AN58 - Anonyme Partie - beendet !

Partie beendet am 11.02.2021,
Spielleitung: Attila Zarka
 

Zürcher Allgemeine Tageblatt
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1055 | Servus meine Lieben!

Es war mir eine Freude und eine Ehre in dieser Partie mit dabei zu sein!

Danke an Attila! Bei den Massen an E-Mails ist es nicht immer einfach, den Überblick zu behalten und mit diversen technischen Problemen fertig zu werden.

Spannend war es wirklich. Und leider blieb vieles ungesagt, was man hier endlich aufklären kann:

Aufgrund der Unsicherheiten am Anfang war ich als Franzose eher auf Zurückhaltung aus um nicht zu bedrohlich zu wirken, wie Frankreich es nun mal inne hat. Dank dem Bündnis mit Romulus, das ich auch wirklich ernst meinte, war die erste Gefahr gebannt.

Zwei Annahmen haben das Spiel für mich entscheidend geprägt:
Das Bündnis zw. Ö und I, und das zw. R und OR

Ö und I sind mit einem Triestvertrag aneinandergekettet (zu ihrem Glück), da passt kein Blatt dazwischen. Und der Juggernaut stellte eine richtig ernste Gefahr für alle anderen dar.

Durch die Stärke von R und OR war ich gerne bereit, dem 5er Bündnis gegen sie beizutreten, ohne Stab-Gedanken. Leider wurde nicht mal die vorsichtige Anfrage für Tunis ernst genommen. Für mich war nach dem Frühjahr 1905 plötzlich klar: eine F in Bar, eine in Ion auf dem einsamen Weg nach Osten...
Da bleibt auf dem Weg keine Beute, die werden nur Ö, I, E und D machen. Dann bleibe ich im Westen als leichtes Opfer übrig, wenn R und OR geschwächt sind. Im Süden für den Camper freie Fahrt nach Westen, im Norden die Flotten 1:4 gegen England. Diese Angst trieb mich in die Aktion von Herbst 1905. Völlig unvernünftig, drei Nationen anzugreifen!
Gegen England war es zumindest der wirksamste Zeitpunkt. Ehrlich gesagt, ging ich nicht davon aus, dass sich jetzt alles gegen mich verschwören würde. Der Juggernaut blieb ja noch immer eine Gefahr.

Dass der Graf sich in dieser Zeit auf meine Seite schlug rechne ich ihm hoch an. Dennoch waren wir zwei klar auf verlorenem Posten. Die Chance zur Wende 1909 durch den Stab des Friedenswächters hätte ich echt nicht mal zu träumen erhofft.
Leider waren die Verhandlungen schwierig. Für den Graf hätte es klar sein müssen, dass wir Berlin kurzzeitig opfern müssen. Fast alles hätten wir geben müssen um zu überleben. Das war mir klar. Deswegen schließlich auch das Angebot an den Friedenswächter.

Der Rest war klar und das Ende leider absehbar.

Lieber Marcus!
Ich hatte es am Anfang sehr ernst gemeint und gehofft, dass wir erfolgreich sein werden. Und ich bereue wirklich, dass ich Dich so böse gestabt habe!
Bitte entschuldige! Du hast was gut bei mir!

Lieber Christian!
Deine Wendung hin zu Frankreich auf einsamer Flur ist mir zwar nicht verständlich, aber damit hattest Du bei mir echt einen großen Stein im Brett! Ich hoffte, dass Du 1909 unsere eigentlich besiegelte Lage erkennst und Berlin preisgibst. Mein Plan (so ehrlich will ich hier schon sein) wäre gewesen, dass wir, nach dem osmanischen Stich in Sissis Rücken, uns so festigen, um gemeinsam das Spiel als Sieger zu beenden. Für das Überleben hätte ich gerne Berlin geopfert. Ich konnte Dir aber natürlich nicht schreiben, dass ich den Frieden mit R und Ö nicht ernst meinte, sondern nur vorläufig einging, weil die Alternative unser Untergang war. Nun gut, wir haben uns bis zum Ende tapfer geschlagen!

Lieber Victor!
Viel hatten wir nicht zu tun miteinander. Mir war I als Verbündeter wichtiger als Du, weil der Juggernaut mit deinem eisernen Bündnis mit R eine große Gefahr darstellte. Deinen Angriff auf Ö hätte D und mir fast noch einen Erfolg beschert. Dafür bin ich Dir dankbar, auch wenn ich ihn nicht verstanden habe ;-)

Lieber Thomas!
Ich habe Deine zahlreichen(!) Angebote immer zu schätzen gewusst, aber das frühe und feste Bündnis mit Victor war mir nicht geheuer. Es wäre ein leichtes gewesen, mich nach erfolgreichem Dreibund gegen den Rest am Ende zu überrumpeln. Außerdem war klar, dass ich mit E im Bündnis nicht mit R zusammenarbeiten kann. Dass sich Christian in der einsamsten Stunde an die Seite Frankreichs gestellt hat, brachte ihm meinen Treue ein und verhinderte jede Zusammenarbeit, die aber zu diesem Zeitpunkt als alle gegen D und F unterwegs waren ohnehin nicht mehr gewünscht war. Dein Aufgeben zu Beginn und die Aktion von Victor haben mir gezeigt, wie wichtig das Durchhalten ist. Dass Du am Ende noch den 2er Draw im Auge hattest kann ich gut verstehen. Ich hätte ihn an Deiner Stelle Victor vorgeschlagen. Deine Zurückhaltung zeugt auch sehr von Anstand!

Lieber Timo!
Wie sehr sich das Blatt wenden kann, zeigt die Entwicklung Österreichs ganz deutlich. Dazu kann ich Dir nur gratulieren! Das hätte wohl niemand so erwartet.
Leider warst Du mir, da nie klare Zusagen kamen, immer suspekt. Du hattest den Camper und brauchtest mich nicht, außer, damit ich Euch nicht in den Rücken falle. Ich konnte Dir aus der Situation heraus nicht trauen. Schade, dass es nach meinem Stab nur den Kampf gegen mich gab, wir hätten doch gemeinsam auch andere Optionen gehabt. Als dann klar war, dass ich und D dem Untergang geweiht sind, hätte es auch bei einer Wende 1909 nur einen Scheinfrieden gegeben. Dieses gemeinsame Vorgehen aus Prinzip, nicht weil ich so gefährlich gewesen wäre, fand ich nicht berauschend, gehört aber auch zum Spiel ;-)
ich fand es sehr schade, dass Du den Camper nicht länger am Leben erhalten hast. Das hätte er sich verdient!

Lieber Frank!
Der beste kommt zum Schluss! Bemerkenswert, wie Du die Diplomatie am Brett beherrscht hast. Und das trotz einer "schwierigen Braut" (was mehr auf die Rolle Österreichs als auf Timo bezogen ist!). Mir war klar, dass Du Ö und I als ein Land betrachtet hast. Deine ausgewogene Art habe ich sehr geschätzt. Vielleicht hätte der Stab gegen Dich doch unterbleiben sollen, aber von Euch beiden ging die größte Gefahr für mich aus. Und Tunis hätte ich Dir nicht genommen, hättest Du dort Deine Flotte abgestellt.

Danke an Euch alle, für eine echt spannende Partie mit vielen Wendungen und auch die vielen unterhaltsamen Postings!

Meine erste mit nur Presse, was auch große Unsicherheiten mir sich bringt, ohne denen es 1905 nicht so gegeben hätte. Ich finde Marcus' Anregung sehr gut: ohne Authentifizierung wäre es doch weit spannender!

Bis bald wieder in einer Partie (sicher nicht erst in 13 Jahren :-)

Liebe Grüße,
Horst alias Tom der "Modezar"







13.02.2021, 23:05 Uhr, Verfasser: Frankreich
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1054 | Hallo zusammen.

Danke an Attila für die souveräne Spielleitung, und Danke an alle für ein schönes Spielchen ohne Verzögerungen.
Zum Spiel: Da schnell klar war das Russland und das Osmanische Reich einen guten Draht zueinander hatten versuchte ich mit Frankreich einen Deal zu machen, was auch gelang. Mit Deutschland gab es bei der Kommunikation Schwierigkeiten, da kamen Antworten zu spät oder gar nicht. Zu Beginn ist Russland dann enorm gewachsen, nachdem sich ein Bündnis gegen den Zaren formierte und er die Flinte ins Korn warf begann der Aufstieg Frankreichs, indem er auch mich überfallen hat. Für mich gab es dann nur noch eine Devise, so lange wie möglich im Spiel bleiben und Frankreich schaden. Wäre Russland zur gleichen Zeit nicht gerade aus seinen selbst produzierten Ruinen auferstanden, hätte ich wohl schlechte Karten gehabt. So konnte ich als ebenfalls schwacher Partner die Vorteile des Friedens unserer Nationen aufzeigen. Als die französische Übermacht immer größer wurde, gleichzeitig Österreich und Osmanien wuchsen, und auch Russland wieder aufblühte, mein Untergang auf der Insel eigentlich besiegelt war, nahm ich die letzte Ausfahrt nach Portugal und versuchte mich dort zu retten und gleichzeitig Frankreich zu schaden. Frankreich konnte auch nicht so schnell zwei Einheiten für mich erübrigen, weil dann die Front ziemlich schnell eingebrochen wäre, das war mein Glück. Die Verhandlungen mit Sissi liefen gut, ich hatte also eine Schutzmacht, konnte weiter maximalen Schaden anrichten und meine Verbündeten Richtung Westen unterstützen. Dann kam der Einfall Osmaniens ins Kuk Reich, da hatte ich ein ungutes Gefühl, würde Sissi nun den Rückzug befehlen, das wäre sicher mein Ende gewesen. Frankreich hat dann nochmal Benzin ins Feuer gegossen, um Osmanien und Österreich gegeneinander auszuspielen. Da habe ich dann die Washington Post erscheinen lassen, vielleicht hat das was gebracht, dort habe ich ja für beide Seiten das Positive und das Negative dargestellt, zum Glück haben sie sich wieder versöhnt. Frankreich hätte mich auch zwischenzeitlich eliminieren können, da hatte ich eine 50/50 Chance gehabt, kickt er mich von der Karte oder opfert er ein Heimat VZ, zum Glück wollte er das VZ halten. Das ich am Ende am Sieg beteiligt wurde, weil ich auch meinen Anteil am französischen Niedergang hatte, fand ich echt gut, hatte ich nicht erwartet, und das der Ruhestand im Buckingham Palace genossen werden kann.

Eine einzige kleine negative Sache wollte ich doch erwähnen, ich hatte ja das Spiel Anonym 57, also den Vorgänger, geleitet. Für eine anonyme Partie ist black Press meiner Meinung nach besser, da ist dann noch mehr Reiz drin, hier wurden ja einige Nachrichten authentifiziert, was die Sache für die Diplomatie vereinfacht, ich habe das natürlich dann auch genutzt, aber ohne diese Authentifizierung kann man noch mehr Spaß haben.

Ich hoffe man sieht sich wieder, vor allem Horst, der laut Datenbank sein zweites Spiel nach 2007 gemacht hat, hoffentlich dauert es nicht wieder 13 Jahre ;-)

Viele Grüße Marcus

12.02.2021, 22:15 Uhr, Verfasser: Großbritannien



1053 | Servus Zusammen!

Ein ereignisreiches Spiel geht also zu Ende. Vielen Dank an alle Spieler, die ihre Rollen sehr gut ausgefüllt haben. :-)
Auch ein Graf Hitzkopf hat am Ende seines Namen entsprechend reagiert, was ihn zwar nicht zum Freund des Sultans gemacht hat, aber was hilfts? :-)
Meinen größten Hut ziehe ich vor Thomas! Ich habe es sehr genossen mit dir zusammenzuarbeiten. Ja, ich habe den ein oder anderen Zug bereut und doch bist du stets an meiner Seite geblieben. Das erlebt man dann leider doch sehr selten! :-)
Den selben Hut muss man auch vor Timo ziehen, oder ääh die Kaiserin. ;-) Es war nicht wirklich einfach Russland UND dem Osmanischen Reich zu vertrauen und trotz eines dämlichen Versuches meinerseits , der mich fast aus dem Spiel geworfen hätte, hast du mir noch eine 2. Chance gegeben. (Danke an Graf Hitzkopf, sonst wäre dies wohl nicht geschehen.)
Ich habe eigentlich immer an einen 2er Sieg für den Osten gedacht. Jedoch habe ich es nach dieser 2. Chance wohl nicht mehr übers Herz gebracht, den 2er Draw vorzuschlagen.
Der Camper und der Friedenswächter waren wohl nie wirklich gute Freunde, was sich am Ende wiedergespiegelt hat, dass Italien die pure Konfrontation mit mir gesucht hat, statt Tun zu verteidigen. Zu groß war wohl der Groll. :-)

Alle 5 Nationen haben sich gegen den Osten gewendet u nd das hat dann irgendwann der Franzose versucht auszunutzen. Vielleicht ist er mit seinen Überfällen etwas zu weit gegangen. Aber wer weiß.. Ich empfand es eine erfrischende Wendung im Spiel. :-)

Überhaupt möchte ich jedem Danken für eine sehr unterhaltsame Partie!! Jeder hat seine Rolle eingenommen und natürlich gehört es zum guten Ton auch dem Spielleiter zu danken! Über Monate hinweg hast du trotz technischer Pannen das Spiel stets souverän geleitet. Vielen Dank dafür. Ich wünsche euch allen alles Gute!

Beste Grüße

Victor

12.02.2021, 05:50 Uhr, Verfasser: Osmanisches Reich



1052 | Moin,
gar nicht so einfach, an Timos Worte anzuknüpfen. Vielleicht fange ich daher einfach von hinten an: Es hat mich ja gejuckt, noch den 2er Draw zu probieren, deswegen habe ich am Ende noch etwas gezögert. Ein entsprechendes Signal von Victor und ich hätte wohl eingeschlagen. Mit Timo wäre das nicht zu erwarten gewesen und hätte in diesem Spiel auch nicht gepasst. Prägend für diese Partie war natürlich die Triest Variante. Frank und Timo waren so eng, da passte einfach nix dazwischen. Folglich blieb mir nichts anderes übrig, als meinerseits einen festen Partner zu finden. Da Victor ähnlich wie Timo gleich in Vorleistung getreten ist, waren die Fronten schnell geklärt.
Erstmals irritiert war ich von Victors Griechenland Einnahme im Frühjahr 1902. Warum mit der Flotte dorthin und nicht mit der Armee von Bul? So war Gre natürlich nicht zu halten und die Chance auf die dritte notwendige Flotte vertan. Von da an war klar, mit der Juggernaut ward dat nix.
Und jetzt wünsche ich mir nur noch eine Erklärung, warum danach alles Werben um die Gunst von Horst umsonst war. Zu dritt hätten wir von da an locker alles klar gemacht. Aber Horst blieb stur und stand treu zu Marcus, nur um ihm zu einem viel ungünstigeren Zeitpunkt dann doch noch in den Rücken zu fallen. Aber vielleicht war es besser so, dem Spiel jedenfalls hat es ganz sicher nicht geschadet. Zu Christians Hin- & her muss man nicht viel sagen. Sowas geht selten gut. Was war da im Herbst 1903 los? Volle Unterstützung meinerseits für Deutschland und dann so eine Reaktion… ich war sprachlos. Und von da an auch unversöhnlich. Der Niedergang Italiens spielte mir natürlich in die Karten. Sissi war wieder Single und wer träumt nicht von so einer Braut? Treu und selbstlos bis in den Tod. Am Ende habe ich es einfach nicht über’s Herz gebracht, Victor das Angebot zum 2er zu unterbreiten. Victor - Du hättest doch mitgemacht, oder ?
Jungs, es hat Spaß gemacht! Und mein Dank natürlich auch an Attila. Auch wenn die Technik hier & da hakte, die Verzögerungen hielten sich in Grenzen. Eine Partie, die in Erinnerung bleibt.

Gruß von Rasputin / Thomas

11.02.2021, 23:34 Uhr, Verfasser: Russisches Reich



1051 | Liebe Mitspieler,

eine spannende Partie ist zu Ende gegangen. Hätte mir jemand vor einem knappen halben Jahr die aktuelle Karte gezeigt, hätte ich ihm vermutlich nicht geglaubt – so abwegig wäre das damals für mich gewesen.

Für mich als Herrscherin über Österreich-Ungarn war schon früh klar: das Schlimmste, was passieren könnte, wäre ein Juggernaut, denn der Weg gen Osten führt zunächst über Österreich und den Balkan. Also gab ich mein Möglichstes, mich mit Rasputin anzufreunden und bei jeder sich bietenden Gelegenheit gegen den Friedenswächter zu wettern.

Mit dem Camper hatte ich von Beginn an ein sehr vertrauensvolles Verhältnis (auch dank des Triest-Vertrags) und hätte mir wirklich gewünscht, dass er nicht "unter die Räder" gekommen wäre. Dazu später mehr.

Mein Plan, einen Keil zwischen Russland und Osmanien zu treiben, scheiterte leider daran, dass sich Rasputin nicht so recht vom Friedenswächter lösen wollte. Mit dem Äquivalent zum zwischen Italien und mir geschlossenen Triest-Vertrag erkaufte sich der Sultan mit der kampflosen Übergabe des schwarzen Meeres offenbar dauerhaft die Sympathie des Zaren. All meine Bemühungen schienen nicht zu fruchten, so dass ich 1902 aus Not und Verzweiflung versuchte, erst nach Galizien und dann nach Rumänien zu kommen, weil ich nicht zulassen konnte, dass ein osmanien-freundliches Russland zu stark werden würde. Ich hätte damals gerne anders entschieden, aber die Angst vor dem Juggernaut ließ für mich keine andere Möglichkeit offen.

Zum Glück ließen sich auch die anderen vor der drohenden Juggernaut-Gefahr überzeugen, so dass ich – obwohl ich zwischenzeitlich auf 3 VZ gefallen war – auf starke Partner zählen konnte.

Alles lief bestens, bis TomTailer im Herbst 1905 übermütig wurde, und zeitgleich Italien, England und Deutschland stabbte. Doch selbst der starke Zuwachs von drei VZ reichte nicht aus, um die diplomatischen Scherben aufzufegen. Ich wechselte die Seiten und verbündete mich mit dem "Feind", um die Gräueltaten der Franzosen zu rächen.

Rasputin habe ich eh von Anfang an als sehr vertrauenswürdig kennengelernt – und es schmerzte mich wirklich sehr, ihn angreifen zu müssen, als er dem Friedenswächter nicht den Rücken kehren wollte – aber am Ende sollte ja doch noch alles gut werden. Rasputin legte seine Hand für den Sultan ins Feuer und wir starteten eine neue Offensive gegen Frankreich. Und gegen das Deutsche Reich – warum Graf Hitzkopf trotz des Stabbs so verbissen an TomTailer festgehalten hat erschließt sich mir bis heute nicht.

Und was ich auch nicht verstanden habe, ist der Zug des Campers nach East und das Auflösen der Flotte in Ion. Das hat mir sehr leid getan, denn wäre der Camper in Tunis geblieben, hätten wir ihn genauso wie Romulus irgendwie im Spiel halten können – verdient hätte er es, denn er war ein wirklich sehr vertrauenswürdiger, angenehmer und für alle Vorschläge offener Partner. Frank, ich wünschte, du hättest dich in dem Jahr anders entschieden und wärst in Tunis geblieben. Dein frühes Ausscheiden hat mich betroffen gemacht, das habe ich keinesfalls gewollt.

Als der Sultan dann im Herbst 1908 den gleichen Fehler machte wie TomTailor zuvor und kurzsichtig im österreichischen Hinterland wildern wollte (anstatt sich von mir nach Neapel unterstützen zu lassen), war ich überrascht. Natürlich musste ich bei meiner offensiven Militärpositionierung damit rechnen, dass so etwas passiert. Erwartet habe ich es trotzdem nicht. Und wäre Graf Hitzkopf nicht so stur und unnachgiebig in den Verhandlungen gewesen, wäre die Partie vermutlich mit einem F/E/Ö zu Ende gegangen.

Letztendlich waren die Verhandlungen mit Frankreich und dem Deutschen Reich aber so unproduktiv (und verkneife mir hier mal das Wort "unverschämt"... ups...), dass ich mich bei einer langen Abwägung dazu entschieden habe, dem Friedenswächter eine zweite Chance zu geben und seinen Stabb zu verzeihen. Ich nehme an, zu dem Zeitpunkt hatte er ebenfalls bereits eingesehen, wie kurzsichtig der Stabb war und dass er ihm auf Dauer nur geschadet hat/hätte. Mein Glück war in diesem Moment auch das gute Verhältnis zu Rasputin, der sich – wenn auch schweren Herzens – bei einer Eskalation zwischen Österreich und Osmanien auf meine Seite geschlagen hätte. Vielen Dank dafür, Thomas. Du hast durch deine sachliche, überlegte und loyale Art maßgeblich zum Spielergebnis beigetragen.

Wie sagt man so schön: in einer Beziehung muss es erst einmal richtig kriseln, damit man merkt, wie sehr man sich gegenseitig braucht. Das war hier wohl auch der Fall. Denn danach konnten wir vertrauensvoll weiter spielen und die Partie mit dem früh ins Auge gefassten 4er-Draw zu einem Ende bringen. Ich hätte gerne auch den Camper noch dabei gehabt (und hatte seinerzeit auch die entsprechenden Draw-Anträge gestellt und – Attila ist mein Zeuge – auch befürwortet), aber es hat nicht sollen sein.

Ich hoffe, dass dennoch alle die Partie als so spannend empfanden wie ich (auch wenn in den letzten zwei bis drei Jahren recht klar war, dass sich an den Bündnissen nicht mehr viel ändern wird und es für Horst und Christian vermutlich recht frustrierend gewesen sein muss, gegen eine Wand zu reden).

Abschließende Worte:

Marcus, ich möchte lobend erwähnen, dass du selbst in der dunkelsten Stunde mit nur noch einem VZ nie den Kopf hast hängen lassen und dich stets für das Bündnis eingesetzt hat. Dein Anteil am Draw ist wohlverdient.

Horst, du hast Frankreich ruhmreich in die Schlacht geführt und bis zu deinem Stabb vermutlich sogar die Diplomatie am Brett dominiert. Dein Stabb gleich gegen drei Nationen war aber vermutlich zu übermütig, denn danach war es für mich relativ leicht, dich als den bösen Imperator hinzustellen und die anderen gegen dich zu vereinen. Ich war übrigens – dass muss ich hier erwähnen – überrascht und auch ein bisschen enttäuscht von dem Stabb. Ich dachte eigentlich, dass es gut lief und wir die Sache gemeinsam zu Ende bringen würden. Aber Diplo ist halt immer für Überraschungen gut.

Christian, du warst für mich der kleine Querulant am Brett :-D Ich hatte – zumindest im späteren Verlauf der Partie – immer das Gefühl, dass du dein Fähnchen ein bisschen zu sehr nach dem Wind hängst und du den Einfluss von Horst vielleicht ein bisschen überschätzt hast. Ebenfalls überschätzt hast du 1909 deine Verhandlungsposition. Mit München unter österreicheischer Flagge und nur noch drei deutschen VZ hast du die Verhandlungen mit Frankreich regelrecht torpediert. Ein paar hitzige Kommentare weniger und ich hätte die Partie mit euch zu Ende gespielt. Aber der Name "Graf Hitzkopf" kam offenbar nicht von ungefähr. ;-) Den Sultan hat's gefreut.

Frank, die von Anfang an wirklich sehr vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dir hat Spaß gemacht und ohne dich wäre ich vermutlich nicht in die Position gelangt, in die ich im Laufe des Spiels rein gewachsen bin. Ich danke dir für die sehr produktive Diplomatie und möchte noch ein weiteres Mal betonen, dass mein "Einmarsch" in Italien nicht gegen dich ging, sondern einzig der Zurückdrängung von Frankreich diente. Ich hätte wirklich alles möglich gemacht, um dich in Tunis im Spiel zu halten und nach der Räumung Neapels wieder auf italienischen Boden zu bringen – aber dein Groll gegen den Friedenswächter war offenbar größer als ich dachte. Schade. Das tat mir wirklich sehr leid.

Thomas, mit dir zusammenzuspielen empfand ich als ausgesprochen angenehm. Wie ich schon schrieb, fiel es mir wirklich schwer, dir so früh den Rücken zu kehren und ich glaube, das hast du auch gemerkt. Umso besser, dass wir dann doch wieder zueinander gefunden haben und dass du auch die Verhandlungen mit anderen Nationen stets zugunsten unseres Bündnisses geführt hast. Deine Loyalität dem Sultan gegenüber war vorbildlich und nicht viele hätten das Vorschussvertrauen, dass Victor dir hat zukommen lassen, im gleichen Maße gewürdigt wie du. Danke für das schöne Spiel.

Victor, dass wir nach unseren Differenzen am Anfang und dem Stabb in der Mitte die Partie gemeinsam beenden würden, hätte ich bis 1909 nicht für möglich gehalten. Und doch hast du durch dein geschicktes Aufbauen von Vertrauen beim Zar (Bla für Russland) schon früh die Weichen gestellt – dank der sehr integren Spielweise von Thomas. Deinen Stab in 1908 habe ich nicht verstanden, hätte er dir doch kaum einen Vorteil verschafft – dafür waren meine Einheiten nicht weit genug weg. Aber zum Glück – und dank Thomas' Intervention – haben wir ja doch noch wieder zusammengefunden.

Alles in allem eine spannende und abwechslungsreiche Partie mit vielen Wendungen und – zumindest in den ersten 10 Jahren – viel produktivem diplomatischen Austausch. Ich hoffe, der Frust zum Ende hin hielt sich in Grenzen und ich bedanke mich bei allen, dass ihr so treu dabei geblieben seid.

Herzlichst, Sissi a.k.a. Timo.

11.02.2021, 14:21 Uhr, Verfasser: Österreich-Ungarn



1050 | H1913So liebe Freunde der gepflegten Dippy-Unterhaltung. Dies war die letzte Auswertung, da ihr euch auf einen 4er Draw geeinigt habt.

Ich danke euch sehr, dass ihr alle bis zum Schluss dabei geblieben seid. Ich denke, dass allen Beteiligten das Spiel soweit Spaß gemacht habt. Ich hatte das Gefühl, dass ganz schön viel passiert ist :)

Ich bin gespannt, ob ihr überrascht seid, wer sich hinter welchem Pseudonym versteckt.

Gut Brett in euren anderen Spielen weiterhin und bis bald mal wieder!

EOGs sind selbstverständlich gerne gesehen.

11.02.2021, 10:00 Uhr



1049 | Dem schließt sich der ZAR an.

10.02.2021, 10:08 Uhr, Verfasser: Russisches Reich



1048 | Liebe Verbündete,

ich hatte einen Fehler im Mailprogramm.. sodass ich keine Mails empfangen habe und von der Nachrichtenflut nichts mitbekommen habe. Der Sultan hat dem Draw zugestimmt. Er sieht keinen Grund für weitere kriegerische Tätigkeiten..

10.02.2021, 09:49 Uhr, Verfasser: Osmanisches Reich



1047 | Werter Rasputin,

natürlich. Ich werde A Ruhr - Mun ziehen, damit Eure Einheit A Bel freies Geleit hat.

Herzlichst, Sissi.

08.02.2021, 13:40 Uhr, Verfasser: Österreich-Ungarn



1046 | Von mir aus können wir auch direkt einen Draw machen. Ich fand nur den Gedanken schön, dass die Partie damit endet, dass die englische Flotte nach London einläuft.

Herzlichst, Sissi.

08.02.2021, 13:38 Uhr, Verfasser: Österreich-Ungarn



1045 | Nun, solange sich der Sultan nicht äußert, werden russische Einheiten ihre Zentren sichern.
Wir können das vorgeschlagene Draw auch sofort vereinbaren und dem Spuk ein Ende bereiten.
ZAR Rasputin

06.02.2021, 12:35 Uhr, Verfasser: Russisches Reich



1044 | Das Spiel der Friedensbewegung-

Weiterspielen ohne Feind.

06.02.2021, 11:56 Uhr



1043 | Verehrte Sissi,
werte Mitstreiter,
die Befehle wurden erteilt, die Flotte Lon wird wie gewünscht in den Kanal auslaufen. Einige Verschiebungen wird es aber noch geben. Unsere belgische Einheit würde im Herbst gerne wieder Richtung Heimat ziehen. Wäre ein Tausch mit Kiel vorstellbar?
ZAR Rasputin

06.02.2021, 08:53 Uhr, Verfasser: Russisches Reich



1042 | Sorry, da hab ich gepennt. Ist aber ja auch egal, Hauptsache die Brauerei in Portugal steht noch und die englische Flotte legt bald an einer britischen Küste an.

Ich stelle folgenden Antrag zur Abstimmung, den wir theoretisch in einem Rutsch abhandeln können:

F1913
F Iri - Wal
F Lon - Eng
alle anderen: Hold

H1913
F Wal - Lon
alle anderen: Hold

Danach:
Friedensvertrag:
- England: 4 VZ
- Osmanien: 4 VZ
- Russland: 4 VZ
- Österreich: 4 VZ
(die Anzahl der VZ entspricht laut Ludo-Regeln der Anzahl der verbliebenen Mitspieler)

Bitte gebt Eure Stimme (Ja/Nein) per Mail an Attila ab. Wenn alle einverstanden sind, kann Attila die beiden verkürzten Auswertungen durchführen und es herrscht endlich wieder Frieden in Europa (und Romulus/McBrewster sind wieder in heimischen Gefilden).

Schon mal Danke an alle. Hat Spaß gemacht!

Herzlichst,
Sissi.

03.02.2021, 02:35 Uhr, Verfasser: Österreich-Ungarn



1041 | Möchtest Du denn, dass der Krieg vorbei ist?
Die Chancen stehen nicht schlecht...

02.02.2021, 22:16 Uhr



1040 | Sissi hat es gut mit Dir gemeint, mein Freund!
ZAR Rasputin

02.02.2021, 22:09 Uhr, Verfasser: Russisches Reich



1039 | Ich habe eigentlich einen Bounce abgegeben. Wenn ich mir die Züge durchlese, habe ich entweder total gesoffen und finde den Fehler nicht oder ich kapiere nicht warum der Bounce nicht gezählt hat? :-)

Ein etwas Ratloser Sultan grüßt in ein Europa!

Ist denn der Krieg nun vorbei? Erste Stimmen im Osmanischen Reich machen sich breit...

02.02.2021, 21:58 Uhr



1038 | Da wird dem englischen König einfach Spanien geraubt... zzz

02.02.2021, 21:52 Uhr



1037 | H1912Da alle "set no wait" abgegeben haben, konnte ich einen Tag früher auswerten. Wenn gewünscht und noch weitere Züge kommen, gerne wieder diese Option mit angeben und dann können wir gerne auch schneller voranschreiten.

Vielen herzlichen Dank an Frankreich und Deutschland, dass Sie trotz der zuletzt eher nach unten zeigenden Tendenz so brav ihre Züge abgegeben haben. So ist der Job der Spielleitung wirklich easy!

Gut Brett weiterhin und bin gespannt, wie es weitergeht.

02.02.2021, 19:36 Uhr



1036 | An Zar Rasputin.

Die englische Flotte wird sich in die irische See begeben, ihr solltet London decken, könnte sonst als Unterschlupf für die deutsche Armee dienen.

McBrewster für König Romulus

31.01.2021, 19:30 Uhr

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