkte, begann ihr Rosshaar nach oben über den Kopf zu rutschen. Otto von Zack konnte es ganz genau sehen. Innerlich begann er zu grinsen, aber gleichzeitig war er erst mal sehr erschrocken.

Der Präsident also. Er konnte nur hoffen, dass der kein Attentat beabsichtigte. Präsident Mathias hatte wohl eingesehen, dass das deutsche Reich nicht einfach mal so eben hopplahopp zu besiegen war. Vielleicht hatte er sich in seine Gemächer geschlichen um ihn zu meucheln.

Es gab nur einen Weg, das herauszufinden. Er musste ihn zur Rede stellen und gegebenenfalls um sein Leben kämpfen. Seine Hand legte sich auf seinen Säbelknauf.

"Präsident Mathias, Ihr seid das?!"

Der Präsident erschrak ertappt und wollte vor Scham im Boden versinken. Er schob sich die Perücke wieder mit seinen doch recht großen Männerhänden auf den Kopf zurecht. Jetzt konnte man gut erkennen, dass das auch die Hände eines Mannes waren.

"Pardon... isch kam um Eusch eine Angebott zu machen, Monsieur le Kanzler. Aber Ihr wolltet misch nicht zu Euch an die 'hoof lassen. Darum dachte isch, meinte isch, wollte isch..."

Seine gestammelten Worte verloren sich im Nichts und er begann, betreten zu schweigen.

Otto von Zack schaute ihn nur noch an. Spöttisch und abwartend. Wie konnte man sich nur so erniedrigen, dachte er. Das war ja noch schlimmer als das Sultanchen. Wenn wenigstens, dachte er kurz lüstern, diese Titten echt wären. Aber er rief sich direkt wieder zur Ordnung. Bleibt aufrecht und sittsam Kanzler!, dachte er bei sich.

"Präsident, was wollter mir anbieten. Raus damit!"

Präsident Mathias schob sich die Brüste zurecht, wie er die wohl aufgepolstert hatte? Kompliment, dachte der Kanzler.

Der Präsident schaute ihn keck durch seine wallenden blonden Haare an.

"Ihr 'abt mich nun in der 'and Kanzlerr. Verfügt über misch." Dabei umspielte ein geradezu aufforderndes Lächeln seinen Mund. Und er hatte wirklich große süße Augen ... da konnte man echt nichts sagen. Wieder riss sich der Kanzler zusammen. Was war er doch nur für ein alter Lustgreis.

Otto von Zack wollte einfach nicht glauben, was er da hörte und wartete erst mal weiter ab.

"Aber in die Errnst, Kanzlerr, isch möchte Eusch untertänigst anbitten, dass isch misch wieder in die 'eimat zurückziehe. Isch ab misch 'eillos übernommen."

Der Kanzler entspannte sich und war nun wieder ganz obenauf. Das wäre ja nun sehr seltsam geworden, wenn sich dieser Präsident mit seinen falschen Brüsten an ihn rangeworfen hätte. Was die Franzmänner nicht alles taten, um ein Ziel zu erreichen? Nicht zu glauben. Ohne Ehre. Eines Soldaten nicht würdig.

"Iss gut. Alter Junge ... mehr will ich dazu jetzt nich sagen. Jeht und ich will mal über diese Weiberscharade kein Wort verlieren. Ihr habt das Wort des deutschen Kanzlers!"

Man konnte die Erleichterung des Präsidenten deutlich erkennen. Seine Brüste hoben sich und spannten noch mehr sein Dekolletee, als er ganz tief Luft holte. Er warf seinen Kopf in einer Mischung aus Stolz und Dankbarkeit zurück, so dass ihm das goldene Haar um den Kopf wallte. Das falsche Mädel bekam richtig rosige Wangen vor Erleichterung.

"Meiner treu," dachte der Kanzler, "das sieht ja schoon heiß aus, woll? Das warn noch Zeiten damals ..."

Aber Otto von Zack rief sich ein weiteres Mal zur Ordnung. Was war nur mit ihm los? Abner der Kanzler hatte eine unnachgiebige und unerbittliche Disziplin. Damit kam er natürlich klar.

Präsident Mathias bedankte sich nun mit einem artigen Knicks und lief mit kurzen anmutigen, manchmal hüpfenden Schritten, nur manchmal stolpernd, da er die hohen Schuhe nicht gewohnt war, mit wehenden Haaren aus dem Saal. Nur der Duft eines köstlichen Parfums blieb im Raum.

Der Kanzler ließ sich wieder auf seinen Sessel sinken.
"Na, das iss ja nommal juut jejangen," brummelte er ... biss genussvoll einen neuen Priem ab und schob sich diesen genussvoll in den Mund.

"Diese Franzosen. Seltsame Leute."

14.04.2021, 19:20 Uhr



62 | H 1906Die Schweiz informierte gestern, dass noch nicht alle Informationen eingegangen seien. Was war der Grund für diese Unterbrechung? Hier ein Auszug aus der internationalen Presse:

Corriere della Serra:
Schweiz wartet auf italienische Depesche. In Bern, wo die Uhren bekanntlich etwas langsamer gehen, ist die Nachricht ,dass der italienische König ins Exil gegangen ist, zwar eingetroffen, aber noch nicht noch bearbeitet,.

Stern von Konstantinopel:
In der Schweiz liegen offenbar noch nicht alle Depeschen aus den Hauptquartieren der europäischen Herrschaftshäuser vor. Es wurde aus Berlin ein Kompetenzengerangel kolportiert. Man sei dort uneins darüber, ob Otto von Zack oder der Kaiser persönlich nun für die Erteilung der Befehle zuständig sei.

The Times
Das Vorrücken der erfolgreichen British Army wurde verzögert.
Angesichts der drohenden Niederlage spielt der Zar in Moskau auf Zeit und hält die Schweiz bezüglich der Zugabgabe noch hin. Die britischen Einheiten bereiten sich auf den harten russischen Winter vor.

Berliner Morgenpost
Österreich ohne Befehlshaber. Nach der Einnahme der Adria überkam den Kaiser von Österreich-Ungarn der Übermut. Er wollte ein Bad im Meer nehmen und mangels Erfahrung tauchte er unter und ist seitdem verschollen.

France Soir
England ohne Befehle. Der King ist schon tagelang nicht mehr öffentlich aufgetreten. Wie aus gut unterrichteten Kreisen verlautet wurde, hat der King schon seit Tagen den Buckingham Palace nicht mehr verlassen. Nach einer nächtlichen Partie Pool haben er und sein engster Mitarbeiter zu sehr danach geforscht, ob denn nun schottischer Whisky oder französischer Cognac geeignet sei, einen grandiosen Sieg zu feiern. Die Regierungsgeschäfte ruhen dadurch seit Tagen.

Wiener Drei Kronen Zeitung
Osmanisches Reich bereitet den Ramadan vor. Der Sultan ließ dazu den gesamten Hofstaat prächtig schmücken und feierte ein rauschendes Fest wie aus 1001 Nacht. Dabei ging völlig unter, den Brief an die Schweiz zu diktieren. Ganz Europa schaut verärgert nach Konstantinopel.

13.04.2021, 18:21 Uhr

Suche nach Stichworten in allen Artikeln der Partie 1385:    

[ << ] [ < ] - [ 66-62 ] [ 61-57 ] [ 56-52 ] [ 51-47 ] [ 46-42 ] [ 41-37 ] [ 36-32 ] [ 31-27 ] [ 26-22 ] [ 21-17 ] [ 16-12 ] [ 11-7 ] [ 6-2 ] [ 1 ] - [ > ] [ >> ]
Artikel schreiben

Für neue Kommentare bitte einloggen (links unten im Menü) und dort unter 'Artikel schreiben' !

Diplomacy by Chr. Lankenau 01/2008-05/2018 | Datenschutzerklaerung - Impressum