NP455 - Standard NP-Partie - beendet !

Partie beendet am 02.11.2014, 4er Draw I/R/D/F
Spielleitung: Steffen Naß
 

Zürcher Allgemeine Tageblatt
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44 | H1902Liebe Mitstreiter,

hier kommt etwas verspätet das End of game des Russen ...

Aber zuerst einmal ganz herzlichen Dank an Steffen für die untadelige und sehr sympathische Leitung der Partie - das hat Spaß gemacht. Super!

Auch die Partie selber war spannend und abwechslungsreich- und am Ende nach einem für mich frustranen Mittelteil auch vom Ergebnis her befriedigend. Im Einzelnen:

Am Anfang lief es für mich auf eine fast schon erschreckende Weise gut. Österreich in der bedrängten Situation zwischen Marius und und mir war schnell zerschlagen und in Skandinavien stand ich gegen England auch schnell bombensicher ... Sorry an Stefan (Österreich) und Marco (England) - aber irgend jemand erwischt es halt.

Außerdem hatte ich das Gefühl, mit Deutschland zusammen gefunden zu haben ... deutlicher als durch die von Lucas bezeichnete "offene Tür " hätte ich kaum klar machen können, dass ich mit ihm zusammenarbeiten möchte. Anfangs lief das ganz gut ... Ich hatte dann aufgrund eines verunglückten Stabversuchs gegen Italien auf dem Balkan kleinere Probleme, aber nichts, was sich nicht hätte lösen lassen... wenn, ja wenn Udo mit Deutschland weiter mit mir zusammen gearbeitet hätte. Der 2er wäre locker drin gewesen ...Aber auf einmal zog Udo im Frühjahr Richtung Warschau, was ich zumindest mit einem Zug gegen Dänemark kontern konnte. Aber ich muss gestehen, am meisten war ich auf Udos End of game gespannt, weil ich bis heute nicht verstehe, was er sich von dem Angriff mit der einen Armee versprochen hat ... Furcht vor einem Stab von mir? Da hatte ich schon Gelegenheiten verstreichen lassen ... Oder doch der Wunsch, dass ich mich an den VZ auf dem Balkan fest klammere und er mich dann von innen heraus ausweidet?

Das das nicht klappen würde, hätte klar sein können, dachte ich - war es aber wohl für die anderen bis zum Schluss nicht 😳. Ich habe mir eben noch mal meine Züge in dieser Phase angesehen. Und bin dabei zu der Erkenntnis gekommen, dass ihr, weil ihr meine möglichen Rückzugsbefehle nicht kennt, nicht erkennen konntet, was ich da nach dem Angriff von Udo tatsächlich gemacht habe.

Zitat aus dem End of game von Lucas zu dieser Phase:

"R verlor dann gefühlt völlig den Faden und musste seine Balkan-VZ an das bis dahin mittelmäßig postierte Italien abgeben. Ich habe in dieser Phase mit einem 3er Draw D,I,F geliebäugelt, da R immer weiter zusammenbrach."

Nichts beschreibt meine Befehle und Züge in dieser Phase unzutreffender. Weder habe ich den Faden verloren, noch bin ich zusammengebrochen. Meine Züge waren ausschließlich Ergebnis einer schonungslosen strategischen Bewertung der Lage. Denn: es war mir in diesem Moment völlig klar, dass ich mit deutschen Einheit in meinem Kerngebiet um Warschau und Moskau nicht dazu kommen würde, irgendwo noch einmal Einheiten aufzubauen. Mit meinen anderen Einheiten in Skandinavien und auf dem Balkan, durch Deutschland getrennt, wäre kein Blumentopf mehr zu gewinnen gewesen. Udo hätte meine Heimatszentren blockiert, und im Süden und im Norden wären nach und nach meine Einheiten vernichtet worden und ich werde aus dem Spiel ausgeschieden. Um das zu verhindern , habe ich nur eine Möglichkeit gesehen:

Der Deutsche musste koste es was es wolle wieder aus meinem Kerngebiet heraus getrieben werden. Anschließend mussten die verbleibenden Einheiten auf eine möglichst gut zu verteidigende Reststellung zurückgeführt werden, um mich so lange im Spiel zu halten, bis ich wieder gebraucht werde. Und wie konnte ich es anstellen, wieder gebraucht zu werden? Es musste ein neuer Feind aufgebaut werden, gegen den sich alle verbleibenden Einheiten zusammen schließen mussten.

Aus diesen Überlegungen ergaben sich zwanglos die weiteren Schritte: Skandinavien war mit meinen dort positionierten Flotten weit leichter zu verteidigen als der Balkan gegen einen starken Italiener und den unterstützenden Osmanen. Zudem bot sich dort die emotional befriedigende Möglichkeit, den Deutschen nach dem Motto Tit for Tat für seinen Stab zu bestrafen und möglichst das eine oder andere deutsche Versorgungszentrum jedenfalls zeitweise einzunehmen. Gleichzeitig war jedoch klar, dass der Balkan aufgegeben werden musste. Dass sich dort sodann der Italiener zu einer extrem starken Macht mausern würde, war angesichts der Truppenverhältnisse dort gegenüber dem Osmanen abzusehen und im Sinne meiner Gesamtstrategie wünschenswert. Hier war der aufzubauenden Supergegner, gegen den sich alle anderen zur Vermeidung eines Solos zusammenschließen sollten.

Und so habe ich das dann auch durchgezogen. Meine Flotten im Süden waren vernachlässigbar und deshalb die Einheiten, die als erstes abgebaut werden konnten. Wichtiger (mangels Aufbaumöglichkeit) und daran habe ich meine Züge ausgerichtet, war, meine drei Armeen auf dem Balkan langsam aber sicher dort herauszuziehen, um sie gegen den Deutschen einsetzen zu können. Dabei den Italiener langsam, aber sicher aufbauen und gleichzeitig im Norden Skandinavien halten und möglichst den Deutschen etwas ärgern. Das alles hat funktioniert. Udo hat aus dem Angriff gegen mich keinen wirklichen Nutzen ziehen können und so hatte er irgendwann angesichts des erstarkenden Italieners dann doch keine andere Wahl mehr gehabt, alles wieder mit mir zusammen zu arbeiten und dann auch den Franzosen in das Unentschieden mit einzubeziehen. Chancen auf ein Unentschieden nur zwischen Italien und Deutschland gab es dabei nie. Sobald es in die Richtung gegangen wäre, hätte ich gegenüber dem Italiener meine Front aufgemacht und ihm so das Solo ermöglicht.

Insgesamt ist es ein wahnsinnig interessantes und für mich auch immer Ergebnis wirklich befriedigendes Spiel gewesen. Wann hat man schon als Russe nachdem man (nacheinander) Sewastopol, Moskau und Warschau verloren hat, die Möglichkeit, das Spiel am Ende doch mit einem Unentschieden abzuschließen und dabei alle eigenen Versorgungszentren noch im Besitz zu haben...

Ich bin schon gespannt, wann wir uns wieder in einer Partie sehen. Das wird sicher wieder spannend.

Herzliche Grüße

Horst

09.11.2014, 12:35 Uhr, Verfasser: Russisches Reich



43 | EOGEin hallo an alle Regenten dieser Partie. Und natürlich an den SL, der diese Partie souverän gemeistert hat.

Ich hatte private wilde Zeiten und zusätzlich war ich auch einige Male unterwegs. Auszeiten wollte ich nicht beantragen. So hätte mir beinahe ein zweites NMR das Genick gebrochen. Toll, dass SL und Mitspieler die Partie höher gesetzt haben.

Ich habe wenig Erfahrung mit NP-Partien. Ich stimme zu, dass die Partie ausgewogen war. Auf jeden Fall war sie sehr anregend.

Der Start lief für mich recht gut. R und F blieben in ihren Grenzen und E bot sich mir so als VZ-Geber an. Zu diesem Zeitpunkt habe ich auch mehr als einen vierten Platz für möglich angesehen.

Erst im F1906 wurde es etwas hakelig. R nahm mir Den, ich ihm zeitgleich War. In diesem Jahr erreichte ich mit 9 VZ auch das Maximum für diese Partie. Es wurde dann von beiden Seiten her etwas ungemütlicher. R und F machten nun Druck und ich sah meine Überlebens-Chancen schwinden. Doch zum Glück mauserte sich I und drohte mit einem Durchmarsch. So haben meine Nachbarn und ich es doch noch gut hinbekommen, Frieden einkehren zu lassen. Natürlich habe ich das Angebot des Italieners wahrgenommen, mir einen besseren Platz als den geteilten Vierten zu sichern. Doch was ist ein vierter Platz wert, wenn die Partie mit einem Solo endet.

Ich denke, alle können zufrieden sein. Es gibt einen verdienten ersten Platz und drei mal den Vierten.

Danke für diese unterhaltsame Partie euch allen. Besonderer Dank gebührt SL Steffen!!!

Viele Grüße, Udo

04.11.2014, 19:56 Uhr, Verfasser: Deutsches Reich



42 | EOG FrankreichHallo zusammen,

Auch von meiner Seite ein herzliches Dankeschön an Steffen für das Leiten der Partie. Das war einfach perfekt.

Auch der Spielverlauf hat mir sehr viel Spaß gemacht. Zum ersten Mal seit langem war in einer NP-Partie wirklich keiner dabei der richtig schlecht gespielt hat, sondern viele gute bis sehr gute Gegner.

Mein Anfang verlief anders als geplant ich wurde von einem Angriff von Italien in die Defensive gedrängt und musste mich erst einmal verteidigen.Gott sei Dank haben sich E und D neutralisiert. Irgendwann hat I dann aufgegeben und ich konnte noch etwas vom englischen Kuchen abbekommen.

R hat für mich lange Zeit wie der wahrscheinliche Sieger ausgesehen. Balkan geklärt, Skandinavien sicher, VZ-Leader. Allerdings hat der Zar ziemlich die Tür für D offen gelassen, der dann durchgegangen ist (hätte auch ein Jahr früher passieren können ;-)). R verlor dann gefühlt völlig den Faden und musste seine Balkan-VZ an das bis dahin mittelmäßig postierte Italien abgeben. Ich habe in dieser Phase mit einem 3er Draw D,I,F geliebäugelt, da R immer weiter zusammenbrach. Leider hat D meine Züge irgendwann wohl als Bedrohung gesehen (waren so nicht gedacht) und hat zu R als Partner umgeschwenkt. Sowohl R als auch D haben dann aber im entscheidenden Moment gesehen, dass I aufs Solo gehen könnte, wenn ich weiter angegriffen werde. So war dann Frieden im Norden und der logische 4er Draw.

Zu Marius EOG muss ich sagen, dass ich nicht denke, dass mehr drinnen war. Ich hatte immer meine Einheiten so positioniert, dass ich im Zweifelsfall schnell gegen I gehen konnte. Ich wusste ja, dass es für mich nur noch um Draw-Beteiligung ging und nicht mehr um ein Solo. Daher musste ich den im Griff haben, der auf das Solo gehen könnte. Klar, wenn einer schlecht spielt und die Nerven verliert hätte es klappen können, aber sowohl R als auch D hatten auf mich den Eindruck von erfahreneren Spielern gemacht.

Also: Danke allen beteiligten für die rundum erfreuliche Partie und bis zum nächsten Mal.

Viele Grüße
Lucas

02.11.2014, 18:41 Uhr



41 | SpielendeLiebe Mitspieler,

eine spannende Partie ist zu Ende. Zunächst möchte ich sagen, dass Steffen sie souverän und wunderbar geleitet hat, ein großes Dankeschön hierfür! Ich fand auch von Euch allen sehr toll, dass wir solch kurze ZAT-Abfolgen hinbekommen haben. Das hat der Partie eine schöne Dynamik gegeben.

Zum Spielablauf:
Ich habe gestartet als einer dieser gemeinen Italiener, der direkt zu Beginn dem Kaiser und König in den Rücken fällt, der ja eh schon einen schweren Stand hat ggü. Russland und der Türkei. Es ist halt verlockend, hier schnell zusätzlich zu Tunis ein zweites VZ zu erobern.

Nachdem ÖU schnell besiegt war kam mir gegen den zu Beginn der mächtigen Zaren zu Gute, dass der Osmane mit auf meiner Seite war, so konnte er schnell zurück gedrängt werden. Da die Türkei schon zu Beginn Druck aus Russland abbekam war die militärische Stärke überschaubar und auch die osmanischen VZ nach und nach mein.

Das Genick hat mir der falsche Aufbaubefehl eingebracht, der just in dem Jahr geschah, als Frankreich den Widerstand gegen mich zu organisieren begann. Hätte ich die zusätzlichen Einheiten zu diesem Zeitpunkt bereits gehabt, hätte der Roi wohl einen deutlich schwereren Stand gehabt. Das Problem war, dass ich zu dieser Zeit in einer weiteren Partie ÖU gespielt habe. Und da sich in unserer Partie für mich alle Action in dieser Phase auf dem Gebiet von ÖU abspielte, ist mir dieser eigentlich unverzeihliche Anfängerfehler unterlaufen. Diese Erfahrung läuft unter der Rubrik "Lehrgeld bezahlt".

Ich habe zum Schluss gehofft, dass meine Flirtversuche mit Deutschland fruchten und der Kaiser einem potenziellen zweiten Platz hinter mir mehr abgewinnen kann als einem geteilten vierten. Daraus wurde aber offensichtlich nichts mehr und so habe ich dem Draw zugestimmt.

So bleibt mir, mich bei Euch allen für eine Partie zu bedanken, bei der ich sehr viel Spaß hatte. Ich hoffe, ich sehe den einen oder anderen bald wieder in einer neuen Partie.

Viele Grüße
Marius

02.11.2014, 17:13 Uhr, Verfasser: Italien, geä. 02.11.2014, 17:14 Uhr



40 | SL-InfoMoin,

ich habe das Forum frei gegeben...

wenn ihr wollt dürft ihr euch nun hier austoben!

Grüße

02.11.2014, 16:21 Uhr, Verfasser: Schweiz

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