GB19 - Gunboat - beendet !

Partie beendet am 30.11.2012, Draw zwischen E, F, I und T
Spielleitung: Christian Lankenau
 

Zürcher Allgemeine Tageblatt
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58 | EOG AustriaMoin zusammen,

hier ein kleines EoG aus meiner Sicht.

Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, die Partie über nur in Haiku-Form zu kommunizieren, aber auf Dauer ist es echt schwer, das durchzuhalten. Ab 03 ging der Vorsatz daher die Wupper runter.

01 lief grandios. Potentielle Bedrohung durch Italien, Mut zum Risiko und 3 Aufbauten im ersten Jahr. Ein Start, der sich sehen lassen kann.

Mein Wunsch-Partner von Anfang an war der Sultan. Leider habe ich damit auf das falsche Pferd gesetzt, da er mich unterm Strich in jedem einzelnen Zug angelogen hat.
Dennoch habe ich dem Bündnis eine 02 eine weitere Chance gegeben. Denn unterm Strich sah ich natürlich die Gefahr durch den möglichen stab - jedoch hatte der Sultan in meinen Augen durch den stab keinen Vorteil gegenüber einer Zusammenarbeit.
Das WT war recht deutlich erkennbar und gemeinsam wären wir stark und schnell genug gewesen, R und I schnell zu erobern - mit deutlichen Zugewinnen für beide.

Nun, der Sultan hat sich anders entschieden und mich auseinander genommen. Schade. Aber der letztliche Erfolg gab ihm Recht. Ob wir in einem Bündnis besser raus gegangen wären als mit einem 4er Draw - wer weiß.

Nach meinen Erfahrungen mit der Türkei war es für mich recht überraschend, dass er später so treu zu Italien stand. Respekt dafür - das hätte ich mir auch für T/ÖU gewünscht.

Sieger der Partie ist für mich Italien - Glückwunsch an alle 4 Draw-Teilnehmer.

Viele Grüße,
Sven

03.12.2012, 17:34 Uhr, Verfasser: Österreich-Ungarn



57 | EOG ItalienHallo Ihr,
hier der EOG von Italien.

erst mal eine Anekdote zu meinem Namen.

Ich stand anfangs als N.N. in der Liste und Österreich fragte, ob das die Abkürzung für "Nudel Napoli" sei.
Ich fand den Vorschlag klasse und hab daraufhin den Namen übernommen;-)

Wie war das doch am Anfang:
- Bündnis mir Österreich
- netter Konbtakt zum Osmanen
- DMZ mit Frankreich

also VEN - TYR

dann gleich in der ersten Auswertung die peinliche Überraschung:
MAR - Pied


na ja, kann ja mal passieren...
Aber Frankreich wollte da nicht wieder weg und kündigte sogar Pied - VEN an.
das Ganze und die restlichen westlich Züge rochen schon nach Western-Triple

Also ging nur noch:
- Beton anrühren
- Stellung festigen
- auf nach MUN

Als ich dann glücklich in MUN stand, wurde der Deutsche eine herbe Enttäuschung:
statt mit mir nach Frankreich wollte er nur MUN wiederhaben.
strategisch kurzsichtig...

Wir hätten gute Chancen gegen den Franzosen gehabt, denn der hatte zu viele Flotten.
Die brauchte er zwar für ein Patt gegen mich, aber in Kernland war er weich.


Dafür kam dann noch ein kurzsichtiger Österreicher, der sicherlich meinte,
er könne gut mit Frankreich den Italiener zerteilen.
Hatte er übersehen, dass er damit dem Osten seinen ungeschützten Rücken zudreht.
So musste ich dann alle Truppen abbauen, aber mit meinen Flotten konnte ich Frankreich halten.

Was für ein Glück, dass ich immer die osmanischen Kontakte gepflegt hatte.
Der nach sich ein paar österreichische Filetstücke und half mir.

Es kam also, was immer kommt:
greifen Italien oder Österreich-Ungarn sich gegenseitig an, gehen sie Beide unter.

Aber ich hatte ja zum Glück den osmanischen Rettungsring;-))

Nebenbei wurde der Deutsche, der aus meiner Sicht etwas planlos im Spiel rumwurschtelte, vom Brett genommen.
Konsequent und von mir erwartet...

Und dann gab es da noch osmanisch-englisch-französische Absprachen.
Die daraus resultierenden Zeitgewinne haben das osmanische Reich und Italien dann nutzen können,
eine stabile Draw-Line aufzubauen.

Somit war der 4er Draw dann sicher.

Das englische Beharren auf einen 3er Draw unter Ausschluss von Italien fand ich sinnlos,
nachdem der Osmane auf einen 4er mit Italien bestand, weil er mein Verdienst beim Aufhalten des Westens respektierte.

Eine Einstellung, die man heutzutage leider selten findet und die meine Hochachtung und Anerkennung verdient.

Gruß
Dr. Stefan (Italien)

03.12.2012, 08:13 Uhr, Verfasser: Italien



56 | FRANCE EOGHallo Zusammen,

dann schreibt Frankreich mal das erste End-Of-Game-Statement.

Erst einmal zur Klarstellung, mein Pseudonym lautet eigentlich "Speedy Gonzales" und nicht "Speeds Gonzales", aber im Laufe des Spiels fand ich "Speeds" eigentlich immer besser.

Kommen wir zum Spiel. als Franzose muss man ja eigentlich entweder mit Deutschland gegen England oder umgekehrt mit England gegen Deutschland spielen, aber wichtiger ist es, dass die beiden nicht gegen Dich spielen.
Noch wichtiger ist aber, dass man sich mit Italien einig ist, was eigentlich simpel ist, denn Italien gegen Frankreich ist eigentlich recht sinnlos für beide Beteiligten, wenn das Umfeld nicht optimal dafür ist.
In diesem Spiel war es aber so, dass ich mit der italienischen Kommunikation überhaupt nicht klar gekommen bin und er trotz mehrmaligen Nachfragens das Thema Piemont offen gelassen hat.

Das hatte dazu geführt, dass ich Italien als Hauptverdächtigen ansehen musste, denn mit Deutschland und England lief die Kommunikation sehr gut an. Somit musste ich mir das Umfeld für eine mögliche Südvariante gegen Italien gestalten und habe versucht, ein Western-Triple zu basteln. Das WT war dann irgendwie vereinbart und das Spiel ging los.

Verwunderung: Deutschland zieht voll in meine Richtung statt nach Osten und Dänemark.
Aber ganz große Überraschung: Ich stehe tatsächlich in Piemont!!!. Was soll ich da eigentlich?

Die Folgeverhandlungen mit Italien und die Züge meiner Piemont-Armee haben sich dann aus meiner Sicht nur noch grotesk gestaltet und meine Armee irrte relativ planlos durch Norditalien.
Jedenfalls war das Verhältnis zu Italien voll im Eimer. Dazu war das Vertrauen in Deutschland auch nicht so richtig ausgeprägt. Irgendwie hatte ich auch das Gefühl, dass Italien und Deutschland zusammen spielen könnten.

Aber glücklicherweise hatte ich in England einen zuverlässigen, kommunikativ sehr gut eingestellten Partner, für den es dann auch ausgesprochen gut lief. Damit war der Plan für mich relativ klar, ich war der schwächere Partner im Bündnis England-Frankreich und wäre im Mittelspiel auf das Wohlwollen Englands angewiesen gewesen. Da England und Frankreich auch gleichberechtigt agierend nicht so leicht eine stabile 2-er-draw-linie basteln können, war mir sowieso klar, dass wir am Ende mit Osmanien einen Dreier-Draw machen werden.

Für mich bestand dann nur das Risiko, dass Osmanien und England relativ einfach einen 2-er-draw gestalten können. Dieses Problem habe ich versucht zu lösen, indem ich Osmanien geholfen habe, ganz ganz schnell zu wachsen, um bei England Solo-Phobien zu erzeugen, was auch verblüffend gut funktioniert hat.

Dass daraus dann für England und mich völlig überraschend ein 4er-draw würde ist eine andere Geschichte, welche die Täter besser beschreiben können.

Vielen Dank an alle Mitspieler, denn dieses Spiel hat überdurchschnittlich viel Spaß gemacht, da es spieltaktisch sehr interessant war und hinsichtlich der Kommunikation ausgesprochen abwechslungsreich und fair lief. So sollte Diplomacy immer sein. Naja, die letzten drei Spieljahre hätten wir uns Schenken können, aber das war eigentlich auch eine ganz putzige Erfahrung.

Und natürlich ein ganz grosses Dankeschön an Christian, der seinen Job wie immer perfekt erledigt hat.

Bis zum nächsten Spiel
Carsten (für Frankreich)

01.12.2012, 23:41 Uhr, Verfasser: Frankreich



55 | Für die Statistikfreaks unter euch:

Mailverteilung

30.11.2012, 20:38 Uhr, Verfasser: Schweiz



54 | F1911 - EOGHier jetzt noch einmal ganz offiziell:

Der Draw ist angenommen. Das Spiel ist vorüber. Herzlichen Glückwunsch an Carsten, Harald, Lothar und Stefan.

Respekt den Siegern. Erstaunlich, wie professionell ihr miteinander umgegangen seid. Jeder mit eigener Sichtweise auf die Ereignisse, mit Argumenten Pro und Contra und keiner ließ sich verbiegen. Und auch das jetzige Ende, die (Zwangs-)Entscheidung wurde souverän herbeigeführt ohne dass es in einem 'wirklichen' Stab endete.

Für mich als SL war die Partie von Anfang bis zum Ende äußerst unterhaltsam und spannend. Insgesamt habt ihr euch über 1.000 Mails gesandt.

Es begann mit einem Western-Triple, der auch durchaus funktioniert hätte, wenn die Zugrichtung für alle Mittäter klar gewesen wäre. Irgendwie, warum auch immer, wollte der Dritte im Bunde das nötige Vertrauen nicht beibringen, der verbliebene Rest des Triple schloss sich darauf zu einem festen, starken Bündnis zusammen. Selbst im Endspiel, wie schon geschrieben, wurde dies nicht durch einen gemeinen Stab gestört, der eine Partner drängte lediglich zu einem erzwungenen Draw.

Auch meine Anerkennung an die zweite Allianz in diesem Spiel. David und Goliath. Es gehört schon einiges an gegenseitigem Respekt dazu, sich von den Plätzen 1-3 auf 4 herabstufen zu lassen um nicht wortbrüchig zu werden.

Ich wüsste jedenfalls, mit wem ich am nächsten Brett zusammenspielen könnte/würde.

Aber, ihr habt sicherlich ganz andere Sichtweisen zu dieser Partie. Würde mich also über jedes EOG freuen. Bitte schreibt doch nach Möglichkeit direkt hier in der Z.A.T.
Dazu haben alle, auch die schon vorher ausgeschiedenen Mitspieler, wieder Schreibrechte auf dieser Seite bekommen.

lg Christian

30.11.2012, 19:18 Uhr, Verfasser: Schweiz

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