GB21 - Standard-Gunboat - beendet !

Partie beendet am 13.12.2013, Solo Russland mit 20 Vz
Spielleitung: Christian Lankenau
 

Zürcher Allgemeine Tageblatt
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- Die aktuelle Lage in Europa im Herbst1907 - (Klick für Spielzüge)
  
175 | Moin Carsten, Christian, Lothar, Lucas, Lutz, Martin und Stefan,

nach dem letzten EOG habe ich jetzt die Anonymität aufgehoben und werde die Partie dann auch bei Ludo eintragen.

Herzlichen Dank für die schönen, ausführlichen EOGs.

Diese Partie und vor allem eure Kommunikation untereinander hatte es in sich. Ihr könnt euch nicht vorstellen wie oft ich hier Tränen gelacht oder vor Verzweiflung in die Tischkante gebissen habe. Allein das Thema Belgien wurde in fast 200 von über 1.150 Mails abgehandelt. Merke: es kommt nicht darauf an, wer am Schluss in Belgien oder London steht, bei einem Solo gibt es nur einen ersten Platz und sonst gar nichts. Erst recht nicht, wenn das Solo mit 14 Vz Vorsprung absolviert wird. Da ist es auch egal, ob man zum Schluss selber noch 0 oder 6 Vz hat. Aber gerade deshalb meinen Respekt an euch, das ihr durchgehalten, nicht aufgegeben und weitergespielt habt, obwohl sich das Ergebnis schon lange abzeichnete. Nun, für mich war es natürlich ob des Mailverkehrs schon früher offensichtlich. Dass es zum Ende so schnell ging, hatte ich allerdings auch nicht gedacht.

Jedenfalls, nach dieser Partie kann ich sagen: GunBoat ist die wahre Seele des Diplomacy. So frei und ohne Ängste und Vorbehalte gegen vermeintlich starke Mitspieler und trotzdem so kommunikativ kann man dieses Spiel wohl sonst nicht spielen. Was hindert euch direkt wieder den Anmeldebutton zu drücken? Wer möchte, kann auch gerne über mein Tool dies aus Spielleitersicht probieren, ich würde meine Anmeldung dann zurückziehen.

Zum Spiel selber ist alles gesagt. Ich kann mich nur nochmal bei allen Bedanken und Lothar gratulieren. Dir wurde es wirklich einfach gemacht, aber Du hast auch hart dafür gearbeitet, die meisten Mails verschickt und sicher manches mal Blut und Wasser geschwitzt. Noch nie war ich als Spielleiter so gespannt auf die Auswertungen wie in dieser Partie. Die Finte mit dem zweiten Platz war einfach nur endgeil.

Tschüss bis zum Nächstenmal.

Lg Christian

PS: OK, mit einer A Rom wären es nur 13 Vz Abstand geworden ;-)

15.12.2013, 23:28 Uhr, Verfasser: Schweiz



174 | EOG Frankreich

auch eure gamma wird noch ihren brause zu dieser partie vergießen

vorab viele dank an christian für die spielleitung in dieser partie

und die üblichen glückwünsche an den solo-nerd

und nun zum spiel

die länderverteilung hatte eine häßliche überraschung
frankreich
wie
frankreich
großes fragezeichen

ich hatte doch italien an 1 gesetzt

oh oh
da hatte noch einer italien auf 1 gesetzt
warum wohl…

da war mir klar das ich einen angriff von italien zu erwarten habe
und das vor der ersten verhandlung
macht das leben aber doch irgendwie leichter…

also brauchte ich im norden einen schnellen erfolg um im süden halten zu können

und dann war da noch die sache mit der „legende“

ich wollte in gunboat eine rolle spielen
also legende gebaut:
es sollte eine schülerin werden
- also schreiben nur mit kleinbuchstaben
- ohne interpunktion
- schreibfehler sind erlaubt
- leichte naivität darf eingestreut werden
(schick fand ich den bio-spruch ;-)

dann ein name gesucht
- es soll ein lustiger name sein
- doppeldeutigkeit ist erlaubt
- aber er soll auch kraftvoll sein

und so entstand gamma
wo kam das her
- „Gamma-Gerät“
- besser bekannt als „Dicke Bertha“
- http://de.wikipedia.org/wiki/Dicke_Bertha#Kurze_Marine-Kanone_12_L.2F16_.28.E2.80.9EGamma-Ger.C3.A4t.E2.80.9C.29

spielverlauf

F1901
deutschland bot mir ein bündnis gegen england an
russland bot mir ein bündnis gegen england und danach gegen deutschland an (also hatte russland ein bündnis mit dem deutschen)
england wollte mir mir gegen deutschland

da wurde deutschland meine wahl denn es versprach schnelle erfolge
strategisch war der russe interessant

aber deutschland verpatzden den ersten zug

klar gab es dmz absprachen mit italinen, z.B. in Pied
aber ich wusste ja was die wert sind...

H1901
ein schneller erfolg musste her
wegen des patzers fiel deutschland aber faktisch aus
und welcher franzose will schon drei aufbauten (BEL)

also überredete ich england zu einer waghalsigen variante gegen deutschland
ein schneller todesstoß

es sollte gleichzeitig luft gegen den russen schaffen

aber leider parierte deutschland und russland unerwartet gut
(an dieser stelle tippe ich auf nerd=Lothar Gilch, viel Gunboat Spieler)

und wie erwartet kann der italienische angriff

F1902
Italien ausgeschimpft
„du wolltest mich ja schon vor der partie angreifen“
„ich hatte ja nie eine diplomatische chance“
woher wusste ich das wohl

ansonsten brannte die lage
ich brauchte die englische truppe auf dem festland um gegen deutschland luft zu bekommen und einheiten gegen italien frei zu bekommen
also mit england den zug in den kanal abgestimmt um die landung LON – BEL zu ermöglichen

H1902
jetzt muss die landung nach BEL kommen
aber england wollte nicht
so ein sch…
und dann noch der italiener in MAT
hilferuf nach österreich
antwort
„jetzt noch nicht, aber ich sende dir ein zeichen“
dann gab es noch eine absprache mit dem deutsche
aber er hat sie nicht eingehalten

F1903
jetzt muss die landung nach BEL kommen
aber england wollte nicht
so ein sch…
die österreichische flotte TRI sprach bände
armer italiener
er griff mich trotzdem an
und der ösi griff den italiener an
dann gab es noch eine absprache mit dem deutsche
aber er hat sie nicht eingehalten

H1903
es kam ein komischer vorschlag aus italien
„lass mir TUN“
„ich lass dir SPA und POR“
wirklich ein komischer vorschlag
korrekt währe gewesen
„lass uns TUN und MAR tauschen“
„anschießend steht die französiche flotte TUN italien bedingungslos zur verfügung“
also eine finte
dann gab es noch eine absprache mit dem deutsche
aber er hat sie nicht eingehalten

F1904
endlich landet die englische truppe da, wo ich sie schon seit zwei jahren brauche
zu spät
viel zu spät
und der russe stabbt den ösi
SOLO-Alarm
dann gab es noch eine absprache mit dem deutsche
aber er hat sie nicht eingehalten

H1904
wer soll dem russen das solo verwehren
es geht nur deutschland und österreich gemeinsam
beide steckten aber in einem zwei-fronten-krieg
damit brauchen die beiden luft im rücken
das kann ich nur erzeugen
wenn ich den engländer (in LON) und den Italiener (in MAR) schwäche
aber wird das ausreichen
was sind die alternativen
ausschlaggebend war der wille des italieners wieder nach MAT zu ziehen
er war nicht davon abzubekommen
was für eine drohung gegen frankreich
also muss ich england und italien schwächen
dann gab es noch eine absprache mit dem deutsche
aber er hat sie nicht eingehalten

F1905
schnell die fühler gen deutschland und ösi ausgefahren
hurra der deutsche erkennt auch die lage
wir haben wieder eine zukunftsfähgige absprache um das solo aufzuhalte
aber er hat sie nicht eingehalten

ab H1905 war es nur noch mit gemeinsamen brechstangen möglich
das solo zu verhindern
aber der deutsche ging voran in den westen
und der russe ging hinterher

„UPS“
„war das ein deutsches VZ in dem ich stehe?“
(scheinheilig lächeln)

lieber deutsche
für einen dilpomacy spieler ist es das oberste ziel
ein solo zu erlangen

ich finde
für einen diplomacy spieler ist es wider der ehre
ein solo zu verlieren

und hättest du nur einmal eine absprache eingehalten
währen wir ein team gewesen

lieber engländer
sorry wegen LON aber ich musste es versuchen ob der deutsche gegen den russen umdreht
deine frage zu BEL in H1901
ich wusste von der kooperatrion deutschland und russland
ich wusste das der italiener kommt…
es war ein tempo-versuch
leider gescheitert

ich sende euch liebe grüße von Eifelturm
eure gamma

15.12.2013, 22:50 Uhr, Verfasser: Frankreich



173 | H1907Ich hatte Probleme mit dem Tool, hier jetzt das ganze EOG:

Obwohl ich kein Freund von EOGs bin, will ich (da einige Nationen ja schon in Vorleistung gegangen sind - danke dafür) ein paar Zeilen schreiben.

Ich muss zugeben dass man es mir in dieser Partie relativ einfach gemacht hat "durchzukommen", keine Frage. Trotzdem denke ich dass ich sagen kann in der Partie keinen Fehler gemacht zu haben, zumindest keinen den ich nicht ausmerzen konnte. Und ich denke auch das meine Lügen zu keinem Zeitpunkt ein Fehler waren, weder gegenüber ÖU, Italien, Deutschland oder England. ( Auch ich halte Lügen ohne Vorteil für unzweckmässig, aber in dieser Partie hat mir keine Lüge einen Nachteil gebracht.)
Zwei von den vier genannten haben die Lügen trotz vorangegangener Stabs geglaubt, das war ein Vorteil für mich. Zwei haben sie nicht geglaubt aber damit war keinerlei Nachteil verbunden. Ich habs probiert, hat vielleicht nicht geklappt aber mir ist daraus sicher kein Nachteil erwachsen. Und auch die moralische Tour war ja letztlich nur ein Versuch die GROKO gegen mich zu verhindern. Und wenn das nur dazu diente Deutschland aus der GROKO rauszuhalten, auch hier sehe ich keinen Schaden.

Doch zum Spielverlauf: Ich wollte von Anfang an England und die Türkei möglichst "klein" halten. Also hab ich das Bündnis mit Glados und Deutschland gesucht. Osmanien wurde gleichzeitig der Juggernaut angeboten und der Sultan stieg sofort ein. Somit war Bla frei und ich drin. Im Norden wurde mit D das Bündnis gegen England fix gemacht, also A Mos - StP gezogen. In H01 lies sich England (das viel zu nachsichtig war) reinlegen (Nwy war ihm versprochen) und ging auf Nwy und Bel und bekam gar nichts.

Mit Italien und Frankreich konnte ich in dieser Phase gar nichts vernünftiges anfangen, das war eigentlich recht enttäuschend, da die beiden eigentlich potentielle Verbündete von Rußland wären.
Der italienische Angriff auf Frankreich war (für mich) eine wahre Katastrophe.

1902 wurde der Türke aus Bul rausgehauen. Außerdem klappte das Ratespiel und ich kam mit der zweiten Flotte nach Bla. Das wars für Osmanien dann schon
und der Össi bekam den Aufbau für Rum (auch um ihn von meiner Loyalität zu überzeugen). Im Norden machte der Engländer es mir wieder einfach. Er wollte Support nach Den, der wurde versprochen, aber nicht gehalten, dafür Nwy besetzt.

1903 dann die weitere Offensive gegen Osmanien, ich erobere Ank, meine (überflüssige) F Bul wird von Österreich aufgelöst und ich rücke friedlich mit der Armee (!) nach Rum nach wo sie eine ideale Ausgangsposition gegen ÖU hat.
Es wird F StP(nc) und A Mos gebaut und Österreich ist damit zufrieden.

1904 das entscheidende Jahr im Süden, wenn ich den Össi jetzt nicht stabbe werde ich das vermutlich nie mehr können, ab Herbst rollen die Aufbauten aus
den italienischen Gebieten, also Stab jetzt oder nie.
Die Entscheidung war relativ schnell getroffen, da Deutschland für mich ein wunderbarer Verbündeter gegen England Und Frankreich war, auf den ich nicht verzichten wollte. Außerdem wäre ich gegen D nie so schnell vorangekommen wie ÖU gegen I.

Also Angriff auf Glados. Da die österreichischen
Armeen nach "außen" strömten (weg von den Heimat-VZ) hab ich das natürlich unterstützt (so auch nach Con) und habe meine Armeen selbst in Richtung dieser VZ gezogen. Ich hoffte natürlich auch den Sultan im Herbst wieder nach Con zurückunterstützen zu können, aber der hat mir gleich recht deutlich abgesagt. In H04 Bud und Vie genommen und damit österreichische Aufbauten verhindert. Der Deutsche wurde mit dem Support nach Nth bei der Stange gehalten. (Die Feindschaft D-E hat da vieles erleichtert).

Im Jahr 05 hab ich dann mal auf die englische Karte gesetzt, den Engländer nach Nth unterstützt und mich gegen Den in Stellung gebracht. Dass ggf. Den und Ber "gehen", konnte ich erst in der letzten Stunde vor dem ZAT fix machen, aber ich sah eine Möglichkeit und es klappte in dem ich D aus Den nach Nth rausunterstütze. Und auf dem Balkan konnte ich zwangsläufig das wichtige Ser erobern.

1906 waren trotz des üblen Stabs weiter Gespräche mit D möglich. Zu groß war sein Misstrauen gegen England, Frankreich und Italien. Also hab ich die mit dem deutschen abgesprochen Züge dazu genutzt das beste für mich draus zu machen (freies Nth). Das war für die GROKO sicher bitter, aber es war nicht an mir daran irgendetwas zu ändern. Auf dem Balkan hat man 1906 gut verteidigt, weitere Zugewinne waren dort nicht möglich. Allerdings konnte ich Tyr und Arm einnehmen, die Sargnägel für ÖU und OR.

1907 musste ich da Karl Otto weiter bei der Stange blieb, nur noch die Früchte einsammeln. Sicher war es in dieser Phase kein schwer zu spielendes Spiel mehr, aber gut damit konnte ich leben.

Hier noch ein paar Worte den Mitspielern:

Glados: Sicher ein angenehmer, netter Verbündeter auch mit gutem taktischen Wissen, lies sich aber relativ leicht einwickeln, mit bekannten Folgen.

Lando Calrissian: Ein Spieler der weis worauf es ankommt. Hatte aber wenig Chancen, da er logischerweise gegen das Bündnis ÖU/R keine Chance hatte. Und später hatte er kaum mehr Aktionsmöglichkeiten.

Italien2.0: Sicherlich der schwerste Gegner hier am Brett der auch nach meinem Stab an ÖU gleich das richtige tat. Es ist ihm aber nicht gelungen die GROKO gegen mich auf eine Linie einzuschwören.

Frankreich: Ich hatte den Eindruck es hier mit einem recht unerfahrenen Spieler zu tun zu haben, hat für mich keine deutlichen (und wenn die falschen, Stichwort: Besetzung von Lon) Akzente gesetzt.

England: Auch ein sehr netter Spieler nicht ganz so unerfahren wie Frankreich, bestimmt schon etwas länger dabei, aber zu nett und bezüglich D etwas zu undiplomatisch.

Deutschland: Ja Karl Otto, was soll man dazu sagen. Er hatte von Anfang an Stress mit F und E und denn hat er nicht vergessen können. Natürlich hab ich versucht das weiter zu schüren ganz klar. Er hätte (im Sinne des Spiels) gegen mich umschwenken müssen, was ihm aber auch nicht leichtgemacht wurde. Aber es war in meiner Situation nicht meine Aufgabe ihn dazu zu bewegen.

Ansonsten vielen Dank an Christian für die
tolle Spielleitung

So das wars, vielleicht bis ein andermal ...

Herzliche Grüße

Der Nerd



13.12.2013, 17:31 Uhr, Verfasser: Russisches Reich



172 | GB21 EoG Deutschland

Das Spiel war wirklich spannend und bis zuletzt uneinschätzbar. Am Anfang hatten wir uns in Nordeuropa mit England und Frankreich verhakt. Tendenziell zog es mich mehr zu Gamma, mit England kam ich einfach nicht zurecht. Aber die Liaison von Gamma mit Johnson war auch stark, und so war ich im Grunde ständig am Verteidigen. Belgien wechselte regelmäßig den Besitzer.
Gut, dass mich Nerd in Ruhe liess und sich auf Südosteuropa konzentrierte. Mit ihm habe ich über das gesamte Spiel hindurch einen regen Austausch gepflegt. Da er mich machen liess, wollte ich mich in Nordeuropa durchbeissen, das ist mir aber nicht gelungen. Eine Zeitlang hatte ich mit Gamma ein Agreement, wir hätten gemeinsam England rausgenommen. Doch das war nicht mehr zu realisieren, als im Süden Glados komplett eingebrochen war, nachdem der zuvor Italien 1.0 dramatisch reduziert hatte. Italien 2.0 kam absolut arrogant auf mich zu, sodass ich kein Vertrauen fasste. So blieb im Norden Nerd, der souverän seine Züge spielte. Weil ich zu ihm die größte Sympathie empfand, hatte ich mich entschieden, mich nicht dem neu formierten Bündnis im Westen anzuschliessen sondern mit ihm weiter zusammenzuarbeiten. Das war auch offensichtlich, als er mich dann zu unterstützen anfing. Dass auch ich von ihm gestabbt werden würde wie zuvor die anderen, hatte ich nicht erwartet.
Ich dachte vielmehr, dass gerade Nerd einen Verbündeten benötigen würde, der ich sein könnte. Aber was sollte ich tun: wäre ich gen Osten gezogen, hätte ich im Westen verloren, denn England und Frankreich wollten Benelux. Auch England liess sich mal von Nerd unterstützen, was ich überhaupt nicht mehr verstanden hatte. Ein wirkliches Westbündnis gab es nicht, Italien 2.0 hatte aus meiner Sicht ebenso gezockt und ist auch nur auf Kosten von anderen gewachsen. Die Züge Flotten weg aus Südeuropa waren für mich dann ein Indiz, dass Italien eine doppelzüngige Sprache sprach. Zusammengefasst sah ich keinen Anführer für eine Front aufgrund der vielen sich widersprechenden Interessen, was selbst der letzte Zug noch gezeigt hatte.
So hat Nerd zu Recht gewonnen, das war aber für mich nicht einmal entscheidend. Für mich war es das erste Gunboat, was ich bewusst mehr oder weniger von Anfang bis zum Ende miterlebt habe, und mich hat hier vor allem die Kommunikation interessiert, einschliesslich der Pressearbeit. Ich konnte meine Kreativität entfalten und habe Spass gehabt am formulieren, auch wenn das bisweilen aufgestossen sein sollte. Dafür will ich mich gerne entschuldigen. Es ist halt so, dass man unter dem Mantel der Anonymität sich mehr leisten kann... Es hat Spass gemacht, die einzelnen Kollegen zu beobachten und zu verstehen. Um so mehr freue ich mich zu verstehen, wer die einzelnen Akteure waren. Ich werde allerdings hier niemanden bewerten. Jeder ist wie der ist. Ob mehr oder weniger strategisch. Und jeder hat eine Form. Im Sommer 2013 ist sie die eine. Im Herbst 2013 ist sie die andere. Am Ende ist es ein Spiel, indem es um nichts geht, ausser um das Vergnügen, und vielleicht auch mal um den Platz 2...)
Entschuldigen möchte ich mich auch nochmals für den Eklat mit der ZAT-Verschiebung. Das war keine Anmache an den Spielleiter. Warum sollte ich auch die Autorität von Christian untergraben! Es war vielmehr so, dass ich in den Wochen zuvor mehrfach sehnsüchtig auf die Auswertung gewartet hatte, die teilweise gefuehlte 1-2 Tage später kam. Das Recht des Spielleiters, klar, wollte ich auch nicht anzweifeln, aber auch die Spieler haben Befindlichkeiten. Als dann die Verlängerung von Gamma vorgeschlagen wurde, sass ich zufällig gerade am PC und war extrem im Beruf beschäftigt. Daher kam meine Bekräftigung, die wie gesagt nicht anmassend gewesen sein soll!
Vielen Dank an Dich, Christian, für deine Geduld und deine Nachsicht!
Gunboat kann ich nur wärmstens empfehlen, eine tolle Schule!

Karl Otto

13.12.2013, 17:14 Uhr, Verfasser: Deutsches Reich



171 | Moin moin!

Dann versuche ich mich auch mal ein einem EOG:

Zunächst einmal aber: Glückwunsch an Nerd! Das war insgesamt eine sehr solide Vorstellung.
Und: Vielen Dank an Christian für die reibungslose Leitung der Partie.

So, dann mal zu meinem Spiel: Gestartet bin ich in meinem Wunschland, dass ich bis hierhin noch nie gespielt hatte und gerne einmal ausprobieren wollte. Anfangs bin ich wohl ein wenig zu "großkotzig" gewesen und bin mit viel Risiko ins Spiel gegangen und hoffte auf reifende Früchte durch umgekehrte Psychologie - leider ließ sich Nerd nicht darauf ein, weshalb Norwegen zu keiner Zeit in meine Hand gekommen ist.

Grundsätzlich suchte ich den Weg eigentlich durch die Mitte, hatte ich auch von Beginn an gute Kommunikation mit Gamma und Nerd. Zunächst sah ja auch alles danach aus, als könnte es gut klappen und der 1. Kaiser war zudem auch sehr wortkarg. Nach dem Wechsel dann wirres geschreibsel, was mich mehr darin bekräftigte, der Weg durch die Mitte sei die richtige Lösung.

Insgesamt denke ich haben die Reibereien zwischen Frankreich Deutschland und mir Nerd sehr gut in die Karten gespielt. Eine so dünne Einheiten-Decke im Norden und trotzdem hielt sie warm.

Problematisch war hingegen die Sturheit von Karl Otto, die es nahezu unmöglich machte hierin irgendeiner Weise voran zu kommen. Hier beging ich auch meinen größten Fehler: Ich ging auf die Provokation ein. An dieser Stelle eine dicke Entschuldigung an alle Beteiligten, ich gelobe Besserung!!
Jedenfalls hoffte ich mit Italien 2.0 würde sich das Blatt dann doch wenden können, hatte es zu diesem Zeitpunkt ja noch etwas Zeit bis zum Solo - verfrüht war die Aufregung meiner Meinung nach aber nicht, immerhin ging es gerade zum Ende hin doch sehr schnell.

Warum dem geplanten Vorhaben so viele Steine in den Weg gerollt wurden bleibt mir bis heute ein Rätsel, aber Gründe wird es schon dafür geben, wie auch immer diese aussehen mögen.

Insgesamt sieht man denke ich - und es wurde ja auch schon gemutmaßt -, dass ich kein besonders erfahrener Spieler bin, da mache ich auch keinen Geheimnis draus. Was mich hingegen etwas geärgert hat waren dann die Meldungen, die mir zugetragen wurden, weshalb bestimmte Absprachen nicht eingehalten wurden. Ich bin vielleicht unerfahren, aber schlimmer als Unerfahrenheit finde ich das Denken in festen Bahnen. Ich habe das Gefühl, dass es bei den erfahrenen Spielern gar nicht mehr möglich zu sein scheint abseits von Wahrscheinlichkeiten einmal einen völlig neuen Weg zu gehen. Gemeint sind hierbei so Dinge wie "ein starker Engländer geht i.d.R. immer über Norden" - natürlich, weil alle von der Brücke springen tu' ich das natürlich auch :)
Ich finde es einfach schade, dass hier scheinbar bestimmte Verhaltensregeln nach Muster abgerufen werden, das macht es Spielern wie mir, die diese taktischen Züge nicht aus dem FF herunterbeten können, leider nicht gerade einfach.

Aber nun gut, da muss ich halt mit leben und hoffen, dass es beim nächsten Mal besser läuft - und sich vielleicht auch mal jemand traut gegen den Strom zu schwimmen :)

Zu den einzelnen Spielern:

Italien: Das Ausscheiden Italiens zu diesem Zeitpunkt kam mir etwas merkwürdig vor, aber nun gut. Die Kehrtwende gefiel mir sehr gut. Leider hat es - und da bin ich leider nicht ganz unschuldig dran, das gebe ich ja zu - nicht gereicht, um Früchte davon zu tragen. Schade, aber ich glaube mit dir kann auch ein unerfahrener Spieler eine Menge Erfolg haben - vielleicht in einer anderen Partie!?

Frankreich: Gewünschter Waffenbruder (oder -schwester), leider hat es so nicht sollen sein. Wir waren beide wohl zu unerfahren - und ich weiß bis heute nicht, warum du ums Verrecken nicht nach Belgien ziehen wolltest ;)

Russland: Ich bin am Anfang ein hohes Risiko gegangen und versuchte nicht nur Norwegen zu bekommen. Für meine Gier hast du mich bitter bezahlen lassen, danke für diese Lehrstunde. Bedauerlich war, dass du uns trotz der Vorschusslorbeeren leider nie eine Chance gegeben hast, aber wie das Brett zeigt hattest du trotzdem genau das richtige Händchen, wer wäre ich also, würde ich dich dafür tadeln?!

Deutschland: Zunächst wortkarg, dann schnell ausgewechselt. Die Kommunikation nahm zwar drastisch zu, jedoch konnte ich dir aufgrund deiner Meldungen irgendwie nie ganz vertrauen. Die Aktionen zeigten dann auch bei jeder Gelegenheit, dass ich Recht behalten sollte. Die Situation ist natürlich doof: Irgendwer muss ja im Grunde anfangen, im Idealfall halten sich beide Seiten an die Abmachung. Zu dieser Zeit war ich jedoch schon gebranntes Kind durch Nerds Machenschaften. Frankreich konnte ich bis zu diesem Zeitpunkt immer vertrauen und in Nerd hatte ich noch etwas Hoffnung gesteckt, leider vergebens. Die Destruktive Spielweise von dir kann ich aber selbst als unerfahrener Spieler nicht nachvollziehen. Nunja, du wirst deine Gründe gehabt haben, möglicherweise wurde er ja auch schon von einem Vorredner genannt.

Österreich-Ungarn: Wir hatten ja wenig miteinander zu tun. Ich sah irgendwie keiner Zeit eine Möglichkeit der Zusammenarbeit, im Nachhinein vielleicht etwas zu kurzsichtig, aber andererseits hattest du im Süden ja auch genug zu schaffen.

Osmanien: Tcha, was soll ich sagen: Schade, dass dir selbst das letzte VZ noch genommen wurde (eigentlich überflüssig, 19 VZ' hätten es ja auch getan). Für deine Widerspenstigkeit bis zuletzt wurdest du leider nicht belohnt. Ansonsten hatten auch wir nie miteinander zu tun.

Abschließend bleibt nur mich noch einmal ausdrücklich für die überhitzten Reaktionen zu entschuldigen. Ich habe mich da zu etwas verleiten lassen, was nicht richtig war. Die Einsicht kam leider zu spät, aber das verbuche ich jetzt unter "Erfahrungen sammeln" und versuche es in Zukunft zu unterlassen. Manchmal sollte man eben doch eine Nacht drüber schlafen.

Also: Reißt mir bitte nicht den Kopf ab, ich lerne noch ;) Und habt ruhig auch mal ein wenig Vertrauen in nicht-Standard-Varianten, nicht alle spielen immer nach vordefinierten Zügen :)

Ich bin nicht mehr sicher, wer mich nach dem Nick fragte, aber zur Erklärung: Wer mal "Shadowrun" gespielt hat, dem ist "Mr. Johnson" ggf. schonmal über den Weg gelaufen ;)

13.12.2013, 16:38 Uhr, Verfasser: Großbritannien



170 | EOG ItalienHallo, zusammen

Dann auch mal ein Kommentar von mir:

Ich bin in die Partie eingestiegen, das ich die Stellung interessant fand. Ein rollendes A/R im Osten und ein offensichtlich zerstrittener Westen

Das Ziel war klar: Das Bündnis stoppen und im Westen eine Front bilden. Ich habe daher gleich von Anfang an E/F angeboten unsere 3 Nationen als eine zu spielen. D machte von der ersten Nachricht weg den Eindruck eines Spieler mit dem man unmöglich zusammenarbeiten kann. Desweiteren versuchte ich R zum Stab an A zu überreden.

Das erste Jahr brachte überraschende Ergebnisse: F hielt sich vollkommen unnötig nicht an die Absprachen und R stabbte wieder erwarten A. D bekam dadurch in Mitteleuropa als Vasall des Russen keine schlechte Position.

F sah seinen Fehler ein und schloss sich wie A und T nun der anti-russischen Allianz an. D scheinbar auch, aber er hielt sich nicht an die Absprachen. Dies in jedem Zug obwohl er von R von hinten aufgerollt wurde. Das bereitete dann auch den Weg zum russischen Solo.

Zu den Spielern:

England:
Wirkte sehr unerfahren und hitzköpfige und hat damit immer wieder das diplomatische Verhältnis zu Karl-Otto geschwächt. Einfach etwas mehr die Ruhe bewahren ;-)

Frankreich:
Gamma hat eigentlich nicht schlecht verhandelt. Aber immer wieder gab es strategische Ausreißer (Stichwort Angriff auf England/Italien), welche die eigene Lage deutlich verschlechtert haben. Daher tippe ich auch auf ziemlich unerfahren.

Türkei:
Hat sich trotz nur einem VZ bemüht. Schade, dass du im falschen Land gesessen bist.

Österreich:
Nett. Gute strategische Ideen. Sehr gutes Spielverständnis. Dir hätte ich echt mehr gegönnt.

Deutschland:
Karl-Otto hat wahnsinnig schlecht gespielt. Strategische und diplomatische Fehler ohne Ende. Dazu noch die anmaßende, beleidigende Art den anderen Mitspielern gegenüber. Es war wahrlich keine Freude.

Russland:
Glückwunsch zum Solo. Das war gut gespielt. Insbesondere das Ausnutzen von Karl-Ottos Spiel-Ahnungslosigkeit. Allerdings stellt sich die Frage nach dem Einäugigen unter den Blinden. Die moralische Kutsche nach meinem Nicht-Stab an A war unangebracht. Genauso finde ich es zweifelhaft zu lügen, wenn man keinen Vorteil dadurch erzielt (Stichwort: Karl-Otto herausnehmen). Ähnliche Verhaltensweisen klangen auch bei GLaDOS EOG an. Ich halte dich daher für einen guten aber keineswegs für einen sehr guten Spieler.

Spielleiter:
Danke an Christian für die sehr gute Spielleitung. Ich hatte Mitleid mit dir als Karl-Otto den Zwergenaufstand geprobt hat. Solche Angriffe gehören sich nicht dem Spielleiter gegenüber.

Alles in allem hat mich die Partie enttäuscht. Viele strategische Fehlentscheidungen, anstrengende nicht zielführende Kommunikation bis hin zur vollkommenen Ahnungslosigkeit vom Spiel.
Dazu die nervigen Presseartikel, die wohl meistens von Karl-Otto gestreut wurden, die einfach nur lächerlich aber keineswegs amüsant waren.

Gruß
Italien 2.0

13.12.2013, 15:55 Uhr, Verfasser: Italien



169 | EOG OsmanienHallo Zusammen,

von mir kommt ein angemessen kurzes Statement, war ja auch eine unschöne Partie für mich. Vom Spielfluss her lief es einfach von Anfang an nicht optimal. Aber so ist halt Diplomacy, dazu gehört auch ein wenig Glück. Ob es nur Pech war oder ob ich mich taktisch vergaloppiert habe, ist eigentlich egal, die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte.

Aber dass es möglich ist, dass jemand nach sieben Jahren mit 20 VZ aus dem Spiel geht, dass ist schon eine harte Nummer und sehr ärgerlich. Denn so etwas sollte nicht möglich sein, wenn die Spieler, die im Mittelspiel noch dabei sind, vorurteilsfrei und mit gesunden Verstand nach Vorne geschaut operieren würden.

Sportliche Grüße und vielen Dank an die Spielleitung
Lando Calrissian

13.12.2013, 14:37 Uhr, Verfasser: Osmanisches Reich



168 | EOG AustriaEOG - Österreich GB21

Zuallererst Gratulation an Zar Nerd. Egal was ich in den nächsten Zeilen schreibe, nichts soll davon ablenken, dass er das Spiel sehr solide und 1907 auch sehr flott gewonnen hat. Tolle Leistung!

Ich hab lange keine ‘normale’ fullpress Partie gespielt und bin ein bisschen durch ftf Partien mit festem Zug-Ende verdorben. Das habe ich mir vor dem Spiel gesagt und deswegen bewusst für mich die richtige “Wertungsgrundlage” geschaffen: ein Solo bedeutet alle anderen 6 haben verloren, ein Draw heißt für alle beteiligten Spieler ist es der gleiche “Erfolg”. Meine Erwartung war eine mittellange Partie mit allerlei Verschiebungen, schließlich legen doch alle den gleichen Maßstab an, oder?
Ich hätte mir vor dem Start kein Ende 1907 mit einem Solo vorstellen können. Überrascht werden ist aber etwas durchaus schönes. Hier war es manchmal frustrierend, dann offensichtlich waren nicht alle mit der oben genannten Zielvorgabe gestartet, ja selbst der Sieger hat mir zwischendrin was von “zweitem Platz beim Solo” angeboten. Als ob ich den nicht auch so erreicht habe und der genauso schlecht ist wie alle anderen Nicht-Zaren ;-)

Ich werde die Runde aber in besserer Erinnerung behalten als das Endergebnis vermuten lässt, über weite Strecken war es für mich ein munteres Spiel..

Zur Partie, die werde ich halbwegs chronologisch durchgehen, bin aber zu faul jetzt den Mailverkehr aufzubereiten:

1901 - der Frühjahrszug hat für mich die erste Hälfte der Partie fast festgelegt: Nerd hat sich an die Absprache in Galizien gehalten und zudem ist er irgendwie nach BLA gekommen - da winkt der potentielle Partner. Zudem hat Italien 1.0 einen völlig unmotivierten Zug nach Tri gespielt. Ich hasse sowas: nur Stunden vor dem ZAT wird einem erklärt, dass man sich keine Sorgen machen muss und dann für einen kurzfristigen kleinen Vorteil einen Nachbarn vor den Kopf stossen. Warum fragt mich der Italiener nicht einfach? Ich hätte kein Problem gehabt ihm Tri zu geben für den nötigen Schwung gegen Frankreich oder Osmanien… aber so?
Warum legte das meine ersten Züge fest? Italien sofort angreifen bedeutet nur den frühen Tod, also musste ich 1.0 beschwatzen (was schon im Herbst etwas zu gut funktionierte) und im Osten den Konflikt zwischen Lando und Nerd am Leben halten. Das haben die beiden auch ganz freundlich im Herbst gemacht. 4 Flotten um BLA, viel besser kann es für einen Österreicher nicht laufen.
Außerdem war im Norden leider der Deutsche ausgefallen. Ich bin davon ausgegangen, dass es hier also nicht so einem langen gegenseitigen Beschnuppern kommt, sondern sehr schnell 2:1 im Westen gespielt wird (da lag ich irgendwie weit daneben).

1902 - jetzt musste ich mich entscheiden im Osten. Nerd oder Lando. War nicht so einfach, ich hätte wohl mit beiden gut zusammenarbeiten können. Ich bin wie anfangs erwähnt von einem langen Spiel ausgegangen, da wollte ich den Sultan aus der Ecke haben, auch im langfristig selber die Ecke zu besetzen oder zumindest zu beruhigen. Also mich an des Nerds Brust geworfen. Zudem muss ich beim Italiener einen Nerv getroffen haben, der zieht ohne Nachzudenken alles nach Westen. Ich hatte mit einem anstrengenden Stellungskrieg gegen Osmanien-Italien gerechnet. Die nächsten Züge im Osten waren spassig zum Ausdiskutieren mit Nerd (vielen Dank dafür!) und Lando hat sich nach besten Wissen gut gewehrt. War hier und da vielleicht etwas unglücklich mit Ratespielen, aber was soll er machen, alleine gegen 2 und seine theoretische italienische Hilfe schippert weit entfernt herum.
1902/1903 - Den Norden habe ich mit Kopfschütteln verfolgt, aber leider nicht besonders sorgfältig. Russland bekommt mit 2 Einheiten Skandinavien während Deutschland schräges Zeug zieht. Und die arme Gamma war vom anrückenden Italiener scheinbar genauso überrascht wie ich.
Jetzt bin ich schlauer, aber Karl-Ottos Kommentare hätte ich damals nicht nur als völlig albern abstempeln sollen, sondern auch als Hinweis, dass im Westen nichts zusammen geht. Nerd hat das vermutlich besser beobachtet und vorausgeahnt: England verbasselt sich mit 3-4 VZ. Frankreich bezieht Haue von einem stumpfen Italien 1.0 der mich quasi in sein Heimatland einlädt. Einzig Deutschland steht gut da, aber den kriegt eh niemand in ein vernünftiges Bündnis.

1903h - das war im Rückblick vermutlich die entscheidende Auswertung oder zumindest der Aufbau. Auch wenn es ziemlich langweilig aussieht. Ich hab mich von der langweiligen Stellung täuschen lassen, oder noch besser vom lieben Nerd: wir hatten Lando fast geknackt, aber noch war 1 VZ für jeden im Spiel. Ich hatte mich bereits auf Italien eingeschossen. Warum sollte er mich also angreifen? Aber: die F StP an der Nordküste war vermutlich das Zeichen, zudem ein Deutscher auf 6VZ: Nerd hatte einfach keine Gegner mehr: Karl Otto konnte er besser bespielen (ich vermute irgendwas von Draw vorquatschen), ich hatte ihm sehr früh seine “2er Bündnis bis zum Ende” um die Ohren gehauen. Beton will ich nicht anrühren.
Und Italien hat eine neue Version bekommen und konnte plötzlich das Brett lesen und hat die Situation verstanden (auch wenn er den gleichen Fehler mit dem Norden gemacht hat, wie ich. Sologefahr war da weit weg, fand ich).
In kurz: ich wurde gierig. Hab in alter CrystalBall-Schule in bis zum Herst 1904 gedacht und mir gesagt: ich riskiere die ganz aggressiven anti-Italien-Züge, mit Aufbauten stehe ich danach sehr sicher gegen Russland.

1904 - aber da ist der Nerd zu gut gewesen um das nicht auch zu sehen, oder zumindest um es vom Italiener erklärt zu bekommen. Ich hatte zwischendrin (vor 1904h) sogar tatsächlich die leise Hoffnung, dass Nerd zurückzuckt. So richtig gut finde ich den Stab immernoch nicht: Lando lebt noch, nur eine Flotte im Süden. Der Norden ist sehr schlecht geschützt. Ich hatte erwartet, dass er nach 1904 sehr schnell Skandinavien verliert und er sich bald um die Verteidigung von War/Mos kümmern muss. Daher: warum nicht doch einen Zug warten oder zumindest Lando ins Boot holen? Warum mich noach nach Con unterstützen statt Landos Flotte zu nutzen?
Ich bin gespannt was Nerd dazu sagt, wenn zu dem Zeitpunkt weiss, dass Skandinavien sicher ist, dass Deutschland nicht gegen ihn zieht, dann kann ich da nur Szenenapplaus geben - alles richtig gemacht.

1905-1907 - das Ende war dann wieder ziemlich glatt runtergespielt, zumindest auf dem Brett. Lando und 2.0 sind vermutlich beides erfahrene Spieler die das Brett spielen und vergangene Konflikte zwar nicht vergessen, aber auch nicht ständig ausbreiten. Wir haben uns zusammen so gut es eben ging gewehrt. Ich mag keine stumpfen halte-Verteidigungen sondern wollte gerne bisschen herumspielen. Hat 1905 ganz gut funktioniert, später waren zuviele gelbe Einheiten gegen zu wenig grün-rot-graue. +F Rom 1906 war ärgerlich, aber nichts was irgendwas geändert hätte.

Mein größter Fehler die Partie? Ich hab die Chemie im Westen zwischen F-E-D nicht wirklich wahrgenommen. Taktisch hätte ich hier und da besser raten können, verloren hab ich die Partie bei der Mittelspiel-Strategie.

Zu meinen Mtspielern: (ich schreib das bewusst bevor ich Namen kenne: das macht es peinlicher für mich und hoffentlich amüsanter für alle anderen)

Nerd - verdient gewonnen, immer nette Kommunikation. Das einzige was mich gestört hat war das unnötige Lügen nach dem Stab (also dem Zug nach Gal). Da reagiere ich allergisch. Ich hab nix gegen einen Überfall, ich hab nix gegen eine Finte wenn es demjenigen etwas bringt. Lügen ohne das es etwas verändert, finde ich doof. Leider hatte ich keine Chance mich auf diesem Brett zu revanchiere, aber hoffentlich bald woanders :o)

Lando - manchmal ist Diplomacy leider gemein, wenig falsch gemacht, viel richtig gespielt und trotzdem eine vermutlich sehr trostlose Partie für ihn. Durchgehalten, zum richtigen Zeitpunkt ein F Smy S Con hold kommuniziert. Damit deutlich besser als der erste Deutsche, Italien 1.0 und einige Spieler,s die bis zum Ende dabei waren.

2.0 - sicher auch ein erfahrener Spieler. Dazu gekommen, nicht nur einen schnellen Sozialpunkt abgegriffen sondern aktiv mitgestaltet. Das Brett gespielt. Wäre das russische Solo verhindert worden in einer echt guten Position … gerne wieder!

Karl Otto - hat für viel Erheiterung bei mir gesorgt mit den interessanten Einschätzungen zur Lage. Ich vermute zwei Möglichkeiten: enthusiastischer Anfänger - dann Herzlich Willkommen bei Diplomacy! Oder jemand der seinen Sozialpunkt als Ersatzspieler mitnehmen wollte und dann das restliche Brett trollt.

Johnson - ich bin schlecht im Smalltalk, entsprechend wenig mit England gequasselt (sicher ein Fehler). Bin gespannt auf die Sicht von der andere Ecke des Bretts.

Gamma - siehe England, war nie wirklich in meinem Interessengebiet, hat sich von Italien überrumpeln lassen. Das fand ich erstaunlich. Ist wie England vermutlich nicht mit den beiden Deutschen (Karl und Otto) zurechtgekommen.

Christian - danke für spielleitern! Flott und ereignisarm, gibt es höheres Lob für einen Spielleiter? Ich hoffe du hattest deinen Spass an unserem Geschreibsel
:-)

GLaDOS - wer sich über das Pseudonym wundert sollte dringend Portal spielen
:-)
http://www.youtube.com/watch?v=ljFaKRTrI
Bis zum nächsten Mal!

13.12.2013, 13:34 Uhr, Verfasser: Austria



167 | H1907Moin Jungs,

der Herbst 1907 ist ausgewertet und ich gratuliere Zar Nerd zum Solo mit 20 Vz.

Ich freue mich wahnsinnig auf eure EOGs und glaube, es ist spannender, wenn ihr noch nicht die Mitspieler kennt. Obwohl raten und sich outen ist ab sofort erlaubt.

Anfang der Woche hebe ich dann die Anonymität auf und trage das Ende der Partie in Ludo ein. Ihr bekommt dann entsprechende Mitteilung.

Ja, was soll ich sagen, war außergewöhnlich die Partie, aber ich lasse euch erst einmal den Vortritt bei der Rückschau.

Danke für's Mitspielen,

lg Christian

13.12.2013, 12:40 Uhr



166 | Mir fehlen nur noch 2 Züge!

lg Christian

12.12.2013, 09:44 Uhr

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