GB17 - Gunboat - beendet !

Partie beendet am 14.06.2011,
Spielleitung: Rene Schweiger
 

Zürcher Allgemeine Tageblatt
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- Die aktuelle Lage in Europa im Herbst1908 - (Klick für Spielzüge)
  
52 | EoG GB17Zunächst: herzlichen Dank an die Mitspieler und den Spielleiter. Es war ja nicht immer so ganz einfach...

Zu Beginn der Partie gab es zunächst erstmal ein Geplänkel in Gestalt einer hübschen Presseschlacht, angezettelt von einem offensichtlich etwas überdrehten Zaren. Als türkischer Nachbar war mir klar, dass ich den Versuch nicht unterlassen durfte, propagandistisch zu punkten. Daher also meine – anonyme – Presseerklärung Nr. 8;-) Inwieweit das nützlich war oder nicht – es war zumindest amüsant.

Mit der Meldung Nr. 11 unterlief unserem sonst sehr zuverlässigen Spielleiter ein kleiner Lapsus, denn er hob meine Anonymität Nr. 8 betreffend auf. Ob mein prompt nachgeschobenes Dementi Nr. 12 (natürlich geflunkert!) was bewirkt hat, weiß ich genausowenig, aber es kam eine klar antirussische Depesche mit Nr. 13 aus offensichtlich nicht-türkischer Feder, ich vermute: David, die Wasser auf meine Mühlen war.

Mit ÖU war schnell Einigkeit zu erzielen zum gemeinsamen Vorgehen gegen den Zaren. David war sogar zu dem 100% antirussischen A Bud – Rum entschlossen. Ein Beispiel dafür, wie polternde Rhethorik zum Bumerang werden kann. Das passive A Vie xxx habe ich allerdings nicht verstanden.

Martin hatte die aggressive Rhethorik des Zaren auch verprellt, so dass er erkennen ließ, ihn nicht nach Schweden zu lassen. Und Italien machte keine Anstalten zu einem lepanto. Darüberhinaus konnte ich mit Italien Einigung erzielen, mich auf nicht mehr als zwei Flotten zu beschränken und eine davon im Schwarzmeer zu belassen. Kurzfristig sowieso nützlich für beide aber auch längerfristig eine gute Vereinbarung. Sie steht und fällt allerdings mit der übrigen Situation auf dem Brett. Aber der konnte ich ruhig entgegensehen, den Rücken gegen Russland frei habend.

Mit Frankreich gab es von Anfang an gute Korrespondenz und zum Teil witzige Kommentare, mit England ging diplomatisch nicht viel zusammen.

Gleichwie, was zieht also der Osmane, wenn er einen ungestüm aggressiven Russen zu erwarten hat und auf gutem Fuß mit ÖU und D steht: den turkish hedgehog natürlich. Er sieht so unscheinbar aus und enthält doch jede Menge Gift gegen Russland, stellt er ihn doch vor eine ganze Reihe massiver Probleme. So auch diesmal. Und der hedgehog eröffnet diplomatisch schönen Spielraum, in diesem Fall zu einem bluff.

Und Russland ließ sich bluffen. Dazu diente auch der Presseartikel Nr. 16. Der Zar sollte annehmen, dass David und ich uns von seiner Rhethorik beeindrucken lassen und zu einer totalen Defensive übergehen, die sich ausschließlich der Eindämmung seiner Aggression verschreibt. April, April, es sollte dann etwas anders laufen... Anstatt mit defensiven selbst-bounces nach Bud und Ank, wie der Zar annahm, gingen David und ich, Martin dabei immer mit im Boot, so aggressiv wie möglich gegen Russland vor – mit Erfolg. Ergebnis: nach dem Herbst 1901 sah Russland bereits aus wie ein gerupftes Huhn.

Dass Italien ÖU in Triest überrannte, war gut und schlecht zugleich. Gut, weil Italien damit anderweitig eine Front eröffnete, schlecht, weil mein einziger Bundesgenosse unter den Nachbarn damit in schwere Bedrängnis kam. Unter dem Strich war es sicher Wasser auf meine Mühlen, denn mein Vorstoß nach Serbien, für ÖU normalerweise existenzbedrohend, erwies sich nun als geeignet, David im Spiel zu halten, so dass meine Besetzung Serbiens den Charakter einer Rettungsaktion und nicht den einer hinterhältigen Aktion zu Lasten ÖUs erhielt und ihn womöglich sonst verprellt hätte.

Nach dem sehr vorsichtigen Frühjahrszug 1902 war es dann nach dem H1902 mit dem Zaren auch fast schon vorbei, auch weil E + D den Zaren in Skandinavien in StP klassisch verladen hatten.

Marcel machte dann mit dem, was vom Zarenreich noch übrig war, gemeinsame Sache, und Deutschland wechselte die Fronten, weil es sich von Italien Unterstützung gegen E + F versprach. Das machte es noch schwieriger für ÖU, sich zu behaupten und mir umso leichter, gegen Russland vorzugehen, was Ende 1903 dazu führte, dass sich Russland als Landmacht aufgelöst hatte, und nun ÖU um´s Überleben zu kämpfen hatte.

Exkurs: das frühzeitige Aussteigen von Queen Freddie fand ich bedauerlich. Aber anstatt mich an Diskussionen zu beteiligen, fand ich es charmanter, das etwas rüpelhafte Verhalten des Zaren dadurch zu beantworten, ihn einfach so schnell wie möglich ins Exil zu schicken.

Für mich stellte sich vor dem Herbstzug 1903 die Frage, ob ich das Flottenabkommen mit Italien - Beschränkung auf zwei Flotten, eine davon in Bla – beibehalten oder zum offenen Konflikt übergehen sollte. Entscheidend hierbei war für mich die Lage auf dem übrigen Brett. Italien hatte ein inzwischen festes Bündnis mit Deutschland etabliert und erpresste Frankreich sehr geschickt mit seinen Flotten im Westen, war also drauf und dran, in eine dominierende Position zu kommen. Wie hätte ich also expansiv nur zu Lande mit Italien Schritt halten können, ohne in ebensolche Abhängigkeit zu geraten wie Mathias, der mir darüber auch sein Leid klagte? Und mit Martin stand mir eine Landmacht mit 5 und mehr Armeen sowie Flotten in der Ostsee gegenüber, die noch dazu überaus einfach zu verteidigen war an der Linie Berlin-München?

Also kam mit dem Aufbau der dritten Flotte in Smy der Bruch mit Italien in der Erwartung, zusammen mit dem geschrumpften ÖU auf Italien soweit Druck ausüben zu können, dass Frankreich sich aus der Umklammerung lösen und zusammen mit uns die Farbe Grün zum Verblassen bringen würde.

Der Frühjahrszug 1904 ging allerdings gründlich daneben. Anstatt ÖU im Spiel zu halten, was die Sache wesentlich erleichtert hätte, kam es zu Zügen, die Aussahen wie ein gnadenloser stab von mir gegen David, die aber nur auf einer Kommunikationspanne zusammen mit einer groben Fehleinschätzung meinerseits beruhten. Ich hatte einfach übersehen, dass Davids Armee in Triest aufgelöst wurde, so wie ich befahl, noch dazu nicht richtig mit ihm abgestimmt. Shit happens.

Danach drohte der Stellungskrieg und ein 3er- oder 4er-draw.

Die einzige Hoffnung blieb nun Frankreich. Nachdem der Kontakt nie abriss, nehme ich an, Mathias wurde es irgendwann einfach zu fade, Juniorpartner von Italiens Gnaden in einem Bündnis I + D + F zu sein, wo er selbst die allerbesten Chancen auf mindestens Platz 2 oder ein 2er-draw hatte angesichts seiner Position. Schließlich hatte er auch England besiegt, die italienische Mithilfe hatte dabei mehr symbolischen als faktischen Anteil. Insofern war ich nicht überrascht, dass die West-Allianz nach dem F1906 zerbrach.

Mathias versuchte dann, herauszuholen was herauszuholen war, und Marcel und Martin waren sauer. Klar, dass das die besten Voraussetzungen für meine weitere Expansion waren.

Insgesamt habe ich eine ordentliche Portion Glück gehabt,

freundliche Grüße

Clemens Leathley

15.06.2011, 16:49 Uhr, Verfasser: Osmanisches Reich



51 | H1908Hallo Diplomaten,

ich habe noch auf einen Befehl gewartet, da dies aber keinen Unterschied auf das Ergebnis macht, habe ich jetzt einfach ausgewertet.

Ich gratuliere dem Sultan Clemens Leathley zu seinem Solo.
EOG-Kommentare in der Z.A.T. oder per E-Mail an mich sind möglich und erwünscht...

René

14.06.2011, 10:05 Uhr



50 | F1908Hallo Diplomaten,

die neue Auswertung ist online.

René

06.06.2011, 22:29 Uhr



49 | H1907Hallo Diplomaten,

die neue Auswertung ist online.

René

30.05.2011, 22:15 Uhr



48 | F1907Hallo Diplomaten,

der Friedensvertrag wurde abgelehnt!
Deshalb benötige ich von jedem Spieler bis morgen Abend seine Befehle, falls ich sie noch nicht habe.

René

29.05.2011, 19:22 Uhr, Verfasser: Schweiz

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